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In eigener Sache

Es ist ernst: Wir brauchen 150 neue Abos zum 15. Geburtstag

Während die LGBTI-Community 2018 vor neuen politischen Herausforderungen steht, droht queer.de die Zahlungsunfähigkeit. Das "Zentralorgan der Homo-Lobby" benötigt eure freiwillige Unterstützung!


Knapp 300 Menschen haben bereits ein aktives queer.de-Abo – wir brauchen jedoch mehr

Als wir vor 15 Jahren queer.de als eigenständiges Portal launchten, haben uns viele keine Zukunft gegeben – die geplatzten Börsenträume von eurogay.de und gayforum.de lagen nur wenige Monate zurück. Doch 2018 gibt es uns immer noch. Und nicht nur das: Mit täglich Zehntausenden Lesern ist queer.de unangefochtener Marktführer der LGBTI-Newsportale, wird als "Zentralorgan der Homo-Lobby" von den Massenmedien wahrgenommen und zitiert.

Viel Selbstausbeutung, unsere journalistische Professionalität ebenso wie das Lernen aus Erfahrung und auch ein wenig Glück haben zum Erfolg von queer.de beigetragen – in einer Zeit, in der die schwulen Kaufmagazine "Front", "Du & Ich" und "Männer" vom Markt verschwanden und regionale Gratisblätter fusionieren mussten. Der Bruno Gmünder Verlag ging gleich zweimal hintereinander in die Pleite.

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Unterfinanziert von Anfang an

Für die Gründung der Queer Communications GmbH hatten wir vor 15 Jahren mit Mühe 12.500 Euro in bar zusammengekratzt, die benötigte Hälfte des Mindeststammkapitals, und den Rest in Sacheinlagen eingebracht. Bis heute rächt sich diese dramatische Unterfinanzierung, die mit dafür verantwortlich ist, dass wir unsere Rechnungen und Honorare leider nicht immer pünktlich bezahlen können.

Erschwerend kommt hinzu, dass wir durch Verluste in mehreren Jahren das Stammkapital nun komplett aufgebraucht haben. Ein Insolvenzgrund ist das nicht – unsere Vermögenswerte übersteigen nach wie vor unsere Verbindlichkeiten. Aber die Dauerebbe auf dem Konto, die allgemein eher schlechte Zahlungsmoral, hohe Zinsen und Mahngebühren erschweren unsere tägliche Arbeit enorm.

Können wir nicht wirtschaften? Wir denken, wir haben rechtzeitig die richtigen Weichen gestellt im schwierigen Markt der Onlinemedien, in dem die Bannerpreise kontinuierlich nach unten purzeln und der meiste Traffic mittlerweile über Smartphones kommt, die viel weniger Werbeplätze anzeigen als der Computer im Büro. Mit dem Relaunch vor einem Jahr haben wir sowohl unsere Reichweite als auch die Umsätze deutlich erhöhen können.

Ein großes Problem für uns ist die Verwertungsgesellschaft (VG) Wort, die nach dem Urheberrechtsgesetz von Herstellern und Importeuren von CD-Brennern, Druckern oder Speichermedien Kopierabgaben einzieht und diese bislang an Autoren und Verlage weiterverteilt hat. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2016 muss dieses Geld komplett an die Autoren fließen. Dank ermöglichter Abtretungen stehen uns für die beiden letzten abgerechneten Jahre zwar dennoch rund 14.000 Euro zu – die Auszahlung hat die VG Wort aber noch immer nicht auf die Reihe bekommen.

Ungeplant war auch die skandalöse Einstweilige Verfügung von Jens Riewa, gegen die wir uns weiterhin wehren (weil wir uns dagegen wehren müssen). Sie hat uns bislang über 3.000 Euro an Gerichts- und Anwaltgebühren gekostet. Wir sind zuversichtlich, den Prozess in der nächsten Instanz zu gewinnen.

Nicht zuletzt fehlt uns durch die Insolvenz der Berliner Bruno Gmünder GmbH – wir haben dort mehrere Bücher veröffentlicht – ein vierstelliger Betrag in der Kasse.

Freiwilliges Bezahlen seit fünf Jahren

Um sicherzustellen, dass queer.de weiterhin kostenfrei aufrufbar bleibt, haben wir bereits vor fünf Jahren das Modell des freiwilligen Bezahlens via Paypal oder Überweisung eingeführt, am 1. April 2013 kamen die Abos per Lastschrift hinzu. Im vergangenen Jahr erreichten uns so Spenden im Gesamtwert von knapp 20.000 Euro. Ohne diesen Betrag, das lässt sich wohl sagen, würde es queer.de nicht mehr geben. Den Unterstützern haben wir und auch alle Leser viel zu verdanken!

