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Vorauswahl der Academy

"Call Me By Your Name" für vier Oscars nominiert

Der Spielfilm von Luca Guadagnino hat unter anderem Aussichten in den Kategorien "bester Film" und "bester Schauspieler".


Der amerikanische Nachwuchsschauspieler Timothée Chalamet (l.) hat eine Nominierung als bester Hauptdarsteller erhalten (Bild: Sony Pictures Classics)

Der schwule Coming-of-Age-Film "Call Me By Your Name", der von der Liebesbeziehung eines 17-Jährigen mit einem 24-Jährigen im Italien der Achtzigerjahre handelt, ist für vier Oscars nominiert worden. Der Film ist damit die große LGBTI-Hoffnung bei der 90. Verleihung des Filmpreises, der am 4. März bei einer live im Fernsehen übertragenen Gala verliehen wird.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences gab am Dienstag alle Nominierungen bekannt. Am erfolgreichsten war der Fantasyfilm "Shape of Water – Das Flüstern des Wassers" des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro, der es auf 13 Nominierungen brachte. In diesem Film, der im Amerika der Sechzigerjahre spielt, ist der Nachbar der Hauptfigur Elisa schwul – er wird von Richard Jenkins dargestellt.

An zweiter Stelle mit acht Nominierungen liegt die schwarze britisch-amerikanische Komödie "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri". Den dritten Platz mit je vier Nominierungen teilen sich die Tragikomödie "Lady Bird", der Horrorfilm "Get Out" und "Call Me By Your Name".

"Call Me By Your Name" ist einer von neun Filmen, die eine Nominierung als bester Film erhalten haben. Außerdem gab es eine Nominierung für den 22-jährigen Schauspieler Timothée Chalamet als bester Hauptdarsteller und Nominierungen für das beste adaptierte Drehbuch und den besten Originalsong ("Mystery of Love" von Sufjan Stevens).

Direktlink | Der Song "Mystery of Love" hat Chancen auf einen Oscar

Bereits im Dezember 2017 war "Call Me By Your Name" für drei Golden Globes nominiert worden. Am Ende konnte der Film aber keinen einzigen Preis gewinnen. Die amerikanisch-französisch-italienisch-brasilianische Koproduktion hat auch noch Chancen auf weitere Filmpreise: So hat sie unter anderem mehrere Nominierungen für den britischen Oscar, den BAFTA-Award, und die amerikanischen Independent Spirit Awards erhalten. In Deutschland und Österreich wird der Film erst wenige Tage vor der Oscar-Gala zu sehen sein: Derzeit ist ein Kinostart am 1. März vorgesehen.

Direktlink | Amerikanischer Trailer von "Call Me By Your Name"

Hoffnungen auf einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film darf sich derweil "Eine fantastische Frau – Una mujer fantástica" des chilenischen Regisseurs Sebastián Lelio machen – der Film über eine transsexuelle Kellnerin, die nach dem plötzlichen Tod ihres älteren Freundes um ihr Recht auf Trauer kämpfen muss, hatte im letzten Frühjahr den Teddy gewonnen und lief im Herbst auch in deutschen Kinos (queer.de berichtete).

Direktlink | Der deutsche Trailer von "Eine fantastische Frau"

Für den Netflix-Film "Mudbound" wurden zudem zwei lesbische Frauen nominiert: Rachel Morrison für beste Kamera – als erste Frau überhaupt. Und Dee Rees, die bei dem Film auch Regie führte, für das beste adaptierte Drehbuch. (dk)



#1 EisenhowerProfil
  • 24.01.2018, 14:31hMarseille
  • Ich drücke die Daumen für «Call Me by Your Name» und insbesondere für Timothée Chalamet, der eine exzellente schauspielerische Leistung präsentiert hat. Auch die Filmmusik von Sufjan Stevens hätte einen Academy Award verdient.
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