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Saarland

Früherer SPDqueer-Landeschef muss Geldstrafe zahlen

Edgar Spengler-Staub hatte vor einem halben Jahr sein Amt als Chef der Schwulen und Lesben in der SPD des Saarlands nach dem Beginn eines Ermittlungsverfahrens gegen seine Person niedergelegt.


Zur CSD-Saison im Juli 2017 war die Welt für Edgar Spengler-Staub noch in Ordnung: Auf dem Bild ist er mit Bundesfamilienministerin Katarina Barley (re.) in Saarbrücken zu sehen (Bild: SPDqueer Saar / facebook)

Ein Verfahren gegen den ehemaligen saarländischen SPDqueer-Chef Edgar Spengler-Staub wurde gegen Zahlung von 5.000 Euro eingestellt. Das berichtete die "Saarbrücker Zeitung". Dem 50-Jährigen, der als Landeschef der queeren Sozialdemokraten auch im SPD-Landesvorstand gesessen hatte, war Urkundenfälschung und Titelmissbrauch vorgeworfen worden. Laut Staatsanwaltschaft habe er die Fälschungen eingeräumt und "sich insgesamt reuig" gezeigt.

Spengler-Staub war im August 2017 völlig überraschend als SPDqueer-Vorsitzender im kleinsten deutschen Flächenland zurückgetreten – angeblich aus "gesundheitlichen Gründen" (queer.de berichtete).

Gleichzeitig wurde aber bekannt, dass dem Sozialdemokraten vorgeworfen worden war, sich einst mit einer falschen kirchlichen Lehrerlaubnis bei seinem bisherigen Arbeitgeber, der Saarland Heilstätten GmbH (SHG), beworben und ein Diplom der Universität Münster gefälscht zu haben. Der größte Klinikträger des Saarlands hatte sich in einer Blitzaktion per Aufhebungsvertrag von dem Politiker getrennt.

Der Fall schlägt im Saarland noch weitere Kreise, weil die SHG auch die beiden Whistleblowerinnen, die den Urkundenschwindel aufgedeckt hatten, fristlos gefeuert hatte (siehe SR-Bericht). Der Grund: Sie hätten unberechtigterweise Personalakten von Spengler-Staub eingesehen und weitergeleitet. Die Klage der beiden Frauen gegen ihre Kündigung läuft derzeit noch.

Totalfälschungen

Bei den betroffenen Dokumenten habe es sich laut aktuellen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft um "Totalfälschungen" gehandelt. Laut den unechten Urkunden hatte der 50-Jährige den Titel Diplom-Theologe inne und durfte die Bezeichnung Altenpfleger führen. Auch eine Urkunde des Erzbistums Köln, laut der Spengler-Staub katholischen Religionsunterricht erteilen durfte, sei gefälscht gewesen. (cw)



#1 Gerechtigkeit WHOAnonym
  • 18.01.2018, 18:37h
  • Es ist schade, dass er sich mit ein paar Tausend Euro von diesem Betrug freikaufen kann, während die beiden Damen, die für Gerechtigkeit sorgten sich weiterhin einem Spießrutenlauf stellen müssen. Es ist wirklich unglaublich, dass dieser Betrug unbestraft bleibt, hat er doch immerhin als Lehrperson in der Ausbildung fungiert ohne wirklich die Grundlagen zu besitzen.
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