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Einzelkommentar zu:
Kardinal Marx kann sich Segnungen homosexueller Paare vorstellen – im Einzelfall


#10 Paulus46Anonym
  • 03.02.2018, 14:40h
  • Antwort auf #8 von BEAR
  • Ausführlicher nocheinmal geschrieben:

    *
    www.br.de/nachr/kardinal-marx-homosexuelle-100.html

    So, so... der Widerstand der römisch-katholischen Bischöfe/Kardinäle "bröckelt". Über Jahrhunderte hat die Katholische Kirche homosexuelle Menschen diskriminiert, Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen befürwortet, im Mittelalter homosexuelle Menschen auf dem Scheiterhaufen "verbrannt" und lernt nur sehr sehr langsam hinzu.

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    Nach den 1960er hat die Katholische Kirchenleitung und der Vatikan begriffen, das Strafgesetze inhuman sind, und befüwortet seit Jahrzehnten die Legalisierung der Strafgesetze in den jeweiligen Ländern weltweit.

    Aber bis heute steht im Katholischen Katechismus drin, das homosexuelle Handlungen ("Sex") zwischen gleichgeschlechtlichen Personen sündhaft ist, was beispielsweise bei den protestantischen (Lutheraner, Reformierte, Unierte), anglikanischen, altkatholischen, mennonitischen, methodistischen, baptistischen oder quäkerischen Kirchen nicht der Fall ist.

    Eine Reihe von katholischen Laienorganisationen (Caritas, Bund der deutschen Katholischen Frauen, Zentrarat der deutschen Katholiken, Kirche von unten, Freckenhorster Kreis von Priestern, Theologenprofessorenmemorandum "Kirche 2011.-Notwendige Reformen", usw.) fordert seit rund 20 Jahren in immer größerer Zahl der katholischen Laienorganisationen nunmehr die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare.

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    Nunmehr sprach sich mit dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode der erste deutsche Bischof für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare im Januar 2018 aus und nunmehr ebenso der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Karindal Marx aus München im Februar 2018. Generell ist dies zu begrüßen:

    Aber damit setzen sich Kardinal Marx aus München und Bischof Bode aus Osnabrück in Widerspruch zum "noch geltendenden" Katholischen Katechismus zur Sündhaftigkeit homosexueller Handlungen und sollten dann auch dafür eintreten, das endlich der Katholische Katechismus diesbezüglich umgeschrieben wird.

    Marx möchte die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare aber im privaten Raum belassen ("im Pfarrzimmer ohne Gäste"); während viele andere christliche Kirchen regulär öffentliche Trauungsgottesdienste nach der standesamtlichen Heirat ermöglichen; damit werden diese anderen christlichen Kirchen attraktiver für homosexuelle Menschen bleiben.

    ABER immerhin ein großer Fortschritt, denn diese Bekenntnisse von Kardinal Marx und Bischof Bode bedeuten die theologische/ethische Umkehr bei der Verurteilung homosexueller Handlungen im Katechismus. Denn ein schwules/lesbisches Paar kann nur den Segen Gottes erhalten, wenn der Sex zwischen den beiden erwachsenen, verheirateten Personen nicht als Sünde bewertet wird. Schließlich kann man theologisch nicht die "gelebte" Sünde segnen.
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