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CDU auf AfD/DfA-Kurs

Konrad-Adenauer-Stiftung lädt zur Anti-Gender-Tagung

Mit Papst-Zitaten und Rednern aus dem Umfeld der "Demo für alle" will die CDU-Parteistiftung am Samstag in Mainz ergründen, warum "die Gender-Ideologie" gegen das "christliche Menschenbild" verstößt.


Bereits die Einladung zu der Veranstaltung liest sich, als sei sie von AfD oder "Demo für alle" (DfA) verfasst worden

"Wissen Sie, was die Gender-Ideologie will und wie sie unsere Gesellschaft verändert?" Zur Beantwortung dieser Fragen lädt die Konrad-Adenauer-Stiftung zu einem "Politischen Salon" am 3. Februar in Mainz – bereits der Titel "Gender, Instrument der Umerziehung? Ziele, Kosten, Wirkung" lässt kein Forum der Aufklärung erwarten.

Die "Gender-Theorie" gehe davon aus, dass jeder sein "soziales Geschlecht" bestimmen könne: "Wer heute Mann ist, kann sich morgen als Frau definieren", beklagt sich Karl-Heinz B. van Lier, Leiter des Landesbüros der CDU-Stiftung, bereits im Einladungsflyer (PDF). Es handle sich um "eine auf Selbstoptimierung ausgerichtete Ideologie, die in ihrer verkürzten Logik die Familie negiert [und] mit dem christlichen Menschenbild nichts zu tun hat".

Unter dem Begriff "Gender-Ideologie" haben neurechte und christlich-fundamentalistische Kreise in den letzten Jahren eine umfassende Verschwörungstheorie entwickelt, die unterschiedliche Themen samt ihren unterschiedlichen Akteuren unter ein gemeinsam zu bekämpfendes Schlagwort stellt: Von der Emanzipation und Gleichstellung von Frauen über die Rechte von Homo- und Transsexuellen bis zu Schulaufklärung über LGBTI sowie Sexualpädagogik, Gender Studies und queere Kultur und Philosophie wird alles unter "Gender" zusammengefasst.

Karl-Heinz B. van Lier betont hingegen, der frühere SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder habe "die als Gender-Mainstream bezeichnete Ideologie als Staatsziel zur Gleichstellung von Frauen und Männern beschlossen" und Papst Franziskus diese Ideologie als "Feind der Ehe" bezeichnet. Ohne sich von den Zitaten zu distanzieren, schreibt die Stiftung weiter: "'Es gibt heute einen Weltkrieg, um die Ehe zu zerstören', sagte er. Die Ehe werde nicht 'mit Waffen zerstört', sondern 'man zerstört sie mit Ideen.'"

Auch der umstrittene, frauen-, homo- und transfeindliche Evolutionsbiologie Prof. Ulrich Kutschera wird in dem Flyer zustimmend mit einer Aussage über Gender Studies zitiert: "Solche Lehren sind eine Schande für den Wissenschaftsstandort Deutschland."

Von der "Demo für alle" zur Adenauer-Stiftung

Was sich wie eine Einladung zu einem Kongress der "Demo für alle" liest, ist auch teilweise einer: So soll die "Philosophin, Sprach- und Politikwissenschaftlerin" Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz sprechen, die bereits vor zwei Jahren beim ersten "wissenschaftlichen" Symposium der "Demo für alle" in Stuttgart einen Vortrag hielt (queer.de berichtete).

Gerl-Falkovitz, die nach etlichen religösen Lehrstühlen in Deutschland inzwischen an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz bei Wien tätig ist, sitzt im "wissenschaftlichen Beirat" des "Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft" (DIJG), das unter Christl Ruth Vonholdt gegen die LGBT-Emanzipation ankämpft und für die "Heilung" Homosexueller wirbt. "Zu modischer Breite angewachsen ist heute ein ideologisch unterfüttertes Ausweichen vor dem anderen Geschlecht", beklagt Gerl-Falkovitz auf der Institutswebseite. "Männer flüchten sich zu Männern, Frauen zu Frauen. Homoerotik vermeidet jeweils die Zwei-Einheit aus Gegensatz, sie wünscht Zwei-Einheit aus Gleichem." Damit verweigere sich die Moderne der "Genesis-Vision", obwohl das "Einlassen auf das fremde Geschlecht eine göttliche Spannung" und "die Lebendigkeit des Andersseins" ausdrücke.


