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#MeToo

Fünf Männer werfen Topher DiMaggio sexuelle Übergriffe vor

Immer mehr mutmaßliche Opfer des amerikanischen Pornostars erzählen ihre Geschichte.


Topher DiMaggio hat bislang alle Vorwürfe zurückgewiesen (Bild: men.com)

Die Zahl der Männer, die dem schwulen US-Pornodarsteller Topher DiMaggio sexuelle Übergriffe vorwerfen, ist zum Wochenbeginn auf fünf gestiegen. Der Youtube-Star Bryan Hawn beschuldigte den 32-jährigen gebürtigen Hawaiianer gegenüber dem Magazin "Instinct" , dass er ihn vergangenes Jahr in Los Angeles attackiert habe; gegenüber dem schwulen Pornoblog Str8UpGayPorn, das queer.de aus Jugendschutzgründen nicht verlinken darf, beschreibt außerdem ein 28-Jähriger, der anonym bleiben will, einen angeblichen Übergriff des Pornostars während des CSDs in Seattle vor dreieinhalb Jahren.

Bereits vergangenen Monat hatten insgesamt drei Männer DiMaggio Vergewaltigung vorgeworfen (queer.de berichtete). Den Stein ins Rollen gebracht hatte der Pornodarsteller Tegan Zayne, der seinen Kollegen beschuldigt hatte, ihn vor einem Dreh trotz mehrfachen "Neins" penetriert zu haben (queer.de berichtete).

"Er war so unglaublich aggressiv"

In den neuen Vorwürfen ist nicht von Vergewaltigung, sondern von ungewollten sexuellen Übergriffen auf schwulen Partys die Rede. Im ersten Fall beschreibt Bryan Hawn, der auf Youtube 200.000 Abonnenten mit Parodien von Miley-Cyrus-Liedern oder anderen Kurzvideos unterhält, einen Übergriff: "Im letzten Jahr war ich im [Schwulenclub] Mickey's in Los Angeles, als er der Veranstalter einer Party war, und er kam auf mich zu, hat mich an den Beinen gepackt und seine Hände auf meinen Hintern gelegt", so Hawn. "Ich habe ihn in der Mitte des Clubs mehrmals angebrüllt, dass er damit aufhören soll, aber er hat weitergemacht. Im Club wurde es dann still und jeder hat mich angestarrt." Er habe ihn dann "mit all meiner Kraft" abwehren müssen. "Er war so unglaublich aggressiv", erinnerte sich Hawn.

Der Youtube-Star erklärte weiter, dass DiMaggio nicht der einzige in der schwulen Community sei, der sich so verhalte – und forderte Konsequenzen: "Wenn man keine Eigenkontrolle hat, sollte man nicht in einen Club hineingelassen werden. Auch Alkohol und Drogen entschuldigen ein solches Verhalten nicht und machen es auch nicht akzeptabel."

"Ich dachte erst, er macht Witze"

Von einem ähnlichen Vorfall berichtete der 28-jährige "Alex", der anonym bleiben möchte. Der Übergriff habe sich bei einer CSD-Party 2014 in Seattle ereignet. "Ich habe mit Topher gesprochen, und er hat einfach so meinen Hintern angegrapscht", so "Alex". "Ich dachte erst, er macht Witze." Anschließend sei der Pornostar sehr aggressiv geworden: "Plötzlich drehte er mich um, ging in die Knie, zog meine kurzen Hosen runter und fing damit an, seine Zunge in meinen Hintern zu stecken."

Im voll besetzten Raum habe DiMaggio den völlig verdutzten "Alex" an ein Geländer gedrückt. Er habe versucht, den Darsteller wegzudrücken – er habe ihn dann auf den Kopf geschlagen. Daraufhin sei er von DiMaggio in die Pobacke gebissen worden, so dass diese später blau angelaufen sei. Er habe sich schließlich von DiMaggio losreißen können.

Nur wenige Meter entfernt habe der Freund von Alex gestanden: "Wir sind gegangen – und er war zuerst sauer auf mich, weil er dachte, ich hätte die Annäherung gewollt. Aber ich habe ihm erzählt, dass ich das nicht wollte und 'Stopp' gerufen habe." Als er den Club verließ, habe ihm DiMaggio nachgerufen, er sei eine "Pussy".

DiMaggio hatte auf die ersten Vergewaltigungsvorwürfe mit Dementis reagiert. Zu den neuen Vorwürfen hat er sich bislang nicht geäußert. (cw)



#1 JuJulienAnonym
  • 06.02.2018, 12:58h
  • 3 der 5 angeblichen Opfer bleiben anonym, sie sind für mich nicht glaubhaft.

