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Keine Rückkehr von Carrie und Co.

Sarah Jessica Parker: Kein "Sex and the City 3"

Die Hauptdarstellerin der Kultserie beendet Spekulationen um eine Neuauflage im Kino.


2010 standen Kim Cattrall, Sarah Jessica Parker, Cynthia Nixon und Kristin Davis das letzte Mal gemeinsam vor der Kamera: "Sex and the City 2" galt jedoch sowohl unter Kritikern als auch unter Fans als ungewöhnlich schlechter Film (Bild: New Line Cinema)
  • 9. Januar 2018, 15:12h, noch kein Kommentar

Sarah Jessica Parker ("Carrie") hatte sich lange dafür engagiert, einen neuen "Sex and the City"-Kinofilm an den Start zu bringen. Doch daraus wird nun nichts, wie die 52-jährige Schauspielerin am Sonntag gegenüber der Reporterin Nancy O'Dell von "Entertainment Today" erklärte.

O'Dell fragte die Schauspielerin auf dem Roten Teppich vor der "Golden Globes"-Preisverleihung, ob es "irgendeine Chance" auf eine Fortsetzung der Serie gebe. Parker stammelte zunächst: "Ich meine, nicht so weit ich mir es vorstellen kann. Aber vielleicht…" Dann fasste sie sich ein Herz und erklärte: "Ich denke, nein. Nein! Ich kämpfe noch damit, weil es ein wenig traurig ist, aber ich denke, wir müssen das nüchtern betrachten." Sie sei dankbar für die Erfahrungen, die sie mit der Serie gesammelt habe, und für die Zeit, die sie mit den anderen drei Schauspielerinnen verbracht hatte.

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Spekulationen über Neuauflage

In den letzten Jahren gab es immer wieder Spekulationen über einen dritten Kinofilm. Vor gut einem Jahr berichetete etwa die gewöhnlich gut informierte Klatsch-Website "Radar Online", dass die vier Hauptdarstellerinnen bereits einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet hätten (queer.de berichtete). Das wurde kurze Zeit später dementiert.

Zudem gab es immer wieder Berichte über Auseinandersetzungen unter den Schauspielerinnen. Kim Cattrall ("Samantha") kritisierte vor drei Monaten, dass Parker am Set "hätte netter sein können". Die 61-Jährige erklärte, sie werde bei einer möglichen Neuauflage nicht dabei sein. Zudem kündigte die bisexuelle Schauspielerin Cynthia Nixon ("Miranda") an, sich 2018 möglicherweise um den Gouverneursposten im Bundesstaat New York zu bewerben – es wäre unmöglich, ihre Schauspielkarriere parallel fortzusetzen (queer.de berichtete).

"Sex and the City" war vom schwulen TV-Produzenten Darren Star ("Melrose Place", "Beverly Hills, 90210") entwickelt worden und lief von 1998 bis 2004 im amerikanischen Fernsehen. Die Serie galt als wegweisend, da bislang die weibliche Sexualität über 30-Jähriger noch nie in einer US-Serie so offen dargestellt wurde – auch viele queere Geschichten wurden erzählt. Da die Serie auf dem Pay-TV-Sender HBO lief, waren die Macher auch nicht an Restriktionen der frei empfangbaren Fernsehsender in Bezug auf Sexualität oder Kraftausdrücke gebunden. Nach 94 Episoden folgten 2008 und 2010 zwei Kinofilme. Insbesondere der zweite Teil erhielt jedoch niederschmetternde Kritiken. 

Bereits 2013 versuchte der frei empfangbare amerikanische TV-Sender The CW, die "Sex and the City"-Reihe mit einem Prequel wiederzubeleben: Die Serie "The Carrie Diaries" verfolgte das Leben von Carrie als Highschool-Schülerin in den Achtzigerjahren, Hauptdarstellerin war Nachwuchsstar AnnaSophia Robb. Nach einer Staffel und 26 Folgen wurde die Reihe aber wegen schlechter Quoten eingestellt. Im deutschen Fernsehen war das Prequel nie zu sehen. (dk)