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Polizeibericht

Berlin: Schwuler mit Faustschlägen im U-Bahnhof attackiert

Wegen seiner Homosexualität wurde ein 28-Jähriger in Neukölln aus einer Männergruppe heraus angegriffen. Der mutmaßliche Schläger wurde von Zivilpolizisten gefasst.


Der Vorfall ereignete sich im U-Bahnhof Hermannplatz (Bild: Ingolf / flickr)

Aus einer Gruppe heraus wurde ein schwuler Mann in der Nacht zum Sonntag in Berlin-Neukölln angegriffen. Gegen 0.30 Uhr tanzte und sang ein 28-Jähriger nach eigenen Angaben im U-Bahnhof Hermannplatz, als eine Gruppe junger Männer auf ihn zukam.

Sinngemäß sei ihm in einem kurzen Wortgefecht mitgeteilt worden, dass diese sich durch sein extravagantes Auftreten gestört fühlten, heißt es im Polizeibericht vom Sonntag. Anschließend hätte ihn einer aus der Gruppe mehrfach mit der Faust gegen den Kopf geschlagen. Zudem sei er durch die anderen bedrängt und geschubst worden.

Das Opfer erlitt Verletzungen im Gesicht

Grund des Angriffs sei nach seinen Angaben seine Homosexualität gewesen. Ihm gelang die Flucht, jedoch folgte ihm einer der Männer. Zivilpolizisten wurden auf die Situation aufmerksam und nahmen den mutmaßlichen Schläger fest. Der alkoholisierte 21-Jährige kam zur Blutentnahme auf eine Gefangenensammelstelle, die er anschließend wieder verlassen konnte.

Nähere Angaben zum Tatverdächtigen wurden im Polizeibericht nicht gemacht. Der Angegriffene erlitt Verletzungen im Gesicht, die durch die Besatzung eines Rettungswagens ambulant behandelt wurden.

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in Berlins täglichem Polizeibericht publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw)



#1 NickHHAnonym
#2 LaurentProfil
#3 RobinAnonym
  • 04.02.2018, 12:33h
  • Und weiterhin sehen Union und SPD keinen Bedarf, Diskriminierung, Mobbing und Gewalt gegen LGBTI zu thematisieren und im Koalitionsvertrag Gegenmaßnahmen festzuhalten.

    Damit wird die SPD wieder mal wortbrüchig, denn noch vor der Wahl hatte sie versprochen, sich diesmal wirklich zu ändern und keine Koalition ohne Änderungen beim AGG, Änderungen beim Transsexuellenrecht, Verbot von Zwangs-OPs an Intersexuellen, Änderungen beim Abstammungsrecht, nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie, etc. einzugehen...

    Aber wie immer bei der SPD... Kennen wir ja...
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#4 Carsten ACAnonym
  • 04.02.2018, 12:37h
  • In diesem Land muss sich so viel ändern...

    Es ist mir unbegreiflich, dass die Politik nahezu tatenlos zusieht, wie Teile ihrer Bürger in Angst leben müssen, verprügelt werden, etc.

    Und wenn Teile der Politik oder religiöse Fanatiker schwafeln, warum es keine volle Gleichstellung geben darf und warum Diskriminierung erlaubt sein muss, regt das niemanden auf.

    Hat man im Land des rosa Winkels denn gar nichts aus seiner Geschichte gelernt?!
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#5 TimoAnonym
  • 04.02.2018, 13:18h
  • Auch in diesem Land ist anders sein eine Gefahr. Aber jeder von uns, wenn er nur will..., kann es ändern. Im kleinen wie im großen. Wenn wir daran nicht mehr glauben, sind wir wirklich im freien Fall hinter dem Abgrund.
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#6 PierreAnonym
  • 04.02.2018, 13:23h
  • Antwort auf #3 von Robin
  • Und die SPD hat nicht nur ihre Versprechen, GLBTI weiter rechtlich gleichzustellen und besser vor Diskriminierung zu schützen, sowie ihr Versprechen, nicht nochmal eine GroKo unter Merkel zu machen, gebrochen.

    Sondern auch sämtliche anderen Wahlversprechen hat die SPD komplett aufgegeben:
    - höherer Spitzensteuersatz
    - Bürgerversicherung und Ende der Zwei-Klassen-Medizin
    - Ende der sachgrundlosen Befristung
    etc. etc. etc.

    In einer Koalition muss man zwar Kompromisse eingehen, aber ein Kompromiss wäre es z.B. gewesen, wenn man nicht alle GLBTI-Forderungen hätte durchsetzen können, sondern nur einen Teil. Oder wenn der Spitzensteuersatz statt um x Prozent nur um y Prozent gestiegen wäre. Etc.

    Aber stattdessen hat die SPD wieder mal alle Wahlversprechen komplett aufgegeben. Und die SPD lässt sich von der Union mit den Dingen abspeisen, die die Union eh (alleine schon wegen ihrer eigenen Wähler, wo sie ja auch massiv verloren hat) umsetzen musste.
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#7 BerolinerAnonym
#8 JustusAnonym
  • 04.02.2018, 13:37h
  • Was muss noch alles passieren, ehe Politik, Gesellschaft und Medien endlich aufwachen?

    Deutschland marschiert schon wieder stramm nach rechts (inkl. Gewalt gegen Minderheiten) und die breite Masse schaut wieder mal weg...
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#9 ErkelüngerAnonym
#10 Homonklin44Profil
  • 04.02.2018, 13:48hTauroa Point
  • ""Der alkoholisierte 21-Jährige kam zur Blutentnahme auf eine Gefangenensammelstelle, die er anschließend wieder verlassen konnte. ""

    Diese Behandlungsweise ist halt schon sehr larifari. Früher gab es wenigstens die Nacht in der Ausnüchterungszelle. Unter Alkoholeinfluss hat man hier bald einen Freischein um auf Leute loszugehen. Denn darunter wissen siwe nicht, was sie tun. Bequem entschuldigt.
    Selber saufen und zurück dreschen, oder was soll da die Botschaft von sein?
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