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Katholische Kirche

Erster katholischer Bischof für Segnung homosexueller Paare

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, der auch stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, fordert eine Debatte über die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Beziehungen.


Franz-Josef Hermann Bode ist seit 1995 Bischof des Bistums Osnabrück. Im September 2017 wurde er zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt (Bild: Bistum Osnabrück)

Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Franz-Josef Bode, regt in der katholischen Kirche eine neue Diskussion über die Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen an. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) sagte der Osnabrücker Bischof: "Ich meine, wir müssen in der Kirche ausführlicher darüber diskutieren. Schweigen und Tabuisieren führt nicht weiter und verunsichert."

Bode sagte weiter: "Man kann zum Beispiel über eine Segnung nachdenken – die nicht zu verwechseln ist mit einer Trauung." Auch wenn sich die Ehe für alle vom Eheverständnis der Kirche unterscheide, sei sie nun politische Realität. "Wir müssen uns daher fragen, wie wir denjenigen begegnen, die diese Verbindung eingehen, und die sich ja zum Teil auch in der Kirche engagieren. Wie begleiten wir sie pastoral und liturgisch? Wie werden wir ihnen gerecht?"

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Auch bei Homo-Paaren "viel Positives, Gutes und Richtiges"

Bode gab zu bedenken, dass homosexuelle Beziehungen in der Kirche oft zuerst als schwere Sünde eingeordnet würden. "Wir müssen darüber nachdenken, wie wir eine Beziehung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen differenziert bewerten", sagte Bode. "Ist da nicht so viel Positives, Gutes und Richtiges, dass wir dem gerechter werden müssen?"

Die katholische Laienorganisation "Wir sind Kirche" sprach sich in der NOZ für eine Segnung aus. "Wenn Autos und wer weiß noch alles gesegnet werden, darf die Kirche gleichgeschlechtlichen Paaren den Segen nicht verweigern", sagte Sprecher Christian Weisner. "Ich denke, dass es zum Glück auch Priester gibt, die gleichgeschlechtliche Paare zumindest im kleinen Kreis und ohne mediale Aufmerksamkeit segnen. Und das ist gut so."

Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche forderte die katholischen Bischöfe zu einer wertschätzenden theologischen Debatte über die Segnung lesbischer und schwuler Paare im Gottesdienst auf. Der Sprecher der Arbeitsgruppe, Markus Gutfleisch, sagte der NOZ: "Die deutschsprachigen Bischöfe der letzten Familiensynode haben 2015 Homosexuelle um Entschuldigung für harte und unbarmherzige Haltungen der Kirche gebeten. Dieser Entschuldigung müssen jetzt Taten folgen". (ots/cw)



#1 sanscapote
  • 10.01.2018, 07:05h
  • Wozu dieser Seitenwechsel?
    Jedoch, Segnung ist keine Anerkennung homosexueller Paare.
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#2 Gerlinde24Profil
  • 10.01.2018, 07:16hBerlin
  • Diese "Debatte" würde auf folgendes Statement hinauslaufen: Eine Wischiwaschierklärung, dass man Homosexuelle nicht diskriminieren soll, und das "Angebot" einer "Segnung", die jedoch in keinster Weise der heterosexueller Paare gleich kommt.
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#3 Gerlinde24Profil
#4 goddamn liberalAnonym
  • 10.01.2018, 07:32h
  • Antwort auf #2 von Gerlinde24
  • ja, ja:

    ABER: Wir reden hier hier von der katholischen Kirche!

    Da ist das eine Revolution, die Herrn Bode unter Ratzinger den Kopf gekostet hätte.

    In seinem (und Wojtylas) Volkswartbund-Sprech der 40er Jahre ginge es hier um die Segnung der 'Legalisierung des Bösen'.

    Kuby u. Co. werden schäumen und rotieren!
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#5 Markusbln11Anonym
  • 10.01.2018, 08:19h
  • Antwort auf #4 von goddamn liberal
  • Du hast recht, das kann für die katholische Kirche, eine Revolution anstossen. Die Segnung von Schwulen und Lesben hat in der katholischen Kirche im übrigen viele Anhänger.

    Vor der Angst, des Amtes enthoben zu werden, haben bisher alle segnungswilligen Bischöfe mit ihrer Meinung hinterm Berg gehalten.

    Das homophobe Netzwerk um das niederbayerische, CSU-rechtsaussen Gewächs, Joseph Aloisius Ratzinger, ist der Hauptgrund.

    Wünschen wir uns eine in Zukunft freie Diskussion in der Deutschen Bischofskonferenz mit einer Segnungszeremonie als Ergebnis und - als Schmankerl - den Besuch des Berliner Bischofs zum CSD-Gottesdienst 2018.
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#6 Sven100Anonym
  • 10.01.2018, 08:58h
  • Bischof Bode war immer schon liberal und weltoffen, auch gegenüber Schwulen und Lesben, weswegen er von Steinzeitkatholiken immer mal wieder angegriffen wurde.
    Seine jetzige Forderung sollte man uneingeschränkt unterstützen und nicht sofort Maximalforderung stellen. Schritt für Schritt!
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#7 TheDadProfil
  • 10.01.2018, 09:17hHannover
  • Antwort auf #4 von goddamn liberal
  • ""Da ist das eine Revolution, die Herrn Bode unter Ratzinger den Kopf gekostet hätte.""..

    Man beachte hier..
    Der "Bischof" fordert hier NUR eine Debatte..

    Im Vertrauen auf bereits festgelegte Ergebnisse wird dann eine Debatte geführt werden, und das wahrscheinlich nicht einmal mehr in diesem Jahr, deren Entscheidung gegen eine Gleich-Behandlung von LGBTTIQ*-Paaren dann in einer aufwendig verschwurbelten Ablehnung ausdrücken wird..

    So kann man dann aber wenigstens den Eindruck erwecken, man habe sich ja "ausführlich" damit befasst bevor man sich "schweren Herzens" dagegen entscheiden mußte, weil sich in der Bibel nichts fände mit dem man die gleiche Behandlung unterschiedlicher Paare hätte begründen können..

    Aber ein Gutes hat die Sache dann doch noch, wenigstens für diesen Herrn Bode, denn dafür wird ihn Herr Bergoglio noch in diesem Jahr zum "Kardinal" krönen..
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#8 goddamn liberalAnonym
  • 10.01.2018, 09:26h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • "Aber ein Gutes hat die Sache dann doch noch, wenigstens für diesen Herrn Bode, denn dafür wird ihn Herr Bergoglio noch in diesem Jahr zum "Kardinal" krönen.."

    Ich bin kein 'Vatikanologe', kann das also nicht beurteilen.

    Ich möchte auch nicht in einer kath. Kirche gesegnet werden.

    Entscheidend sind für mich die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen.

    Das könnte eine Entwicklung anstoßen, die jedem zeigt, wo Kuby, Beverfoerde u. Co. mit ihrer fanatischen Homophobie wirklich stehen:

    Nicht im konservativen Lager, sondern rechts von der Verfassungsordnung.

    Und das ist gerade hier und heute nicht unwichtig.
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#9 Patroklos
#10 KetzerAnonym
  • 10.01.2018, 09:57h
  • Aha. Es gibt also "zum Glück" Priester, die in aller Heimlichkeit eine Formel murmeln, mit der sie auch Autos besprechen.

    Na wenn das schon Euer Glück ist, liebe Katholen, ist Euere bigotte Welt doch bestens in Ordnung.
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