    Die beiden Nicht-Anonymen sind auch nicht viel besser. Der eine hat wenige Stunden (!) nach der angeblichen Vergewaltigung einen Porno mit ihm gedreht. Ich kenne echte Vergewaltigungsopfer, die sind so traumatisiert, die würden eher sterben als sich noch einmal von ihrem Peiniger auch nur anfassen zu lassen.

    Der andere soll in einem Club mit lauter Menschen begrapscht worden sein und der ganze Club hat das mitgekriegt? Dann sollte es doch ein leichtes sein, drei oder vier Zeugen dafür zu haben! Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.
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#2 schwarzerkater
  • 06.02.2018, 14:25h
  • Antwort auf #1 von JuJulien
  • NATÜRLICH muss die unschuldsvermutung bestehen bleiben, zugleich dürfen die mutmaßlichen opfer im vorfeld nicht moralisch abgewertet werden.
    auch pornodarsteller oder prostituierte können opfer einer vergewaltigung werden.
    ganz schön üble doppelmoral, wenn nur gesetzestreue und moralisch einwandfreie menschen eine vergewaltigung zur anzeige bringen dürften.
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#3 andreAnonym
  • 06.02.2018, 18:53h
  • "Aggressiv" beim Sex, ist durchaus erwünscht. Jeh nachdem auf was man steht. Hier sind wohl Gegensätze zusammengetroffen. Logisch, daß die schockiert waren. Ich mochte heftig auch lieber heftig als Kuschelsex mit Küssen. Das ist langweilig. Habs gelegentlich erlebt, daß die Leute, bei mir, nach 30 Sekunden gequiekt haben und geflüchtet sind. Dann ist es eben ein Mißverständnis. Was solls. Der Nächste wartet schon irgendwo. Allerdings, die "Aggressiv und heftig Fraktion" ist bedeutend größer als die "Blümchen Fraktion". Und dann gibts ja, im aktuellen Fall, irgendwie keine Zeugen. Schon unglauwürdig. Boulevard eben. Klatsch und Tratsch.
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#4 TamakAnonym
  • 06.02.2018, 20:46h
  • Wie hier manche sexuellen Missbrauch mit "unterschiedlichen Wunschvorstellungen" im Bett schönreden ist echt schockierend und um es mal deutlich zu sagen: unter aller Sau!
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#5 JuJulienAnonym
#6 herve64Profil
  • 06.02.2018, 21:13hMünchen
  • Antwort auf #2 von schwarzerkater
  • "ganz schön üble doppelmoral, wenn nur gesetzestreue und moralisch einwandfreie menschen eine vergewaltigung zur anzeige bringen dürften.":

    Hat das jemand behauptet? Nein. Dennoch sind bei diesen gesamten #metoo-"Opfern" & Co. Zweifel angebracht: so systematisch wie die Kampagne aufgezogen wird ist so ein gewisses Geschmäckle dabei, das nach gezieltem Rufmord mit Mobbingcharakter stinkt. Wenn an den Übergriffen von Topher DiMaggio wirklich etwas dran sein sollte, muss die Frage erlaubt sein, warum die Opfer nicht bei den zuständigen Strafverfolgungsbehörden Anzeige gegen ihn erstatten anstelle ihn iin dubiosen Onlineforen zu dissen.

    Hier entsteht gerade eine Unkultur des virtuellen Prangers in höchster Formvollendung, die dazu führen wird, dass man sich schon nicht mehr traut, jemanden schöne Augen zu machen.

    Oh schöne, neue Welt, die solche Bürger hält. Existenzen wie eine Beatrix von Storch oder Hedwig von Bevernfoerde lachen sich darüber ins Fäustchen, denn auch so kann man die Schwulen zurückdrängen.
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#7 erdnaAnonym
  • 07.02.2018, 07:19h
  • Antwort auf #3 von andre
  • "Der Nächste wartet schon irgendwo. Allerdings, die "Aggressiv und heftig Fraktion" ist bedeutend größer als die "Blümchen Fraktion"."