Mann und Frau seien das "Bauprinzip des Universums", das "Schlüssel-Schloss-Modell", meinte Gerl-Falkovitz in Stuttgart. Und das habe seine Grenzen: "Zwei Schlüssel schließen nichts auf und zwei Schlösser öffnen sich auch nicht gegenseitig."

"Zum Glück verschieden: Mann und Frau. Für ein neues Selbstbewusstsein anstelle von Gender", heißt ihr Vortrag in Mainz. Über "Gender Mainstreaming – Was hat das mit Pädagogik zu tun?" soll Josef Kraus referieren, bis letztes Jahr Chef des Deutschen Lehrerverbands. Als socher agitierte er öffentlich, etwa im CSU-Organ "Bayernkurier" oder in der "Jungen Freiheit", gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg als "Gesinnungslehrplan" (queer.de berichtete).

Kraus ist gerne gesehener Redner beim erzkonservativen Forum Deutscher Katholiken. Auf der Webseite des "Demo für alle"- und Opus-Dei-nahen Aktivisten Jürgen Liminski schrieb er im letzten Jahr unter anderem, er stehe hinter einem (für Homo-Hasser erstellten und in Anti-Gender-Kreisen wild verbreiteten) Rechtsgutachten, wonach es verfassungswidrig sei, im Unterricht "Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität als gleichwertige Ausdrucksformen von Sexualität" darzustellen. Auch queere Schulaufklärungsteams seien verfassungswidrig, "wenn damit das Ziel der Vermittlung von Akzeptanz nicht-heterosexueller Verhaltensweisen verfolgt wird".

Parteiübergreifender Kampf gegen "Gender-Sprache"

Auf dem gleichen Kongress der "Demo für alle" wie Gerl-Falkovitz sprach auch der Autor und Gymnasiallehrer Dr. phil. Tomas Kubelik: Sein Thema in Mainz lautet "Kritik an der feministischen Sprache – Ein Vergleich mit Frankreich" (während der Tagung in Mainz wird an Kubelik – von einem Verein mit Josef Kraus als Kuratoriumsmitglied – der "Deutsche Schulbuchpreis" verliehen, der auch schon an Bücher mit kreationistischen Ideen oder 2001 an die Mutter aller Anti-LGBTI-Aktivistinnen, Christa Meves, ging). In Stuttgart beklagte er eine "Verhunzung" der Sprache und eine "großartig alimentierte hässliche Fratze der feministischen Bewegung"


Kubelik forderte in Stuttgart eine "Freiheit des Formulierens (…) und des Denkens", gegen "das Feministendeutsch". Schließlich gebe es doch "keine strukturelle Benachteiligung von Frauen in dieser Gesellschaft" mehr

Das Interesse der Union an diesem Gender-Unterthema könnte sich damit erklären, dass die AfD derzeit in mehreren Landtagen Anträge diskutieren lässt, eine gender-gerechte Sprache in allen staatlichen Bereichen komplett abzuschaffen, von Gender-Stern über Binnen-I bis hin zu Doppelungen wie "Bürgerinnen und Bürger". Stattdessen solle immer das Maskulinum verwendet werden – und das auch dort, wo die Entscheidung zur Nutzung von Alternativen freiwillig-autonom geschieht wie in Hochschulen oder sinnvoll bis notwendig erscheint wie etwa in Gleichstellungsabteilungen von Verwaltungen (PDFs der Entwürfe: Saarland, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen). Der (schwule und extrem rechte) Bremer AfD-Abgeordnete Alexander Tassis sprach dazu von der "Schande" der "belästigenden Ausdrucksformen des Gender Mainstreaming", die der "deutsche Bürger (…) ertragen" müsse – der Gedanke, dass hier nicht nur die Sprache, sondern die damit ausgedrückte Vielfalt angegriffen werden soll, erscheint nicht abwegig.

