Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?30537

#MeToo

Weitere Vorwürfe gegen Pornostar Topher DiMaggio

Nachdem letzte Woche ein Pornokollege Topher DiMaggio schwer belastet hatte, sind nun auch zwei weitere Männer mit ähnlichen Geschichten an die Öffentlichkeit gegangen.


Die Vorwürfe gegen den Pornostar Topher DiMaggio, der seit 2007 unter anderem für die Labels NakedSword, Cocksure und Cockyboys gearbeitet hat, mehren sich (Bild: Twitter / NakedSword)

Drei Männer werfen den amerikanischen Schwulenpornostar Topher DiMaggio vor, sie vergewaltigt zu haben. Nachdem DiMaggios Darstellerkollege Tegan Zayne seinen Kollegen vergangene Woche als erster eines sexuellen Übergriffs bezichtigt hatte, haben nun zwei weitere Männer, die nicht in der Pornoindustrie tätig sind, DiMaggio anonym in Interviews belastet.

Dem Nachrichtenblog der schwulen Datingseite "The Hornet" erzählte "Dan", wie DiMaggio ihn angeblich im Jahr 2016 nach einer Party vergewaltigt habe. Er sei nackt auf dem Bauch liegend aufgewacht, als DiMaggio "versucht hat, mit mir Sex zu haben". Er habe DiMaggio unter Schock gebeten aufzuhören, dieser habe sich aber geweigert: "Ich sagte: 'Hör auf, nein, das tut weh', und er erwiderte: 'Mach dir keine Sorgen!'" Auch nach mehrmaligem Bitten habe DiMaggio nicht von ihm abgelassen.

Nach dem Vorfall sei "Dan" sofort ins Krankenhaus und habe vier Wochen lang Tabletten gegen eine HIV-Infektion eingenommen (Postexpositionsprophylaxe). Aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen des Pornostars sei er nicht zu Polizei gegangen.

Vergewaltigung im Badezimmer

Ein weiterer Mann erzählte dem Pornoportal "Str8UpGayPorn", das queer.de aus Jugenschutzgründen nicht verlinken kann, von einem ähnlichen Vorfall. Der 33-jährige "Bryan" erklärte, von DiMaggio vergangenes Jahr vergewaltigt worden zu sein. Er habe den Pornostar in einer Disco kennengelernt und sei dann mit ihm und Freunden zum Haus eines Bekannten gegangen. Als die beiden alleine im Badezimmer waren, sei DiMaggio gewalttätig geworden und habe etwa den Kopf seines Opfers brutal gegen die Wand gedrückt. Seine Lippe sei verletzt worden, so dass er Blut im Mund geschmeckt habe. Unterdessen sei DiMaggio mit seinem Penis in sein Opfer eingedrungen.

"Bryan" erzählte weiter, er habe seinen Freunden und seiner Mutter von dem Übergriff erzählt. Wie "Dan" sei er aber aus Angst nicht zur Polizei gegangen. Er habe sich auch auf HIV checken lassen und ein negatives Resultat erhalten.

Vergangene Woche hatte DiMaggio die Vergewaltigungsvorwürfe seines Kollege Tegan Zayne in einem Interview scharf zurückgewiesen. Am Donnerstag bekräftigte DiMagio mit einem inzwischen gelöschten Tweet seine Unschuld. Der beschuldigte Pornostar schrieb unter anderem: "Ich weise alle Unterstellungen zurück. Diese schrecklichen Anschuldigungen haben mich bis auf die Knochen schockiert."


Pornostar Tegan Zayne hatte als erster über angebliche Übergriffe von Topher DiMaggio berichtet (Bild: Raging Stallion)

Wenige Stunden später stellten Blogger fest, dass große Teile dieses Tweets kopiert worden waren: Der Originaltext stammt vom Musikproduzenten Russell Simmons, der im Dezember in der "New York Times" Vergewaltigungsanschuldigungen von mehreren Frauen zurückgewiesen hatte. Bislang hat DiMaggio noch nicht auf die neuen Vorwürfe reagiert. (cw)



#1 Sukram712Anonym
  • 29.01.2018, 14:24h
  • Der muss ja tatsächlich "bis auf die Knochen schockiert sein", wenn er sogar seinen Dementi aus nem andern Tweet kopiert. Als würde sowas nicht schnell auffallen.

