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Neu bei OehmsClassics

Die schwulste Oper jetzt auf CD

Vor einem Jahr löste die Premiere von "Edward II." an der Deutschen Oper Berlin heftige Diskussionen aus – nun ist ein Mittschnitt der Komposition von Andrea Lorenzo Scartazzini als Doppelalbum erschienen.


Schwule Küsse in der Deutschen Oper: König Edward (Michael Nagy, re.) und sein Liebhaber Piers de Gaveston (Ladislav Elgr) (Bild: Monika Rittershaus)

Die Uraufführung der Auftragskomposition "Edward II." von Andrea Lorenzo Scartazzini führte im Februar 2017 an der Deutschen Oper Berlin zu einem der größten Opernskandale der letzten Jahre. Kritiker und Publikum zeigten sich angesichts von Handlung und Regie zutiefst polarisiert.

Die Oper entfachte nicht nur eine Debatte über den Umgang mit Homosexualität auf der Bühne, sondern auch über den Umgang damit im Kulturfeuilleton. Auslöser war ein Verriss von Christine Lemke-Matwey in der Wochenzeitung "Die Zeit", die der Präsident des Deutschen Bühnenvereins Ulrich Khuon in einer Pressemitteilung als homophob verurteilte (queer.de berichtete). In einer Gegenrede auf queer.de warf Johannes Kram Khuon daraufhin selbst homophobe Argumentationsmuster vor.

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Einhelliges Lob für die Besetzung


Die Doppel-CD ist bei OehmsClassics erschienen

Nur bei einem Punkt war man sich über "Edward II." weitgehend einig: Die Besetzung der Uraufführung war exzellent. Von Dirigent Thomas Søndergård angefangen bis zur Besetzung mit Michael Nagy, Agneta Eichenholz und Ladislav Elgr gab es überwiegend Lob. Jetzt ist ein Mittschnitt der Premiere bei OehmsClassics als Doppel-CD erschienen. Reinhören in das Album kann man auf amazon.de.

"Natürlich steht bei der Wahl eines Stoffes über einen schwulen König und dessen tragische Geschichte der Aspekt der Homosexualität im Vordergrund und dementsprechend auch die Frage, ob ein solches Thema angesichts der Gleichstellungsbestrebungen in Mitteleuropa überhaupt noch aktuell sei", erklärte Andrea Lorenzo Scartazzini zu seinem Werk. "Edward II." sei nicht die erste schwule Oper und werde auch nicht die letzte sein, so der Komponist. "Aber die allermeisten Beziehungsdramen in Literatur und Oper kreisen seit jeher um die klassische heterosexuelle Konstellation. Nun auch vermehrt Geschichten von gleichgeschlechtlicher Liebe zu erzählen, muss deshalb nicht einer tagespolitischen Aktualität geschuldet sein. Es ist vielmehr ein Zeichen einer wachsenden gesellschaftlichen Vielfalt, die auch in der Kunst ihren Niederschlag findet." (cw/pm)



#1 MatainaAnonym
  • 16.01.2018, 11:18h
  • Uuh - ich erinnere mich noch mit Grauen an dieses Stück. Ich will es jetzt nicht schlecht machen - denn Musik ist bekanntlich eine Geschmacksache. Aber für mich war das komplett vergeudete Lebenszeit und einmal mehr eine Bestätigung dafür, dass ich nicht öfter als als alle 10 Jahre mal in die Oper gehe. War einfach nicht meine Musik. Ich mag Harmonie und Melodie - das hier war mir einfach zu modern.
    Aber immerhin konnte ich mal meinen orangenen Anzug ausführen, den ich mir grade hab maßschneidern lassen. Hatte also doch noch sein Gutes.
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