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Berlin Abgeordnete der FDP haben im Wahlkampf der "Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit" (WASG) eine homophobe Attacke unterstellt. In einem mittlerweile entfernten "Lied" auf der Homepage der Partei fanden sich die Zeilen: "der Westerwelle schaut sich nur noch Männer an / und die Merkel will eh keiner ham". Dies sei "eine auf die FDP gemünzte schwulenfeindliche Passage", so FDP-Generalsekretär Dirk Niebel und der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch in einem Brief an die WASG und den PDS-Vorsitzenden Lothar Bisky. Es widerspreche der Fairness im beginnenden Wahlkampf, "wenn solche Tiefschläge ausgeteilt werden und man sich anschliessend klammheimlich aus dem Ring schleicht", kommentiert die FDP die Entfernung des Songs, was nach einem Artikel in "Der Zeit" über rechtspopulistische Tendenzen in der WASG geschehen sei. Der Wahlsong belege erneut, "dass die Lafontaine-Partei gezielt Ressentiments gegen Minderheiten zum Stimmenfang nutzt." Statt mit politischen Argumenten werde die Auseinandersetzung mit der FDP auf der persönlichen Ebene gesucht, so Niebel und Kauch. Heterosexuelle Politiker würden wegen ihrer Politik angegriffen, "der FDP-Vorsitzende sollte dagegen persönlich diffamiert werden. Das offenbart, wes Geistes Kind die Wahlkämpfer dieser Partei sind."
Am Nachmittag kritisierte auch der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) die Zeile aus dem Lied "Deutschland Boogie" als "unerträglich". "Mit schwulen- und frauenfeindlichen Angriffen wird darin versucht, Politik zu machen. Damit knüpft die WASG an die unsägliche Tradition an, den politi­schen Gegner mittels sexueller Denunziation zu demontieren", so LSVD-Sprecher Philipp Braun. "Derartige Angriffe offenbaren - wie die Ausfälle des WASG-Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine zu Folter und 'Fremdarbeitern' - ein gestörtes Verhältnis zu Freiheits- und Bürgerrechten." (nb)



23 Kommentare

#1 MatteoAnonym
#2 queeryAnonym
  • 30.06.2005, 16:28h
  • ich würde mal sagen, das den herrendamen von fdp & co der arsch ein wenig auf grundeis geht!

    ich wähle trotzdem als pds-mitglied die pds/wasg!!
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#3 hannovertigerAnonym
  • 30.06.2005, 16:30h
  • Die FDP soll mal schön ihre Füße still halten !!!

    Ich bin gespannt, ob die FDP nach einem möglichen Regierungsbeteiligung nach der möglichen Neuwahl die Situation von Schwulen und Lesben auch wirklich verbessert. Das Antidiskriminierungsgesetz wollen sie ja scheinbar nicht.

    Die FDP wird sich innerhalb der Community sehr stark an ihren suggerierten Versprechungen an die gay-community messen lassen müssen.

    Wenn man in der Opposition ist, kann man so viele Gesetzesvorlagen einbringen, wie man will, da genau klar ist, dass sie keine Mehrheit finden.

    Ich finde es interessant, ob und in welcher Form die FDP bei einer Riegierungsbeteiligung wieder ihre "alten" Initiativen starten wird.

    Ich tippe mal daruf, dass sie es nicht tun!
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#4 ManniAnonym
  • 30.06.2005, 16:41h
  • Nun, auch an solchen Äußerungen kann man erkennen, dass es in der tollen toleranten Ultra-Links-Partei "WASG" wohl wie überall sehr konservativ denkende Köpfe gibt. Egal, ob das jetzt die FDP oder sonstwer veröffentlicht.
    Jeder, der diese Partei wählt, sollte sich darüber im klaren sein, dass seine Stimme ganz einfach der CDU/FDP zum Wahlsieg verhilft.
    Und wie das dann mit den Schwulen/Lesben-Rechten weitergeht - da freue ich mich jetzt schon drauf.
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#5 rudolfAnonym
  • 30.06.2005, 16:42h
  • Auch wenn ich kein FDP- oder gar CDU-Wähler bin. Homophobe oder auch sexistische Angriffe gegen Westerwelle oder Merkel sind schlicht und einfach unfair.

    Homophobie von 'Links' ist genauso inakzeptabel wie die Homophobie aus rechtsradikalen oder religiös-fundamentalist. Kreisen. Es gibt schließlich auch einen oft als Antizionismus
    getarnten Antisemitismus pseudo-linker Politiker. Lafontaine ist da z. B. ebenfalls nicht ganz 'koscher'...
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#6 der ossiAnonym
  • 30.06.2005, 17:09h
  • klarstellung hier: wer pdswasg wählt schenkt seine stimme keinesfalls der rechtspartei cdufdp.

    ich bin seit jeher pds-mitglied. ich wähle immer die pds. auch diesesmal wieder.

    vielleicht sollte mal jemand etwas über merkels vergangenheit in der fdj/sed berichten, dann dürfte es wohl abwärts gehen mit dieser partei.

    man braucht sich ja nur mal den ständigen gesichtsausdruck und die frisur von der tussi anzugucken. sowas wie die soll dann kanzlerin werden? na danke auch
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#7 KlausAnonym
  • 30.06.2005, 17:23h
  • Nunja, das Lied ist vor allem einfach nicht witzig. Großartig diskriminierend find ich das nun aber auch nicht. Hoffe aber, dass wir demnächst nicht auch noch Westerwelle verteidigen müssen...
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#8 garten-freundAnonym
  • 30.06.2005, 18:42h
  • @ ossi: wenn du PDS wählst, wirst du nie in die verlegenheit kommen, einen kanzler zu stellen, von daher brauchst du dir auch keine gedanken über das aussehen von kanzlerkandidatInnen anderer parteien zu machen.
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#9 YibahAnonym
  • 30.06.2005, 20:06h
  • Die FDP ist doch selbst Hom-Feindlich. Wer Spiegel, Welt und FAZ genau liest, der versteht, warum Kinkel, Gerhardt und Co. die Westerwelle an die "kurze Leine" nehmen und warum die Föhnwelle nicht Außenminister werden kann.

    Dagegen kenne ich jede Menge offene Schwule unter den von der SPD aus- und in die WASG eingetretenen.
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#10 InsiderAnonym
  • 30.06.2005, 20:12h
  • Einige Pro PDS-Statements und Contra FDP-Aussagen sind an Dämlichkeit nicht zu überbieten!
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