Die CDU scheint dennoch hellhörig geworden zu sein: Die rheinland-pfälzische Landeschefin Julia Klöckner hatte erst letzte Woche polemisiert: "Rot-grüne Feministinnen kämpfen heute für gendergerechte Sprache, aber sie schweigen, wenn es um die Rolle der Frau in arabisch-patriarchalischen Familien in Deutschland geht". Sie übernahm damit praktisch einen "Gedanken" aus einer Rede des AfD-Abgeordneten Martin Reichardt eine Woche zuvor im Bundestag.

CDU: Homophobie nur bei Migranten

"Gender ist gegen die Familie gerichtet" könnte auch der Titel einer AfD-Rede sei – so ist hingegen in Mainz ein Vortrag der familienpolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Simone Huth-Haage, betitelt. Im letzten Oktober meinte sie im Landtag, in der Union gebe es unterschiedliche Ansichten, ob auch homosexuelle Paare heiraten dürfen sollten: "Es gibt gute Gründe für beide Seiten."


Simone Huth-Haage, hier in einem Video zum Wahlkampf 2011, ist seit 2001 Abgeordnete des Mainzer Landtags

"Die Schärfe und der Wille, all jene aus der gesellschaftlichen Diskussion auszuschließen, die den Ehebegriff von Haus aus mit einer heterosexuellen Partnerschaft verbinden, haben unserer Diskussionskultur in Deutschland nachhaltig geschadet", beklagte die Abgeordnete. "Vielen wurde kurzerhand Homophobie unterstellt, um Wortbeiträge auszugrenzen und sich nicht weiter mit den Argumenten auseinanderzusetzen." Trotz der jahrelangen gesellschaftlichen Debatte kritisierte die Politikerin eine "überhastete" Verabschiedung des Eheöffnungs-Gesetzes, die verfassungsrechtliche Bedenken ignoriere und kaum eine Diskussion über das damit verbundene Adoptionsrecht geboten habe. Der Ausschluss vieler Paare, etwa älterer, von der Adoption solle dabei doch "alle denkbaren Widerstände und Unregelmäßigkeiten für die Kinder vermeiden".

In bester AfD-Manier warnte Huth-Haage zugleich davor, dass "insbesondere unter Migranten islamischer Herkunft nicht selten Homosexualität an sich geleugnet und mit Gewalt bedroht" werde. "Für die Zukunft bin ich gespannt, ob diejenigen, die sich heute so euphorisch zeigen, angesichts der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, sich auch so vehement für Homosexuelle einsetzen, wenn unsere zunehmend vielfältige Gesellschaft Homosexualität erneut in Frage stellt."

"Gender" als zu bekämpfendes Virus

Die von der Union laut Huth-Haage auf "einem hohen Niveau und mit großem Respekt" geführte Debatte zur Ehe für alle sah allerdings auch so aus, dass Karl-Heinz B. van Lier, der die Mainzer Tagung mit einem Einführungsvortrag beginnt, 2015 vor einer "staatlichen Umerziehung der Gesellschaft" warnte: "Die Veränderung der traditionellen Familie als überholtes Lebensmodell ist das erklärte Ziel beinahe aller Parteien".

Familien erhielten von der Politik nicht den grundgesetzlichen Schutz, sondern würden "entsprechend anderer Lebensentwürfe den Ideen des staatlich verordneten Gender-Mainstreams, des Feminismus bzw. der Gleichstellung" angeglichen, so van Lier. "Dabei ist Gender als ein Virus zu begreifen, welches die Vitalität der Gesellschaft angreift" und keine Familie kenne. Das kooptierte Vorstandsmitglied der CDU-Rheinland-Pfalz forderte Widerstand: "Großdemonstrationen in Madrid, Paris und Rom zur 'Verteidigung der Familie' sind ein ermutigendes Beispiel."


Aus der Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Laut Webseite ist die Veranstaltung inzwischen ausgebucht

Ungefähr zeitlich zum Aufkommen und Wachsen der "Demo für alle", die sich diese Demonstrationen zum Vorbild nahm und anfänglich dabei von der CDU in Baden-Württemberg unterstützt wurde, erschienen diese Zeilen van Liers in einer Ausgabe des Magazins "Kirche Heute", die auch die homofeindliche "Salzburger Erklärung" mehrerer Geistlicher gegen die "zerstörerische" Gender-Ideologie enthielt. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun betonte in einem Magazin-Grußwort, die "Gender-Ideologie" sei dämonisch und ein "Kampf der Feinde Gottes gegen die Familien" wie im Kommunismus und im NS-Staat.