    Wow, Du musst ja ziemlich von Dir ueberzeugt sein; naja, soll's geben. Aber dass die 'Aggressiv und heftig Fraktion' "bedeutend groesser als die 'Bluemchen Fraktion' sein soll; bist Du wirklich schon mit allen Schwulen in D durch die Betten (oder wo auch immer) gehoppelt, dass Du das mit Bestimmtheit sagen kannst? Wenn ja: Respekt; ansonsten wuerde ich fast sagen, dass Du entweder einen SEHR eingeschraenkten (im Sinne von 'selektiven') Erfahrungshorizont hast oder einfach nur ein Troll bist.
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#8 MandalorianAnonym
  • 07.02.2018, 11:25h
  • Antwort auf #6 von herve64
  • @herve64
    Klasse, sehe ich ebenso. Sowas geht ganz schnell nach hinten los und die Täter/Opfer-Grenze löst sich auf. Das Komplexe an dieser Angelegenheit ist, dass eine Vergewaltigung oder Übergriff an sich selbst im professionellem Rahmen einer Gerichtsverhandlung schwierig zu belegen ist. Sowas im öffentlichen Raum auszuführen ist für den Beschuldigten natürlich fatal. Gegen die Anschuldigungen kann er sich schwer wehren und selbst wenn er erfolgreich ist, so erreicht die Info doch nicht jeden (da sowas häufig nicht von allen Zuschauern konsequent verfolgt wird) und der Rufschaden ist damit so oder so gegeben. Und das Auftreten von arglistigen Motiven, z.B. in Form von Trittbrettfahrern, ist schwer abzuschätzen.
    Und ich muss dir auch entschieden Recht geben in der Hinsicht welche Eigendynamik das ganze annehmen kann. Solche hoch emotionalen Kampanien mit klaren Opfer/Täter-Vorstellungen werden schnell zur Hexenjagd und vermischen sich mit anderen Interessen. Klar muss man solche Probleme allgemein ansprechen und öffentlich diskutieren aber Einzelfälle sollte man vor Gerichten abwickeln.

    Aber wie betroffen hier reagiert wird, wenn das Thema offensives/aggressives Verhalten angesprochen wird ist für mich auch verwunderlich. Klar sind nicht alle so und klar wollen das nicht alle so (das sollte hier aber niemanden hindern seine persönliche Erfahrung und entsprechende Einschätzung mitzuteilen). Trotzdem ist es ein nicht zu vernachlässigender Aspekt männlichen Verhaltens der sich entsprechend selbstverständlich auch im Liebesspiel wiederfindet. Dazu gehört auch offensives Flirtverhalten und entsprechende Fehlinterpretationen. Dass soll jetzt nichts gutheißen oder verharmlosen. Aber man sollte sich selbst auch immer bewusst sein in welchen Kreisen man sich bewegt und wie man sich dort bewegt. Ich meine selbst in der kleinsten Gay Kaschemme muss man mit dem Signal Code Feuerwerk zurechtkommen, das ist kein Geheimnis. Und mit manchen volltrunkenen Vollpfosten muss man halt mit deutlichen Worten sprechen
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#9 Homonklin44Profil
  • 07.02.2018, 13:46hTauroa Point
  • Man weiß ja nicht genau, was man von diesen Fällen halten soll. Dafür sind zu wenige Infos vorhanden, um etwa zu erkennen, wie die Gegenwehr genauer ablief, oder wie viele Leute da evtl. eingriffen, präsent waren. Wenn sich einer in aller Öffentlichkeit so brutal benimmt, würde man es erwarten, dass Leute eingreifen, oder der Angegrapschte wenigstens wehrhadft würde. Auf die Pfoten hauen, notfalls eine saftige Watschn, meine ich. Soll ja einige geben, die es anders nicht schnallen, dass sie sich ungehörig verhalten.

    Also klingt das alles irgendwie eigenartig. Bei dem beschriebenen Verhalten müsste dieser Typ so eine gelangt bekommen haben, oder einen Rücktritt in die Klöten, dass er die Engelein singen hört! Manche Frauen sind dagegen wehrhaft.

    Wenn der Typ bissig ist, gehört ihm ein Maulkorb verpasst, oder auf Tollwut untersucht. Besser noch eine längere Sitzung beim Onkel Psychiater.
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#10 AnselmAnonym
  • 07.02.2018, 16:04h
  • Ich habe den Eindruck einer gewissen Opfer/Täter Umkehr. Man ist selber schuld, wenn man sich nicht gegenüber einer aggressiven Anmache eines wildgewordenen Muskelhonks mit den Fäusten wehrt. Außerdem mögen doch die meisten harten Sex. Sie sollen sich doch nicht so anstellen. Männer sind eben ein wenig hart im nehmen. Abgesehen davon wurde der Angreifer bestimmt Opfer irgendwelcher Signale, die der Angegriffene unbewusst ausgesendet hat.
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