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Inklusionspädagogik

So geht Aufklärung über LGBTI in der Kita!

Mit der Broschüre "Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben", finanziert vom Berliner Senat, gibt es erstmals in Deutschland eine Handreichung für die frühkindliche Bildung.


"In vielen Kitas gibt es einen Murat, der gerne Prinzessin spielt, eine Alex, die bei lesbischen, schwulen oder transgeschlechtlichen Eltern zu Hause ist, oder einen Ben, der nicht länger Sophie heißen möchte", heißt es im Einführungstext (Bild: EnergieAgentur.NRW / flickr)

Im Rahmen der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt" ist die neue Handreichung "Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben – Sexuelle und Geschlechtliche Vielfalt als Themen frühkindlicher Inklusionspädagogik" erschienen.

Das 140-seitige Heft unterstützt Fachkräfte, Teams und Einrichtungen der frühkindlichen Bildung dabei, sich im Rahmen der Inklusionspädagogik mit den Vielfaltsdimensionen Geschlecht, Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung zu beschäftigen. Damit liegt erstmals im deutschsprachigen Raum eine derartige Handreichung für den Bereich der frühen Bildung vor.

Information, Praxishilfen und Materialien


Die Handreichung wurde von der Bildungsinitiative Queerformat erarbeitet

Im ersten Teil der Broschüre klären Grundlagentexte wichtige Begriffe und machen deutlich, welche Relevanz die Themen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt schon für die frühkindliche Bildung haben und wie wichtig ein umfassender inklusiver Umgang mit sozialer Vielfalt in der pädagogischen Praxis ist.

Der zweite Teil regt mit Praxishilfen, etwa einer Checkliste und konkreten Handlungsempfehlungen, dazu an, inklusives Handeln in der Kita umzusetzen und zu verankern. Im dritten Teil sind pädagogische Materialien für die Kita-Praxis wie Bilderbücher und weitere Medien zusammengestellt, die Fachkräfte einsetzen können, um mit jungen Kindern über Geschlechter- und Familienvielfalt zu sprechen.

Die Handreichung wurde von der Bildungsinitiative Queerformat erstellt und von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gefördert. "Der Umgang mit Vielfalt und Diversität in der pädagogischen Arbeit ist Anspruch und Herausforderung gleichermaßen", erklärte Staatssekretärin Sigrid Klebba (SPD) in ihrem Vorwort.

Die digitale Fassung der Handreichung steht zum Download auf queerformat.de bereit. Das gedruckte Heft kann kostenfrei beim Berliner Senat per Fax-Formular oder Email an infopunkt@senbjf.berlin.de
bestellt werden. (cw/pm)



#1 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 07.02.2018, 16:54h
  • Super, das klingt wirklich professionell.
    Im Artikel wird nur leider nicht deutlich, ob das für alle Kitas in Deutschland verbindlich sein wird, oder die Kitas sich es aussuchen können, ob sie dieses Thema in ihren Kindergarten inklusieren.
    Wenn sie es sich aussuchen können, wird die Resonanz nicht erfreulich hoch sein, befürchte ich. In Berlin wird es hoffentlich einige interessierte Erzieherteams geben. In Köln hoffentlich auch, wenn es dann in allen Bundesländern angeboten wird. Das ist dann die Frage: wird es für alle Bundesländer verbindlich werden, oder soll jedes Bundesland für sich selbst entscheiden?

    Eigentlich sollte die Aufklärung längst selbstverständlich sein :-/
    Aber immerhin macht Berlin mal ein Schritt in die richtige Richtung diesbezüglich.
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#2 marcocharlottenburgAnonym
#3 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 07.02.2018, 18:40h
  • Antwort auf #2 von marcocharlottenburg
  • Ich kann dir sagen, weshalb das wichtig wäre.
    Weil diese Aufklärung für alle Kitas in allen Bundesländern wichtig ist.
    Ich finde, Aufklärung sollte keine Ländersache sein, sondern wie der Bildungs- und Orientierungsplan deutschlandweit Gültigkeit haben.

