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Kinostart

Filmisches Denkmal für Schwulenikone Grace Jones

Regisseurin Sophie Fiennes hat die extravagante Diva über mehrere Jahre mit der Kamera begleitet – ihre Doku "Grace Jones: Bloodlight and Bami" läuft ab Donnerstag eine Woche im Kino.


Als androgyner Disco-Tomboy wurde Grace Jones in den Achtzigerjahren zur Pop- und Schwulenikone (Bild: Ascot Elite Entertainment)

Grace Jones ist einer der letzten Paradiesvögel, die die Bühnen der Welt bevölkern. Auch mit fast 70 Jahren ist sie keinesfalls von gestern, sondern nach wie vor ein vor Energie sprühender Star.

Regisseurin Sophie Fiennes hat die extravagante Diva über mehrere Jahre immer wieder mit der Kamera begleitet. Sie hat ihre spektakuläre Bühnenshow gefilmt, aber auch Privates wie Familienbesuche in Jamaika, wo Jones ihre Wurzeln hat.

Doch in ihrer Dokumentation "Grace Jones: Bloodlight and Bam", die vom 24. bis 31. Januar nur eine Woche im Kino läuft, arbeitet sie keine Biografie auf. Ohne Zeitzeugen und Archivmaterial entsteht das ganz gegenwärtige Bild einer faszinierenden Künstlerin.

Extravagante Kleidung und ausgefallene Auftritte


Poster zum Film: "Grace Jones: Bloodlight and Bami" läuft vom 24. bis 31. Januar 2018 im Kino und erscheint am 9. März auf Blu-ray und DVD sowie als Video-on-Demand

Grace Jones ist bekannt für ihre extravagante Kleidung und ausgefallenen Auftritte. Ihr gestyltes, androgynes und betont unterkühltes Image ist bedeutender Bestandteil der Bühnenperson. Durch ihr Spiel mit den Geschlechterrollen wurde sie im Umfeld des Studio 54 zu einem Idol der Gay Community. In der ersten Hälfte der Achtzigerjahre wurde sie mit der "One Man Show" zur Stilikone.

Tom Moulton spricht sie daraufhin an, es doch einmal mit Gesang zu versuchen. Mit ihm zusammen nimmt Grace "Portfolio" auf, das stark vom damaligen Disco-Sound geprägt ist. Zwei weitere Alben ("Fame", "Muse") erscheinen 1978 und 1979, bringen die Diva aber nicht entscheidend voran. Erst als sie sich die Dienste ihrer Landsleute Sly & Robbie sichert, geht es auch kommerziell steil bergauf, insbesondere mit dem Meisterwerk "Nightclubbing" von 1981.

Nach dem etwas enttäuschenden "Living My Life" legt Jones erst einmal eine Pause vom Musikgeschäft ein und widmet sich der Schauspielerei. An der Seite von Arnold Schwarzenegger tritt sie in "Conan der Barbar" auf und spielt das Bond-Girl Mayday in "Im Angesicht Des Todes". Die Rollen legen sie auf stereotype Charakter fest, die nur das Image transportieren, das sie bis dato ohnehin pflegt.

Mit "Slave To The Rhythm" zum Weltstar

Deshalb wendet sie sich von Hollywood ab und tut sich mit Starproduzent Trevor Horn (Yes, Frankie Goes To Hollywood, Tom Jones, Paul McCartney, Pet Shop Boys, Rod Stewart, Tina Turner) zusammen, der ihr "Slave To The Rhythm" auf den Leib schneidert. Mit dem gleichnamigen Titelsong stanzt sie ihren Namen für alle Ewigkeiten ins Buch der Musikgeschichte. Das Album toppt alle ihre vorhergehenden Erfolge und macht Grace Jones zum international geachteten Superstar mit millionenfach verkauften Platten.

Mit dem 1989 erscheinenden "Bulletproof Heart" scheint die Zeit für Grace Jones dann vorbei zu sein. Doch Ende 2006 kommen ihre Fans bei Live-Darbietungen in den Genuss von neuem Material. Unter der Mithilfe ihrer alten Kumpels Sly & Robbie sowie u.a. Brian Eno und Tricky nimmt sie ein neues Album auf, das 2008 unter dem Namen "Hurricane" erscheint.

Auf einmal ist Grace wieder im Rampenlicht und man fragt sich unwillkürlich, wie man all die Jahre ohne ihre starke Präsenz hat auskommen können. Sie bleibt eben eine Marke für sich. (cw/pm)

Direktlink | Offizieller deutscher Trailer zum Film

Infos zum Film

Grace Jones: Bloodlight and Bami. Dokumentarfilm. USA 2017. Regie: Sophie Fiennes. Laufzeit: 120 Minuten. Sprache: englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. FSK 0. Verleih: Ascot Elite Entertainment. Nur eine Woche exklusiv im Kino vom 24. bis 31. Januar 2018


#1 ursus
  • 23.01.2018, 15:28h
  • "hurricane" dudelt bei mir gerade wieder regelmäßig. ich hatte mir das album sofort gekauft, nachdem ich das video zu "corporate cannibal" gesehen hatte: immer noch ein musikalisch, poetisch und visuell herausragendes werk. und eines, das man in dieser form wohl ausschließlich mit grace jones umsetzen konnte. ich kann mir jedenfalls niemanden vorstellen, der sie da ersetzen könnte.

    www.youtube.com/watch?v=Cc61C-VsTko
  • Antworten » | Direktlink »
#2 antosProfil
#3 Baby Jane HudsonAnonym
  • 23.01.2018, 22:53h
  • Neben Björk ist Grace Jones ein der genialsten Künstlerinnen unserer Zeit. Top-Doku
  • Antworten » | Direktlink »
#4 antosProfil