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Schutz vor diffamierenden Behauptungen

Berliner LSVD sammelt Gerüchte über sich

Auf Anregung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung will der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg Anfeindungen thematisieren, auch aus der LGBTI-Community.


Die Geschäftsstelle des LSVD Berlin-Brandenburg in der Kleiststraße 35 liegt mitten im Schöneberger Regenbogenkiez

Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) in Berlin hat für das Jahr 2018 alle Projektträger motiviert, sich mit dem Thema "Umgang mit Anfeindungen" auseinanderzusetzen. Die LADS begründet dies mit Anfeindungen durch Organisationen und Einzelpersonen, denen Nichtregierungsorganisationen zunehmend ausgesetzt seien – sei es in digitalen Medien, in sozialen Netzwerken, aus der eigenen Community heraus oder bei der Arbeit an Info-Ständen. Häufig zielten diese Aktivitäten darauf ab, die Arbeit der Träger und Projekte in Frage zu stellen und zu diffamieren.

Auch die ehrenamtlich und hauptamtlich Tätigen beim Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg erhielten regelmäßig Anfeindungen und Bedrohungen, erklärte der Verein in einer Pressemitteilung. Durch die Verbreitung von Gerüchten und Fake News werde zudem versucht, den "guten Ruf von Personen und Organisation zu schädigen oder gar zu zerstören".

Wer setzt die Gerüchte in die Welt?

Diese Missstände will der LSVD zukünftig sichtbar machen und sammelt in den kommenden Monaten unter der Emailadresse geruechte@lsvd.de diffamierende Behauptungen. Unter Konsultation von Behörden und anderen Projektträgern soll der Frage nachgegangen werden, wer Gerüchte in die Welt setzt, auf welchem Wege sie verbreitet werden, welche Behauptungen rechtlich problematisch sind und welche Möglichkeiten des Schutzes bestehen.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen bei einem Workshop der LADS zum Thema "Hass in digitalen und sozialen Netzwerken: Strategien des Umgangs, Rechtsgrundlagen, Beispiele guter Praxis und Erfahrungsaustausch" eingebracht werden. Zudem plant der Lesben- und Schwulenverband die Veröffentlichung der Ergebnisse bezüglich der eigenen Organisation. (cw/pm)



#1 BuntUndSchoenesEhemaliges Profil
#2 PeerAnonym
  • 01.01.2018, 12:52h
  • Manchmal frage ich mich, ob man wirklich immer jede Behauptung kommentieren und richtigstellen muss.

    Die Spinner, die irgendeinen Blödsinn glauben wollen, glauben das eh, egal was man sagt. Dann adelt man solche Unterstellungen sogar noch mit seiner Beachtung und sie bekommen ihre Bestätigung, dass es uns ärgert.

    Aber diejenigen, die halbwegs intelligent sind, glauben solchen Blödsinn auch nicht.

    Ich weiß noch, wie mir in der Schule immer hinterher gerufen wurde: "Du Schwule Sau", "Ziehst Du auch Frauenkleider an?", etc.

    Anfangs habe ich mich noch immer gerechtfertigt, dass ich nicht trans bin, also keine Frauenkleider trage, dass ich mich nicht gerne auspeitschen lasse, dass ich keine Kacke esse, etc. etc. etc.

    Aber es hörte nicht auf.

    Irgendwann war ich so genervt, dass ich, als jemand mir auf dem Schulhof hinterherbrüllte "Na, heute schon einen Schwanz gelutscht?" einfach so laut wie möglich über den Schulhof gerufen habe "Ja, schon mehr als einen. Eifersüchtig?"

    Der Typ hat einen roten Kopf bekommen und von da an war klar, dass ich mir nichts mehr gefallen lasse. Ich wurde von da an nie mehr gemobbt...

    Ich habe daraus gelernt, dass es auch sinnvoll sein kann, Leute einfach dumm schwätzen zu lassen. Diese Spinner werden sich schon selbst entlarven. Und die wollen nichts mehr, als dass man sich davon getroffen fühlt. Wenn man aber klar macht, dass einem deren Gerede schlicht egal ist, hört das auch schnell auf.
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#3 stromboliProfil
  • 01.01.2018, 13:27hberlin
  • Antwort auf #2 von Peer
  • "Ich habe daraus gelernt, dass es auch sinnvoll sein kann, Leute einfach dumm schwätzen zu lassen."

    Eigentlich habe ich aus deiner erzählung und selbstgemachter erfahrung gelernt, das das mobben erst dann aufhörte, als du dich wehrtest.

    Wichtig , genau dass im kopf zu behalten und an nachwachsende generationen weiter zu geben...

    "Ich habe daraus gelernt, dass es auch sinnvoll sein kann, Leute einfach dumm schwätzen zu lassen. Diese Spinner werden sich schon selbst entlarven. Und die wollen nichts mehr, als dass man sich davon getroffen fühlt. Wenn man aber klar macht, dass einem deren Gerede schlicht egal ist, hört das auch schnell auf."
    Letztertes allerdings relativiert deine eigen gemachte erfahrung.
    Als rat an nächstbetroffene so nicht haltbar.
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#4 PeerAnonym
  • 01.01.2018, 19:13h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • Falsch. (Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt.)