    Ein Grund mehr, der dafür spricht, dass da jemand eindeutig mit dem falschen Körperteil denkt. ...
    Beides gleichzeitig kann offenbar nicht mit genug Blut versorgt werden. :D
  • Antworten » | Direktlink »
#2 seb1983
  • 29.01.2018, 17:00h
  • Verfallen die Opfer eigentlich in Duldungsstarre??

    Wenn der das mit mir versuchen würde dann könnte er ein paar Wochen lang keine Filmchen mehr drehen...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 BuntesUSchoenesProfil
  • 29.01.2018, 17:18hS
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • Jetzt hast du also endlich verstanden, dass die #metoo Debatte keine feministische Show ist, sondern Menschen betrifft, die das erlitten haben.
    Wow, vielleicht sich einfach gleich informieren, anstatt erstmal weibliche Opfer lächerlich zu machen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 queergayProfil
  • 29.01.2018, 23:08hNürnberg
  • Hardcore-Porno-Darsteller fühlen sich sexuell bedroht und mißbraucht. Mir kommt all das eher wie ein bizarres Ammenmärchen vor.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 herve64Profil
  • 30.01.2018, 08:11hMünchen
  • Und tags darauf drehen sie dann freiwillig Fickszenen mit ihrem Vergewaltiger. Ja nee: ist klar!

    Entweder handelt es sich bei diesen "Opfern" um Heteros, die für Geld alles machen und auf diesem Wege noch ein Zubrot bzw. ihre Gage damit noch in die Höhe zu treiben suchen oder um hoffnungslose Idioten.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 schwarzerkater
  • 30.01.2018, 09:09h
  • "Aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen des Pornostars sei er nicht zu Polizei gegangen." - ist topher dimaggio mitglied einer mafia, oder wie soll man sich das bedrohungsszenario bitte vorstellen?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TröteAnonym
  • 30.01.2018, 12:52h
  • Offtopic: Warum könnt ihr das Portal nicht verlinken? Ihr seid doch eine private Seite, da dürft ihr doch selbst entscheiden, was für Inhalte ihr zeigt, solange ihr entsprechende Hinweise hinschreibt.
  • Antworten » | Direktlink »
  • Anm. d. Red.: Jugendschutz.
#8 ursus
  • 30.01.2018, 13:02h
  • Antwort auf #4 von queergay
  • "Hardcore-Porno-Darsteller fühlen sich sexuell bedroht und mißbraucht. Mir kommt all das eher wie ein bizarres Ammenmärchen vor."

    können porno-darsteller etwa nicht belästigt und missbraucht werden? soll das heißen, dass man das recht auf sexuelle selbstbestimmung aufgibt, wenn man mit sex geld verdient? ich hoffe sehr, ich verstehe dich da falsch.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 JujulienAnonym
  • 30.01.2018, 13:39h
  • Vergeltungmaßnahmen? Lächerlich. Besonders die Anonymität der beiden lässt kritisch denkende Menschen aufhorchen.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 AnselmAnonym
  • 30.01.2018, 18:46h
  • Antwort auf #9 von Jujulien
  • Wie groß ist die Scharm von Leuten, die beim Daten überfallen wurden? Da werden etliche Leute in eine Falle gelockt, bis einer den Mut hat zur Polizei zu gehen. Nicht jeder hat den Mut sich nach einer solchen Geschichte namentlich in die Öffenlichkeit zu stellen.

    Beim Porno-Dreh wird vorher alles genau abgesprochen und festgelegt. Schließlich richtet sich danach auch die Gage. Das ist noch lange kein Freibrief für weiteren Sex. Ein Pornodarsteller muss nicht immer bereit sein. Auch eine Prostituierte kann vergewaltigt werden, in dem sie zu Praktiken gezwungen wird, die sie freiwillig niemals zu lassen würde.
  • Antworten » | Direktlink »