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Zukünftiger Dschungelstar

Deutscher "Playboy" erstmals mit Trans-Model auf Titelseite

Eine gute Woche vor ihrem Einzug in den RTL-Dschungel lässt das Model Giuliana Farfalla schon mal im "Playboy" alle Hüllen fallen.


Vor ihrem Flug nach Australien zeigt Model Giuliana Farfalla bereits, warum sie zur Dschungelkönigin gewählt werden soll (Bild: Playboy Deutschland)

In der am 11. Januar erscheinenden deutschen Ausgabe des "Playboys" ist mit Giuliana Farfalla erstmals eine transsexuelle Frau abgebildet. Das kündigte das Männermagazin am Dienstag an.

Die 21-Jährige wurde vergangenes Jahr als eine der ersten beiden Trans-Kandidatinnen in der Castingshow "Germany's Next Topmodel" bekannt (queer.de berichtete). In Heidi Klums ProSieben-Show verpasste die 21-Jährige knapp den Einzug in die Modelvilla und belegte am Ende Rang elf.

Auf der Titelseite des Männermagazins heißt es zu Farfalla: "Einen Dschungelstar wie sie gab es noch nie" – damit wird auf ihre Teilnahme bei der RTL-Show "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" angespielt. Die "Bild"-Zeitung hatte bereits Mitte Dezember angekündigt, dass Farfalla ab dem 19. Januar im RTL-Dschungel zu sehen sein wird (queer.de berichtete). Wie in den Staffeln zuvor bestätigte der Sender RTL die Teilnehmerliste zunächst nicht.

RTL begrüßt Farfalla mit Kalauern

Die Bestätigung der Teilnahme durch den Kölner Privatsender erfolgte erst am Dienstagmorgen, parallel zur Ankündigung, dass Farfalla im "Playboy" erscheinen werde. Auf seiner Website kündigte RTL die erste bestätigte Kandidatin mit den Worten an: "Wenig Stoff und viel Haut: So kennen wir Giuliana Farfalla." Außerdem wurde gekalauert, dass sich Farfalla "für den Dschungel auch schon auf Vordermann gebracht" habe.

RTL verriet zudem Details zu ihrer Geschlechtsanpassung: "Die Brust und die Genitalien sind schon operiert. Dann durfte der Chirurg auch noch am letzten 'männlichen Merkmal' Hand anlegen. Ihre Nase wurde auch neu gestaltet."

Im Heteromännermagazin "Playboy" tauchten Trans-Models bisher noch relativ selten auf. Die US-Ausgabe erwählte erstmals im vergangenen November mit Ines Rau eine Transsexuelle zum "Playmate des Monats" (queer.de berichtete). Das erste Mal in der über 60-jährigen Geschichte des Magazins wurde 1981 ein Trans-Model gezeigt: Damals veröffentlichte die amerikanische Ausgabe Fotos von Carolin Cossey, die im James-Bond-Film "In tödlicher Mission" erst eine kleine Nebenrolle gespielt hatte – bei der Veröffentlichung wurde ihre Geschlechtsidentität allerdings noch nicht erwähnt. Erst eine Boulevardzeitung outete die Britin mit "professioneller Empörung" ("Playboy") und der Schlagzeile "Bond-Girl war ein Junge!" (dk)



#1 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#2 MelVixenAnonym
  • 09.01.2018, 13:38h
  • Wenn sie auch noch was im Kopf hat und RTL kein Drama oder eine Zirkusnummer daraus macht könnte es auch nur halb so peinlich werden.

    Leider schwapt ja grade die Anti-trans Welle durch die Welt inklusive derer die jetzt laut fordern das T vom LGB zu trennen - da mact mir es schon Angst das die Dame nur in lächerliche gezogen und sie auf ihr trans*sein reduziert wird. Wir brauchen unbedingt mehr positive beispiele in der Öffentlichkeit.

    Am besten wäre es ja wenn RTL den Teilnehmern garnicht sagt was los ist so das Frau Farfalla sich zur ggf. selbst outen kann wenn sofern sie denn will.
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#3 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 09.01.2018, 14:19h
  • Ich finde es fragwürdig, wenn man sich bei einer fast nackten Frau die Frage stellt, ob sie denn was im Kopf hätte.
    Das fragen sich Schwule bei nackten Männern nicht.
    Vielleicht ist dieses Titelfoto genau richtig, um der Gesellschaft deutlich zu machen, dass Trans* nichts abartiges oder fremdes ist, sondern dass eine Trans*Frau genauso hübsch und körperlich natürlich aussehen kann wie Hetero-Frauen. Ich finde das sehr mutig von dieser Frau.

