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"Schwuler" Teletubby

Tinky-Winky-Darsteller ist tot

Er hatte den Teletubby mit der Handtasche dargestellt, der von Homo-Hasser Jerry Falwell als schwul geoutet wurde. Die BBC bestätigte jetzt, dass der Mann hinter der Maske gestorben ist.


Tinky Winky (rechts) soll Kleinkindern laut amerikanischen Homo-Hassern den "homosexuellen Lebensstil" näher bringen (Bild: BBC)

Simon Shelton Barnes, der britische Darsteller der Teletubby-Figur Tinky Winky, ist tot. Der aus Bedfordshire stammende Künstler ist nach Angaben des Senders BBC, der die Kinderserie produziert hatte, bereits vergangene Woche im Alter von nur 52 Jahren gestorben. Barnes war Vater dreier Kinder und gelernter Balletttänzer und Choreograf, bevor er in sein lila Kostüm schlüpfte. "Unsere Gedanken sind mit seiner Familie und seinen Freunden", so die offizielle Twitterseite der Serie.

Twitter / TeletubbiesHQ

Barnes' Nichte, die 28-jährige Schauspielerin Emily Atack ("The Inbetweeners"), schrieb bereits am Wochenende in sozialen Netzwerken vom Tod ihres Onkels. Sie bezeichnete ihn als "herzlichsten und talentiertesten Mann", dem man habe begegnen wollen.

Die "Teletubbies" gelten als erfolgreichste BBC-Produktion aller Zeiten. Die Serie für Vorschulkinder mit den quietschenden Figuren – neben Tinky Winky hüpften zwischen 1997 und 2001 auch Dipsy, Laa-Laa und Poo über Kunstrasen – wurde in über 120 Ländern ausgestrahlt. Sie erntete auch viel Kritik, weil sie für nüchterne Erwachsene nur schwer auszuhalten ist und auch von vielen Pädagogen als nicht geeignet bezeichnet wurde.

Tinky Winky 1999 geoutet

Kritik kam aber von der religiösen Rechten der USA, die in den "Teletubbies" die "homosexuelle Agenda" vermutete: 1999 outete der evangelikale Starprediger Jerry Falwell, einer der einflussreichsten republikanischen Lobbyisten der Achtziger- und Neunzigerjahre, Tinky Winky allen ernstes als schwul. "Er ist lila, das ist die 'Gay Pride'-Farbe. Und seine Antenne ist zu einem Dreieck gebogen, das ist das 'Gay Pride'-Symbol", erklärte damals der 2007 verstorbene Gründer der Lobbygruppe "Moral Majority" und der LGBTI-feindlichen "Liberty University" (queer.de berichtete).


Dank Homo-Hasser Jerry Falwell wurde Tinky Winky in der Schwulenszene zur Kultfigur (Bild: Liberty University / wikipedia)

Falwell behauptete weiter, Tinky Winky trage "wie schwule Männer" eine Handtasche mit sich herum (laut BBC handelt es sich aber um ein "Zaubertäschchen"). Ferner würden Kinder durch die Serie verwirrt, weil diese die Grenzen der Geschlechter verwische.

Das Outing schlug weltweit in den Medien ein – teils als ernsthafte Warnung an Eltern, meist jedoch als putzige Kuriosität aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In der amerikanischen Schwulenszene wurden die "Teletubbies" daraufhin zur Kultserie, die gerne und oft in Strip- oder Dragshows parodiert wurde. (dk)

Direktlink | Für Kinder und Kiffer ist diese Sendung seit Jahren ein Highlight, alle andere haben so ihre Probleme damit



#1 Homonklin44Profil
  • 24.01.2018, 15:35hTauroa Point
  • Auch wenn ich zu Jenen gehöre, für die diese Show bei Besuchen der kleinen Cousine schwer erträglich war, R.i.P.

    ""Falwell behauptete weiter, Tinky Winky trage "wie schwule Männer" eine Handtasche mit sich herum""

    Der soll sich noch mal wagen, meinen Rucksack so zu beleidigen! Dann setzt's symbolisch a Graitzwatschn an die Oblatenschublade, Herr Knilch von Scheinheiligen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Crikkie
  • 24.01.2018, 16:54h
  • "'Er ist lila, das ist die 'Gay Pride'-Farbe. Und seine Antenne ist zu einem Dreieck gebogen, das ist das 'Gay Pride'-Symbol'"

    Lila ist die (eine) Gay-Pride-Farbe? Meines Wissens ist Lila eher die Farbe des Klerus -als Symbolfarbe für Passion, Advent, Leiden und Verzicht. Und das Dreieck ist doch ein Symbol für die Dreifaltigkeit, hm...?
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#3 Patroklos