Um eine im Falle niedriger Werbeumsätze in den kommenden Wochen drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden, benötigen wir dringend neue Spenden. Unser Ziel sind 150 neue Abos mit einem Jahresbetrag von durchschnittlich 60 Euro. Sie würden sowohl kurzfristig die Liquidität erhöhen als auch in den Folgemonaten für regelmäßige Einnahmen sorgen. Per Lastschrift ziehen wir dabei einen Betrag deiner Wahl (ab 5 Euro) in einem frei wählbaren Intervall von deinem Konto ein. Auch jede Aufstockung eines bestehenden Abos, jede Reaktivierung eines ausgelaufenen Abos und natürlich auch jede Einzelspende helfen. Im Gegenzug haben wir ein kleines Dankeschön programmiert: Allen aktiven Abonnenten bieten wir exklusiv ein werbefreies queer.de ohne Banner und Pop-ups an.

Warum queer.de noch gebraucht wird

Aber brauchen wir queer.de denn nach der Öffnung der Ehe in Deutschland überhaupt noch? Ja, gerade jetzt! Mit der AfD sitzt nun erstmals eine Partei im Bundestag und in den meisten Landtagen, die aktiv Homo- und Transphobie schürt – mit entsprechend viel Geld für Mitarbeiter und Kampagnen. Auch als Reaktion darauf deutet bei der Union, die zentrale Forderungen in der Queerpolitik noch immer blockiert, und selbst Teilen der SPD – siehe die Thesen von Sigmar Gabriel – alles darauf hin, dass LGBTI-Themen in den kommenden Jahren eine noch untergeordnetere Rolle spielen werden.

Wir werden gebraucht, denn bei den meisten Massenmedien gibt es kaum Interesse an der überfälligen Reform des Transsexuellenrechts, an einem Diskriminierungsschutz im Grundgesetz oder an einem Nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie. Queeren Medien und Verbänden stehen zudem mittlerweile viel größere neurechte und religiöse Netzwerke und Publikationen entgegen.

Wir sind hoch motiviert, auch in den kommenden 15 Jahren engagiert für und über die LGBTI-Community zu berichten. Selbst mit einem kleinen Abobetrag kannst du einen entscheidenden Beitrag leisten, dass wir dies weiterhin tun können. Wir wollen uns weiter verbessern, aus unseren Fehlern lernen und noch vielfältiger werden – an Ideen mangelt es nicht. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Übersicht: So kannst du queer.de unterstützen
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#1 Der gute MichelAnonym
  • 02.01.2018, 15:50h
  • Ich hab' gespendet und möchte allen anderen mitteilen, wie einfach das ging. Nur ein paar Klicks, und die Sache war erledigt. Es dauerte keine Minute und hat sogar Spaß gemacht.

    Besonders einfach ist es für PayPal-Anwender; diese tippen einfach den Betrag ein, Username/Passwort dazu, und fertig.

    Kreditkarte oder Lastschrift funktionieren ebenso einfach.

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    Für mich war die Berichterstattung rund um die "Ehe für alle" absolut grandios und ganz sicher das einsame Highlight für 2017 (und weit darüber hinaus). Die Arbeit der Redaktion war großartig.

    Auch sonst fällt mir immer wieder auf, wie gründlich die Hintergründe recherchiert werden. Das ist schon was Besonderes im Web.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 ursus
#3 stromboliProfil
#4 BEARAnonym
  • 02.01.2018, 16:58h
  • Ich kann leider nicht allzu viel geben.
    Aber ich habe ein Abo eingerichtet.

    Mögen möglichst viele folgen.
    Danke für Euere sehr wichtige Arbeit!
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#5 goddamn liberalAnonym
#6 chrisProfil
  • 02.01.2018, 17:26hDortmund
  • Warum macht ihr eigentlich keinen Patreon Account auf (
    www.patreon.com).
    Alle möglichen Leute bekommen so ihr Geld zusammen und es ist wirklich einfach für User zu handhaben. Jeder kann dort aus jedem Teil der Welt Geld beisteuern und queer.de muss sich nicht mal um die Mehrwertsteuersätze in den einzelnen Ländern kümmern. Die Leute können einmalig oder regelmäßig zahlen oder je nach ihren Möglichkeiten die Abos größer oder kleiner wählen.
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#7 LaurentEhemaliges Profil
#8 AFD-WatchAnonym
  • 02.01.2018, 18:38h
  • Antwort auf #7 von Laurent
  • Es stand den anderen vermeintlich nicht "linkslastigen" Medien in den letzten 15 Jahren frei, eine eigene Plattform zu gründen. :-P
    Genauso wie es Politikern aus anderen vemeintlichen nicht "linkslastigen" Lagern in den letzten 40 Jahren frei stand, selber was für unsere Rechte zu tun. :-P
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#9 FOX-NewsAnonym
#10 AFD-WatchAnonym
  • 02.01.2018, 18:49h
  • Antwort auf #9 von FOX-News
  • Extrem links? Echt jetzt? Wusste gar nicht, dass queer.de von Stalinisten betrieben wird. Waren die Schreiber vielleicht noch bei den Chaos-Tagen unterwegs? Vielleichhat das ja was mit dem eigenen Standpunkt zu tun? Wie sah denn die Politik beim Start von queer.de aus? Zur Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft? Nach DER Definition müssten die meisten anderen Medien extrem rechts gewesen sein, da es ganz viele negative Stimmen zur ELP gab und die Community sich stets rechtfertigen musste und jeder Widerspruch gleich als "linksextrem" abgetan wurde.
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