    Bei diesem Thema ist es wünschenswert, dass das keine Ländersache bleibt.

    Ich weiß, dass das ein Wunsch bleibt, aber trotzdem äußere ich es.
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#4 TheDadProfil
  • 07.02.2018, 21:38hHannover
  • Antwort auf #3 von BuntesUSchoenes
  • ""Ich kann dir sagen, weshalb das wichtig wäre."2..

    Und wieder..
    Das Bildungs-Ressort ist LÄNDERSACHE !

    ""Ich finde, Aufklärung sollte keine Ländersache sein, sondern wie der Bildungs- und Orientierungsplan deutschlandweit Gültigkeit haben.""..

    Der WAT ist WO "gültig" ?
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#5 JimmAnonym
  • 08.02.2018, 12:15h
  • Das ist eine Broschüre???
    Das sind 80 Seite mit fast nur Text!
    Und die wollen den Kindern in der Kita tatsächlich den Unterschied zwischen "Biologisches Geschlecht, Physisches Geschlecht, Soziales Geschlecht und Sexuelle Orientierung" beibringen? Das ist selbst für viele Erwachsene noch zu hoch -.-
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#6 Homonklin44Profil
  • 08.02.2018, 12:47hTauroa Point
  • Antwort auf #5 von Jimm
  • Hm ja soweit ich das richtig verstehen sollte, ist das ja auch ein Leitfaden für Erwachsene, sprich LehrerInnen und Leute in der Pädagogik, darüber, wie man diese Sachthemen etwa vermitteln könnte.

    Warum müde 80 Seiten für manche heute ein Leseproblem darstellen, beantwortet vielleicht dieser unsägliche 140-Zeichen-Trend. Liest denn niemand mehr Bücher nur zum Vergnügen?

    Dass Erwachsenen etwas zu hoch erscheint, sieht man ja öfter. Siehe unsere lieben Akrobaten bestimmter hier desöfteren vorgeführter Zirkusnummern aus der unheimlich besorgten Ecke. Das liegt zu einem Teil sicherlich auch an der Korrelation zur Generation und dem entsprechend minimierten Bildungshintergrund. Aber dafür können doch die Kinder nicht.
    Die sind da dann manchmal durchaus etwas schlauer oder schneller in der Materie, als es ihre Elterngeneration war.
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#7 TheDadProfil
  • 08.02.2018, 23:11hHannover
  • Antwort auf #5 von Jimm
  • ""Das ist eine Broschüre???
    Das sind 80 Seite mit fast nur Text!
    Und die wollen den Kindern in der Kita tatsächlich den Unterschied zwischen "Biologisches Geschlecht, Physisches Geschlecht, Soziales Geschlecht und Sexuelle Orientierung" beibringen? Das ist selbst für viele Erwachsene noch zu hoch -.-""..

    Diese Broschüre richtet sich an Lehrende wie Lehrkräfte, Kindergärtner*innen und Sozial-Arbeitende..

    Nicht an die Kindergartenkinder selbst..
  • Antworten » | Direktlink »
#8 tüdüAnonym
  • 15.02.2018, 12:27h
  • Antwort auf #5 von Jimm
  • das ist nicht allzu schwer, wenn man möchte. zumal es meist ohnehin einen anlass gibt, bestimmte themen anzusprechen. kinder sind so viel offener und wohlwollender als mancher erwachsener...
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#9 KaweAnonym
  • 16.02.2018, 15:46h
  • Es ist eine Broschüre für pädagogisches Personal, kein Bilderbuch für Kitakinder. Es gehört zum pädagogischem Alltag dazu, dass Kinder Fragen stellen (auch Sexualität vetreffend), die sie interessieren. Die Broschüre hilft dem Personal, altersentsprechend der Kinder zu antworten und mit diesen Fragen umzugehen.
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