    Und es ist eher abwertend, wenn die Intelligenz hier zur Sprache gebracht wird.
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#4 PflaumensturzAnonym
  • 09.01.2018, 15:36h
  • Super, endlich hecheln auch Transsexuelle den gleichen gesellschaftlichen Zielen (Model/Star/Pornostar/Z-Promi....werden) nach und senden dabei die gleichen Signale an das Volk aus, nämlich dass letztlich nur die Hülle zählt und eine "richtige" Frau nichts geiler findet als barbusig auf dem Playboy-Cover zu sein.
    Armselig, aber gut, man möchte das so.
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#5 ursus
  • 09.01.2018, 15:44h
  • irgendwie bin ich immer noch nicht davon überzeugt, dass es wirklich so viel mit emanzipation zu tun hat, sich (hetero-)sexistischen blickperspektiven, narrativen und verwertungen unterwerfen zu dürfen, wie erfolgreich auch immer.
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#6 MelVixenAnonym
  • 09.01.2018, 15:59h
  • Antwort auf #3 von BuntesUSchoenes
  • *seufz* Wenn es abwertend rüberkommt dann unabsichtlich. Und ja ich hätte gern auch so einnen schönen Körper.

    Das problem ist hier das Dschungelcamp, RTL und BILD. Ich habe Angst das Trans* Menschen ins Lächerliche gezogen werden, das wir nur weil die Dame in diesem Format, das die primitivsten Instinkte anspricht und fast ein Jahrzehnt für skandale sorgt, auftritt nur noch mehr Repressalien erfahren.

    Die Frau steht jetzt dauerhaft vor einem Milionenpublilum und viele trans werden sich rechtfertigen müssen wenn sie irgendeinen Bock schießt den die teils braune Zuschauer- und Leserschaft dann kräftig ausschlachten kann.
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#7 TraumzerstörerinAnonym
  • 09.01.2018, 16:01h
  • Antwort auf #2 von MelVixen
  • Leider schwapt ja grade die Anti-trans Welle durch die Welt inklusive derer die jetzt laut fordern das T vom LGB zu trennen "

    Vielleicht wäre das für feminine Trausfrauen auch das Beste, denn in der Queeren Szene werden wir ja für unser Verhalten und Aussehen diskriminiert, aufgefordert Rabatz gegen Heterosexuelle und Cismenschen zu machen und gegen uns selbst zu arbeiten. Sollen unser Verhalten unterdrücken, um einem modernen entfeminisierten Frauenbild zu folgen was uns nur schadet und das viele garnicht wollen.

    Nein danke! Ich kann auf eure Unterstützung/Belästigung/Vereinnahmung gut verzichten.
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#8 KakrusAnonym
  • 09.01.2018, 17:13h
  • Ich glaube Frau Farfalla weis genau worauf sie sich einlässt und Sie wird auf jeden Fall positiv das Dchungelcamp bestehen. Die einzigen die versuchen werden ein negatives Bild von Frau Farfalla dar zu stellen sobald diese sich nur den kleinsten Patzer erlaubt sind die beiden Moderatoren.
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#9 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 09.01.2018, 18:58h
  • Antwort auf #6 von MelVixen
  • Diese Angst kann ich dir nehmen: die gesamte LSBTTIQ wird bei manchen Heteros in der Gesellschaft leider als lächerlich angesehen. Daran hab ich mich längst gewöhnt, wenn es auch nicht schön und nicht in Ordnung ist. Selbst ein Hetero-Mensch kann andere Hetero-Menschen lächerlich machen. Davor gibt es leider keinen Schutz.
    Und es war die Entscheidung dieser Trans*Frau, daran teilzunehmen, also ist es ihre eigene Verantwortung.

    Ich würde da an deiner Stelle locker bleiben. Wer etwas zu lästern haben möchte, wird immer was finden, auch wenn sie sich vorbildlich zeigen wird.
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#10 MichaelTh
  • 09.01.2018, 20:55h
  • Frau Farfalla ist ne Frau, inzwischen auch körperlich. Da sie sich schon immer als Frau gefühlt hat, hat sie nun nur den letzten konsequenten Schritt getan. Das finde ich gut. Und sie steht auf Männer, ist also heterosexuell. Somit ist sie für mich als Schwulen rein aus dieser Sicht völlig uninteressant. Kenne Sie bislang nur aus der Presse, vielleicht interessiert sie mich nach ein paar Tagen im Dschungelcamp mehr, wenn mir ihre Persönlichkeit zusagt. Bin schon von einigen im Camp positiv überrascht worden... Ich warte mit meinem Urteil erst mal ab.
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