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Kommentare zu:
Wie homophob sind Berlins muslimische Gemeinden?


#11 TheDadProfil
  • 09.02.2018, 11:50hHannover
  • """Das eigentliche theologische Problem ist, dass Homosexuelle versuchen, ihre Sexualität der Gemeinde aufzuzwingen und Homosexualität als Alternative zur Familie zu etablieren" ""..

    Das eigentliche Problem ist diese "Theologie" die mit den falschen Begriffen arbeitet und damit schon von falschen Grundvoraussetzungen heraus "argumentiert"..

    Die Nicht-Wahrnehmung einer Sexuellen Identität die hier aus "theologischer Sicht" immer als "ausleben" bezeichnet wird, und damit auf die Idee des "freien Willen" abzielt mit dem sich der LGBTTIQ*-Mensch dann angeblich seiner Sexualität widmet, impliziert alle nachfolgenden "Begründungen", die dann in die Richtung tendieren, der LGBTTIQ*-Mensch müsse sich ja "nur zusamenreißen" und sein "schändliches Tun unterlassen", dann sei er innerhalb der "Religionen" ja durchaus willkommen..

    Bullshit-Bingo der Ersten Güte in dem die "Religionen" und ihre Kleriker versuchen die Hoheit über Begriffe zu behalten die es ihnen erleichtern LGBTTIQ*-Menschen abzuwerten und die angeblichen Vorgaben ihres "Gottes" als gegeben in den Raum zu stellen..

    Noch immer verweigern diese Kleriker die Erkenntnis das Sexuelle Identität keine "freiwillige Zuwendung" hin zu etwas wie "Homosexualität" darstellt, sondern die originäre Identität des Menschen ausdrückt die längst nicht so binär-geschlechtlich und so heteronormativ eingeschränkt ist wie sie es sich vorstellen..

    Schon hier prallen dann "Theologie" und Wissenschaft aufeinander und die Kleriker verweigern mit dem Vorschieben dieser "Theologie" schon die Diskussion im Ansatz..
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#12 TheDadProfil
  • 09.02.2018, 11:54hHannover
  • Antwort auf #2 von Sven100
  • ""Im Islam gibt es die strenge Teilung zwischen Mann und Frau. Beide haben ihre Rolle, die die Gesellschaft von ihnen erwartet, auszufüllen.""..

    Manche Sätze muß man sich zweimal durchlesen bevor man sie absendet..

    Wenn der "Islam" die Rolle vorgibt, dann erwartet auch der "Islam" die Erfüllung dieser Rollenbilder, und nicht "die Gesellschaft"..
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#13 LorenProfil
  • 09.02.2018, 11:55hGreifswald
  • Antwort auf #10 von goddamn liberal
  • Ich möchte ergänzen, dass es bezüglich der Religionen, die manche als "Weltreligionen" bezeichnen, schier unmöglich ist, Dem Islam, Dem Christentum, Dem Judentum, Dem Hinduismus oder Dem Buddhismus zu begegnen, da bekanntlich jeweils unterschiedliche Strömungen innerhalb dieser Religionen existieren, die miteinander in Konflikt stehen und/oder konkurrieren, wobei es Strömungen mit "liberaleren" Auffassungen und weniger "liberalen" gibt, Grundlagentexte jeweils unterschiedlich gedeutet und Schlussfolgerungen gezogen werden etc. Wo religiöse Vorstellungen den Umgang miteinander beeinflussen, ist unsereins gut beraten, diejenigen Kräfte zu stützen, die "liberaler" bezüglich der Themen Liebe, Sexualität und Partnerschaften denken, auch wenn sich die Entwicklungsprozesse hin zu einer die Autonomie des Individuums respektierenden Haltung nicht selten schmerzhaft in die Länge ziehen, sowohl was organisierte Glaubensgemeinschaften angeht als auch gläubige Individuen, denen man täglich begegnen und mit denen man im Alltag Umgang pflegen kann bzw. muss.
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#14 goddamn liberalAnonym
  • 09.02.2018, 12:04h
  • Antwort auf #11 von TheDad
  • Na ja, das sind Leute. an denen die letzten 150 Jahre mit ihrem Homosexualitätskonzept spurlos vorüber gegangen sind.

    In deren Sicht gibt es, wie bei uns im Mittelalter, nur Männer, die freiwillig Sex mit Männern haben, was sich aber nicht auf ihre Identität auswirkt, sondern ein sündhafter Fehltritt ist. Viele Männer in ihren Gemeinden, die Sex mit Männern haben, sehen sich selbst wohl genauso an.

    Alles, was z. B. an Liebe und Partnerschaft hinausgeht, ist für die ein Konzept der Mehrheitsgesellschaft, die sie mit ihrer Modernität arg bedrängt. Wobei diese Mehrheitsgesellschaft nicht unbedingt irgendwie 'deutsch' sein muss. Die kann teilweise auch aus muslmisch-säkularen oder anderen MigrantInnen bestehen.
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#15 goddamn liberalAnonym
#16 PatriarchinEhemaliges Profil
  • 09.02.2018, 12:20h
  • Antwort auf #11 von TheDad
  • Das Problem bei deiner Argumentation zu dem Thema ist, dass wenn man sich an den Erkenntnisse der aktuellen Hirnforschung orientiert, keine einzige menschliche Handlung irgendwie frei ist, sondern wir nur einer Illusion der Entscheidung unterliegen.

    Also wäre dann auch Hass und Homophobie keine freie Entscheidung.

    Wie willst du schlau dagegen argumentieren?
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#17 LorenProfil
#18 Gerlinde24Profil
#19 Gerlinde24Profil
#20 kuesschen11Profil
  • 09.02.2018, 14:05hFrankfurt/Main
  • Die muslimischen Gemeinden befinden sich nach wie vor mit dem Thema Homosexualität in einem Prozess, der noch ziemlich im Gegensatz zur aufgeklärten westlichen Kultur am Anfang steht.

    Das macht die ablehnende Aussage eines Imam gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe deutlich, denn kein homosexueller Mensch zwingt dem anderen seine Sexualität auf. Sie ist immer eine intime Sache, wie bei jedem Heterosexuellen auch.

    Grundsätzlich sind die meisten religiösen Strömungen homophob indoktriniert. Denn sie wollen ja, dass die Paarbeziehung/Partnerschaft von gleichgeschlechtlichen Beziehungen massiv in der Öffentlichkeit unterdrückt wird. Und genau an diesem Punkt liegt die Homophobie.

    Die Welt hat, auch jenseits der Moderne, immer in Vielfalt gelebt, aber die Religion will oftmals mit radikaler Macht und psychischem Druck ihr Weltbild jedem Individuum aufzwingen.

    Homo-Paarbeziehungen und Sexualität sollen nach der Theologie immer geheim ablaufen. Denn wenn etwas sichtbar und anerkennend wird, dann kochen Ablehnung, Abwertung, Hass, Neid und Missgunst der Gläubigen hoch.

    Das Ziel einer guten Ethik ist darin verfehlt, wo eine humanitäre Inklusion im Glauben nicht stattfinden kann.
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