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Grazer Tuntenball

Künstler Tom Lohner ist die "Hete des Jahres"

Der Österreicher, der unter anderem für Fatboy Slim, die Smashing Pumpkins und Ellie Goulding gearbeitet hatte, erhält dieses Jahr die "Goldene Panthera".


Tom Lohner wird im Februar beim Tuntenball den "Goldenen Panthera" entgegennehmen (Bild: privat)

Der österreichische Grafikdesigner und Künstler Tom Lohner wird dieses Jahr vom Grazer Tuntenball mit der "Goldenen Panthera" ausgezeichnet. Das gaben die Organisatoren am Freitag bekannt. Der Preis wird 2018 zum vierten Mal vergeben und zeichnet Menschen aus, die "herausragende Courage für die Homo-, Bi- und Trans- und Inter-Community gezeigt haben".

Im vergangenen Jahr war ein irakischer Flüchtling ausgezeichnet worden, der nach einer anstrengenden Flucht durch halb Europa in Österreich erstmals offen zu seiner Homosexualität stehen konnte (queer.de berichtete).

Für die Auszeichnung dieses Jahr wollten die Organisatoren des Tuntenballs ausdrücklich einen Heterosexuellen ehren, der sich für die LGBTI-Community engagiert. In einem Aufruf vom November 2017 schrieben sie: "Wir suchen die Hete des Jahres".

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"Jede Art von Unterschied ist ihm völlig gleichgültig"

Unter zahlreichen berührenden Nominierungen befand sich auch jene von Georg Kroneis, der seinen Vetter Tom Lohner nominierte – mit folgenden Worten: "Tom ist jemand, der nicht nur mir, sondern allen Menschen völlig offen gegenübersteht. Jede Art von Unterschied ist ihm völlig gleichgültig. Er macht das ganz selbstverständlich, lebt diese Art zu sein. Jemanden zu treffen, bei dem man sich gar nicht erst outen muss, weil man spürt, dass das völlig irrelevant ist – das ist eine eigenständige Qualität, die mir optimal erscheint."

Lohner ist ein 1982 in der Steiermark geborene Grafikdesinger. Zu seinen Klienten bzw. Kunden zählen viele internationale Stars wie Maroon 5 oder die Smashing Pumpkins und Konzerne wie Hard Rock Cafe oder Almdudler.

Die Tuntenball-Organisatoren erklärten, dass Menschen wie Lohner "für uns und alle Mitglieder der LGBTQ-Community von besonderer Bedeutung" seien, da sie als Vorbild dienten. "Denn auch sonst sollte es selbstverständlich sein, dass jedeR die Person lieben darf, die er nun mal liebt und dass es gar keiner weiteren Erklärung bedarf. Tom Lohner ist ein Mensch, der unserer Gesellschaft vorlebt, dass Akzeptanz gegenüber allen gelten muss."

Lohner freute sich über die Auszeichnung: "Ich war überrascht, weil mir mein Cousin Georg gar nichts über die Nominierung erzählt hat, und dann auch noch gewonnen zu haben, ist natürlich unglaublich", erklärte der 35-Jährige. "Liebe ist für mich und so viele andere Kunstschaffende eine ständige Quelle der Inspiration. Dass diese schönste Sache – egal in welcher Erscheinungsform – bestehen darf, ist etwas, woran wir alle mit unserer Akzeptanz einen Beitrag leisten können."

Der Preis soll am 24. Februar beim Tuntenball in Österreichs zweitgrößter Stadt vergeben werden. Eintrittskarten für die Veranstaltung sind unter www.tuntenball.at/tickets erhältlich. (dk/pm)



#1 GeorgFalkenhagenProfil
  • 08.01.2018, 16:31hBremen
  • Komisch, dass hier keine(r) dem Hetero-Preisträger zu gratulieren wagt. Woran das wohl liegt ...
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#2 michael008
  • 08.01.2018, 16:50h
  • Antwort auf #1 von GeorgFalkenhagen
  • Hast Recht.
    Habe den Artikel gerade zum ersten Mal gelesen.
    Ich möchte Tom gratulieren.
    Denn in der Tat. Ohne unsere tollen Verbündeten aus der Heterowelt wäre unser Kampf um Gleichberechtigung nicht zu gewinnen. Und unser, zumindest mein, Leben wäre um vieles ärmer.
    Meine Heterofreunde ( Männer wohlgemerkt ) waren es, die mein Coming Out stark erleichtert haben.
    Danke auch einmal dafür.
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