 Update  16.25h: Gegenprotest geplant

Das Schwulenreferat Mainz hat für Samstag zu einer "Demo gegen salonfähigen Rechtsextremismus" aufgerufen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung habe Referenten eingeladen, die "bekannt für ihre rechtskonservativen Tendenzen" seien. "Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, dass rechtsextremistisches Gedankengut in Mainz nicht salonfähig gemacht werden darf!", so die Veranstalter, die darum bitten, den Termin bei Facebook zu teilen – dort sollen auch Ort und Uhrzeit der Veranstaltung folgen.

Jörg Litwinschuh, geschäftsführender Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, betonte am Donnerstag derweil auf Facebook zum queer.de-Bericht: "Wir schreiben der Konrad-Adenauer-Stiftung und bieten für die Zukunft die Zusammenarbeit mit echten Expert_innen an."


 Update  18.30h: Stiftung reagiert

Auf Twitter schrieb die Konrad-Adenauer-Stiftung (Bund) am Freitag auf Kritik, dass die Veranstaltung "nur einen Teil des Themas" beleuchte und man sich im Herbst mit einer Veranstaltung "Was leistet Gender" auch "der anderen Seite" widmen werde.

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#1 AFD-WatchAnonym
  • 31.01.2018, 20:15h
  • ""Die Schärfe und der Wille, all jene aus der gesellschaftlichen Diskussion auszuschließen, die den Ehebegriff von Haus aus mit einer heterosexuellen Partnerschaft verbinden, haben unserer Diskussionskultur in Deutschland nachhaltig geschadet", beklagte die Abgeordnete. "

    Welche Diskussionskultur? Das, was jahrelang aus der CDU/CSU an bösen Worten kam?
    Das Thema Adoption wurde in all den Jahren nicht diskutiert? Echt nicht? Muss ja so sein, wenn es doch besonders CDU/CSU ist, die das Thema abgewürgt hat. Nur Vater/Mutter ist gut für das Kind und damit basta! Diskussion beendet!

    Gerd L. wird uns bestimmt gleich darauf hinweisen, dass das sicherlich nur wieder ein Mißverständnis und eine gaaanz böse Pauschalisierung der linksgrün-versifften ist, da ja 25% der CDU für die Eheöffnung gestimmt haben... Die übrigen 75%, die jetzt zu Wort kommen, sind ja nur Peanuts oder meinen das bestimmt nicht so.
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#2 goddamn liberalAnonym
#3 PeerAnonym
  • 31.01.2018, 20:34h
  • Da sieht man wieder mal, wer schon mal Allianzen für die Zukunft schmiedet: Union und AfD.
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#4 PfuiAnonym
  • 31.01.2018, 20:42h
  • Antwort auf #1 von AFD-Watch
  • Die CDU/CSU wird analog zur ÖVP langsam aber stetig die Annäherung an die Positionen der AfD betreiben um sich bei künftigen Wahlen neue Koalitionsoptionen offen zu halten.
    Bis Paulus merkt --oder zugibt --, dass seine geliebte F.D.P. auch in diese Richtung ( zumindest bezüglich der Migrationsfrage) drängt, wird noch ein kleines bisschen Zeit ( vielleicht eine ungeliebte GROKO-Legislatur ) vergehen.
    Viel Spass
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#5 AnonymAnonym
  • 31.01.2018, 20:46h
  • www.zeit.de/online/2009/07/ns-verbrecher-josef-mengele

    Die NS-Verbrecher entgingen ihrer Strafe, weil für die westlichen Siegermächte wie für die ersten Bundesregierungen ab 1945 der Kalte Krieg rasch wichtiger wurde als die Aufarbeitung des gerade beendeten. Das Nachkriegs-Deutschland war mit Wiederaufbau, Wirtschaftswunder und Verdrängen beschäftigt. Die Ludwigsburger Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen wurde erst 1958 gegründet; auch dann sahen viele in Politik, Justiz und Verwaltung ihre Arbeit als Nestbeschmutzung und behinderten sie, wo sie nur konnten. Die Archive im Ostblock waren tabu, die Quellenlage entsprechend dünn.

