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Pornostar in Bedrängnis

Topher DiMaggio verliert Werbevertrag mit Andrew Christian

Nach mehreren Vorwürfen sexueller Übergriffe will der in der Community populäre Unterwäscheproduzent Andrew Christian nicht mehr mit Topher DiMaggio werben.


Pornodarsteller Topher DiMaggio war bisher ein wichtiges Werbegesicht für Andrew Christian (Bild: Andrew Christian)

Der amerikanische Unter- und Badehosenhersteller Andrew Christian reagiert auf die Vorwürfe gegen Pornodarsteller Topher DiMaggio, der in den letzten Jahren eines der Gesichter des Unternehmens war. Man werde vorläufig nicht mehr mit dem umstrittenen 32-Jährigen zusammenarbeiten, kündigte die im kalifornischen Hollywood ansässige Firma in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag an.

"Andrew Christian duldet sexuellen Missbrauch genauso wenig wie jede andere Art von Missbrauch oder schlechte Behandlung von Mitgliedern unserer Community", heißt es auf der Facebook-Seite von Andrew Christian. "Wir nehmen die Anschuldigungen der Opfer sehr ernst. Deshalb ist Topher auf unbestimmte Zeit suspendiert, während wir uns die Sache anschauen." Als Firma setze man sich für ein "sicheres und willkommen heißendes Umfeld für unsere LGBTQ-Familie" ein.

Andrew Christian does not condone sexual abuse or any other type of abuse or mistreatment to members of our community….

Posted by Andrew Christian on Mittwoch, 7. Februar 2018
Facebook / Andrew Christian

Fünf Männer werfen DiMaggio vor, übergriffig geworden zu sein

Insgesamt fünf Männer sprachen in den letzten zwei Wochen in der Öffentlichkeit über angebliche sexuelle Übergriffe von DiMaggio. Den Anfang hatte Pornodarsteller Tegan Zayne gemacht, der seinem Kollegen vorgeworfen hatte, ihn vor einem Dreh trotz mehrfachen "Neins" penetriert zu haben (queer.de berichtete). Kurze Zeit später berichteten zwei Männer, die nicht im Pornobusiness arbeiteten und anonym bleiben wollten, ebenfalls von Vergewaltigungen durch den Pornostar (queer.de berichtete). Erst vor wenigen Tagen erzählten zwei weitere Männer, darunter ein prominenter YouTube-Komiker, von ungewollten und aggressiven Annäherungsversuchen durch den Pornostar (queer.de berichtete).

Andrew Christian ist eine 2001 gegründete Firma, die weltweit insbesondere in der Schwulencommunity populär ist. Das Unternehmen zeigte sich auch politisch engagiert: 2008 bot sie kurz vor den Präsidentschaftswahl Obama-Retropants an, um den demokratischen Kandidaten zu unterstützen. Ein Teil der Einnahmen wurde an die Obama-Wahlkampagne gespendet (queer.de berichtete). (dk)


Andrew Christian beim CSD in Washington (Bild: Alex Guerrero / flickr)



#1 JuJulienAnonym
#2 JadugharProfil
  • 08.02.2018, 15:23hHamburg
  • Antwort auf #1 von JuJulien
  • In den USA gibt es diese bei uns übliche Praxis nicht! Auch in Zweifelsfall werden Verdächtige verhaftet, bis sich eventuell herausstellt, daß sie unschuldig sind. So kommt es, daß in den USA schon viele Unschuldige hingerichtet worden sind und noch hingerichtet werden!
    Auch hier in unserem Land existiert zwar die Unschuldsvermutung, doch in der Praxis gibt es von seitens der Bevölkerung fast immer eine Vorverurteilung, was ich selbst einmal erlebt hatte, als mein Chef verhaftet wurde. Man hatte ihn seine Existenz zerstört und die Mitarbeiter in seiner Firma wurden auch geschädigt durch diese Vorverurteilungen! Da bezahlten viele Firmen die von uns erfüllten Aufträge nicht mehr!
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#3 Patroklos
#4 janxAnonym
  • 09.02.2018, 00:32h
  • Antwort auf #2 von Jadughar
  • Das ist natürlich falsch. Bevor das hier noch jemand ernsthaft glaubt. Auch in den USA gibt es die Unschuldsvermutung. Man kommt normalerweise bis zur Verhandlung mitnichten in Haft, es sei denn es besteht Flucht oder Verdunklunsgefahr. Im Gegenteil gibt es bei uns die U-Haft, die es in den USA so nicht gibt. Man kann sich manchmal nur noch wundern welchen seltsamen Gerüchte über die USA in Europa geglaubt werden.
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#5 DenunziantenAnonym
  • 09.02.2018, 05:48h
  • ... aller Länder vereinigt Euch.
    Gewaltsamer Sex gegen den eigenen Willen ist selbstredend ein Verbrechen. Das Spiel mit Lust, Liebe, Tabu und Widerstand ist halt manchmal eine Grenzerfahrung. Ein Date kann schief gehen und einer geht zu schnell oder zu weit, dann zieht man halt die Notbremse oder manch einer lässt sich dann doch mitreißen. Ich habe in der schwulen internationalen Community gerade das Spiel zwischen Dom und Bot, zwischen Führung und Führen lassen geschätzt, wozu gibt es das Codewort?
    Und wer so dumm ist zu glauben, dass beim blank ficken der Aktive immer rechtzeitig rauszieht, der glaubt auch an den Osterhasen.
    Das Ende unseres freien Lebenstil ist nah.
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#6 wiking77
#7 AnselmAnonym
  • 09.02.2018, 10:51h
  • Unabhängig von der juristischen Bewertung, muss eine Werbefigur muss für die Ziele des Unternehmens stehen und über jeden Zweifel erhaben sein.
    Ganz schnell leidet die Firma selber und der Werbeeffekt kehrt sich in einen Boykott um. Ein Nudelhersteller kann sich einen Boykottaufruf wegen eines Homophobenausspruch eines Firmenleiters aussitzen, Andrew Christian wäre wohl schnell am Ende.

    Für die Beendung von Werbeverträgen reichen schon Nichtigkeiten, wie mit einem Produkt der Konkurenz erwischt zu werden oder Versagen als Telefonjoker bei Wer wird Millionär.
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#8 herve64Profil
  • 10.02.2018, 10:31hMünchen
  • Antwort auf #1 von JuJulien
  • Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen, außer vielleicht eines: wo bleibt hier das Rechtsstaatsprinzip?

    Beatrix von Storch und Konsorten lachen sich inzwischen eines ins Fäustchen, denn jetzt haben sie ein probates Mittel, um Schwule zurück zu drängen: man muss nur einen billigen Handlanger finden, der medienwirksam die Behauptung aufstellt, dass X einen Y vergewaltigt oder belästigt hat, und schon läuft das (Cyber-)Mobbing wie geschmiert. "Demo für Alle" war gestern.

    Und die Schwulen machen ohne mit der Wimper zu zucken mit, denn schließlich sind sie größtenteils eben auch nur beknackte Konsumenten, die jede Behauptung papageiengleich nachplappern ohne sie vorher auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen bzw. die juristischen Untersuchungsergebnisse eines Vorfalls erst einmal abzuwarten. Ihre "Medien" heizen die Stimmung noch zusätzlich an wie hier durch diese "Berichterstattung" ("Topher di Maggio-Bashing" wäre wohl der angebrachtere Begriff) ersichtlich ist, und schon wird die nächste Sau durchs Global Village getrieben.

    Wenn man solche Hexenjagden auch noch als "journalistischen Stil" verkaufen will, dann gute Nacht, schöne Welt!
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