    Man kann so oder so reagieren:

    Wenn man auf die Unterstellungen solcher Spinner eingeht, gibt man ihnen oft viel zu viel Aufmerksamkeit und den Urhebern die Bestätigung, die sie suchen. Damit zeigt man, dass die Vorwürfe einen beschäftigen; und das ist deren Ziel.

    Man kann aber auch deren krude Thesen lächerlich machen, sie ins Gesicht rein auslachen und dann umdrehen und ohne weitere Beachtung gehen. So zeigt man denen, dass deren Wahn einen nicht im geringsten interessiert und noch nicht mal eine kurze Entgegnung wert ist. Und dann noch über deren Wahn lachen - nichts ärgert die mehr.

    Ich sage auch nicht, dass man auf gar nichts reagieren sollte:
    Wenn z.B. wieder mal "Demo für alle", die Hassprediger irgendwelcher Sekten, o.ä. wieder mal einen ihrer Aufmärsche organisieren und dort Lügen verbreiten oder gar hetzen, soll man natürlich präsent sein und die Wahrheit verbreiten.

    ABER:
    Man muss eben nicht auf jeden noch so lächerlichen Vorwurf jedes um Aufmerksamkeit heischenden Spinners reagieren. Im Internet gilt nicht umsonst der Grundsatz "Don't feed the trolls", denn das ist genau die Bestätigung, die solche Soziopathen suchen und wonach sie erst richtig aufdrehen und nicht mehr zu bändigen sind.

    Ein Beispiel:
    Wenn wieder mal so ein durchgeknallter Spinner behauptet, die Gleichstellung von Homo-, Bi- und Transsexuellen wäre für Erdbeben, Wirbelstürme, Überschwemmungen, etc. verantwortlich, ist so eine Aussage eigentlich auch Kommentierung genug. Was soll man auf solche absurden, kranken Phantasien schon entgegnen? Jede Reaktion würde solchem Schwachsinn nur viel zu viel Aufmerksamkeit geben. Und es ist auch völlig unnötig, da jeder klar denkende Mensch ohne weiteren Kommentar die Idiotie darin erkennt. Und wer das nicht erkennt, wird auch die Reaktionen darauf nicht kapieren und nicht kapieren wollen... So einen Schwachsinn sollte man also gar nicht erst durch Reaktion auch noch aufwerten. Don't feed the trolls.

    Wie gesagt:
    Nicht bei allem wegesehen. Aber genau hinsehen, (1.) worauf man überhaupt reagiert und (2.) wie man darauf reagiert. Denn manchmal bringt ein Auslachen und der Beweis, dass das zu dumm ist, überhaupt darauf zu reagieren mehr als alle Erklärungen. Und es trifft die Urheber viel mehr, als wenn man reagiert und ihnen damit zeigt, dass man sich mit ihren wahnhaften Ideen beschäftigt.
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#5 LenaAnonym
  • 02.01.2018, 08:06h
  • Antwort auf #2 von Peer
  • Kann der Umstand, als weißer homosexueller cis-mann einer noch immer diskriminierten gruppe anzugehören, es rechtfertigen, in bornierter weise transfrauen mit transen gleichzusetzen? Wie ignorant muss mann sein, um zu denken und es auch noch zu schreiben, dass trans-sein darin bestünde, sich als mann frauensachen überzustreifen, ohne in wahrheit seine männliche Identität aufzugeben?
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#6 PeerAnonym
  • 02.01.2018, 10:09h
  • Antwort auf #5 von Lena
  • Wer lesen kann, ist klar im Vorteil:
    (und braucht sich dann auch nicht zu empören und anderen Borniertheit zu unterstellen)

    Wo habe ich denn geschrieben, dass Trans zu sein, bedeutet, man zieht sich einen Fummel an, bleibt aber ansonsten Mann? Ich habe nur geschrieben, dass manche Mitschüler mich gefragt haben (wobei das nicht als Frage, sondern als Unterstellung gemeint war), ob ich Frauensachen trage. Und dass ich dann gesagt habe, dass schwul und nicht trans bin.

    Diese Aussage beinhaltet mit keinem Wort irgendeine Wertung über Trans-Menschen und erst recht nicht die Unterstellung, Trans-Menschen wären nur Cross-Dresser, die aber ansonsten ihr Geschlecht behalten.

    Also unterstelle mir auch nicht solche Aussagen.
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#7 TheDadProfil
  • 02.01.2018, 21:29hHannover
  • Antwort auf #5 von Lena
  • ""Wie ignorant muss mann sein, um zu denken und es auch noch zu schreiben,""..

    Wie ignorant muß man eigentlich sein um die Schilderung einer eigenen Erfahrung nicht zu verstehen ?

    "Peer" sagt hier GAR NICHTS aus !

    Er erzählt was ihm passiert ist..
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#8 LenaleinAnonym
  • 03.01.2018, 03:36h
  • Antwort auf #5 von Lena
  • Gottseidank wandere ich nächsten Monat aus, dann muss ich mir so eine gequirlte Scheiße nicht mehr geben.
    Hoffentlich habt ihr irgendwann mal richtige Probleme, dann habt ihr keine Zeit mehr für Haarspaltereien die so unsinnig sind dass es knallt
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