    Zudem nahmen die ersten Bonner Regierungen Rücksicht auf Verstrickungen eigener Leute. So wusste die Regierung Adenauer seit März 1958 vom US-Geheimdienst CIA, dass Adolf Eichmann sich in Argentinien aufhielt, der Hauptorganisator des Massenmordes an den Juden. Doch Kanzler Konrad Adenauer (CDU) verhinderte, so interpretiert es zumindest der US-Historiker Timothy Naftali, eine Verhaftung, damit sein tief in das NS-Regime verstrickte Staatssekretär Hans Globke nicht durch Aussagen Eichmanns in einem Prozess belastet würde.
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#6 JadugharProfil
  • 31.01.2018, 21:00hHamburg
  • Es gibt keine Gender-Ideologie! Es gibt eine AfD-DfA-Ideologie, die bestimmten Menschengruppen die Rechte beschneiden wollen, die ihnen zustehen. Eine faschistische Verfolgungsideologie, welche die Kirchen jahrhundertelang bestialisch aufrecht erhalten hatten und in der AfD-DfA-Ideologie ihre Fortsetzung findet.
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#7 AnonymAnonym
  • 31.01.2018, 21:01h
  • Nun ist übrigens klar, weswegen nichts zu LSBTI Themen im Koaltionsvertrag aufgenommen werden soll.
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#8 SarahAnonym
  • 31.01.2018, 21:20h
  • Alle aufgeführten Zitate könnten aus einer Rede Joseph Goebbels stammen.

    Das, was in der Welt in den letzten Jahren zu Menschenrechten und Bürgerrechten erklärt wurde, wird in Deutschland zu einer "Schande" für das "Deutsche Volk" und als Angriff auf die "Deutsche Familie" gesehen.

    Wie wird die Community darauf reagieren und - vor allem - "argumentieren"?

    Vielleicht mit "...Aber es geht doch um bunte nette Vielfalt und es wird doch niemandem was weggenommen"-?!

    Der Faschismus (der nie weg war) ist da. Es fängt nicht an - wir sind mitten drin.

    Zeit aufzuwachen liebe LGBTIQ-Community. Oder? Oder nicht? Oder vielleicht doch? Oder besser still bleiben damit man niemanden brüskiert und vergrault? Weiter um Akzeptanz "werben"-?
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#9 stephan
  • 31.01.2018, 21:22h
  • Das passt: Die Union macht nun mithilfe der parteinahme Stiftung ihre Menschenfeindlichkeit, ihre Dummheit und ihre perverse Rechtssehnsüchte klar.Die Union ist so dumm und widerlich wie eh und je, aber nun lässt sie es auch gerne wieder mal raus!
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#10 BEARAnonym
  • 31.01.2018, 22:05h
  • Antwort auf #3 von Peer
  • Ich sehe das leider auch so: wenn es so weitergeht, könnten wir schon 2021 eine CDU-CSU-AfD-Regierung haben. Österreich macht es uns vor.

    Und in dieser wunderbaren Community wird es mehr als genügend Hanseln geben, die mit vollster Überzeugung eine dieser Parteien wählen, "weil sie nun mal auch noch andere Überzeugungen haben und nicht nur schwul/lesbisch/queer sind".

    Bert Brecht wird immer aktueller, und es wird immer grusliger:

    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber."

    Grusliger wird es, weil die Zahl dieser dummen Kälber auf Grund einfach zu verstehender Propaganda zu einfachen, reaktionären Weltbildern immer weiter wachsen wird.

    Da können Bildungs- und Aufklärungsprogramme nur stören. Ich bin mir sicher, dass sie auch deshalb so vehement bekämpft werden.

    Und so rennen wir wie die Lemminge dem Abgrund entgegen und bilden uns noch ein, es sei das Richtige, was zu tun ist, weil ja alle in diese Richtung laufen.

    Gegen den Strom zu schwimmen, ist immer weniger angesagt. Homonormativity rules. Schön brav dem neoliberal-neofaschistischen "Ideal" des "Wir sind ja alle so normal und brav und wollen dem christlichen Menschenbild entsprechen" hinterherlaufen. Konservativismus gibt immerhin Sicherheit.

    Tödliche Sicherheit.
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