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  • 04. Juli 2005, noch kein Kommentar

Am Wochenende fand "Live 8", ein weltweites Gipfeltreffen der Popmusik, statt. Nun gibt es auch eine DVD mit den Highlights von 1985.

Von Jan Gebauer

Live Aid 2005

Bob Geldof rief und die Stars kamen so zahlreich wie schon 20 Jahre zuvor: Ob Madonna, Robbie Williams, U2, Faith Hill, Duran Duran oder Mariah Carey – selten hat man so viele Weltstars bei einem Mega-Event gesehen. Die Popmusik-Elite verteilte sich am 2. Juli auf Städte in der ganzen Welt. Neben dem Megakonzert im Londoner Hyde Park wurde an neun weiteren Orten der Mitgliedstaaten des G8-Gipfels und Südafrika musiziert: Paris, Berlin, Rom, Philadelphia, Tokio, Moskau, Barrie (Kanada), Cornwall (Großbritannien) und Johannesburg. Das Event war 20 Jahre nach dem legendären Live-Aid-Konzert aus dem Jahre 1985 das bis dato weltgrößte Musikereignis. Geschätzte 2 Millionen Menschen waren an den einzelnen Orten live dabei. Zu den Highlights aus schwuler Sicht gehörte natürlich der Auftritt von Madonna im Hyde Park, die ganz in weiß ihre großen Hits "Music", "Like A Prayer" und "Ray Of Light" zum Besten gab. Auch der offen schwule Michael Stype war mit seiner Band R. E. M. in England anwesend. Diese glänzten mit einer ihrer schönsten Balladen: "Everybody Hurts". Am Brandenburger Tor in Berlin gab es neben Legenden wie Brian Wilson (Beach Boys) und Roxy Music auch heimische Größen wie Herbert Grönemeyer, Silbermond und Juli. Ob nun in England oder Deutschland: Alle Künstler traten kostenlos auf und auch das Ansehen der Auftritte musste von den Zuschauern nicht bezahlt werden.

Hintergrund

Am 6. Juli 2005 wird ein weiteres Konzert in Edinburgh veranstaltet, bei dem eine Millionen Zuschauer erwartet werden. Parallel dazu findet auch der G8-Gipfel in Schottland statt. Bei den G8-Ländern handelt es sich um Russland und die sieben führenden Industrie-Nationen der Welt: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Ziel von Live-Aid-Initiator Bob Geldof und seinen Unterstützern ist es, Millionen von Menschen und ihre Stimmen zu mobilisieren, um Druck auf die G8-Länder bzw. deren Regierungschefs auszuüben. Gemeinsam will man die Staaten dazu bringen, den Ländern Afrikas die Schulden zu erlassen und einen fairen Handel in diesen Nationen zu gewährleisten. Mehr als 24 Millionen Petitionen wurden an diesem Wochenende gesammelt.

Live Aid 1985

Unvergessen sind natürlich die Live-Aid-Konzerte vom 13. Juli 1985 als unter anderem Sting, Sade, Eric Clapton, Bryan Adams, Simple Minds, Dire Straits, Status Quo und auch Madonna (damals noch am Anfang ihrer Karriere mit dem dünnen Hit "Holiday") auftraten. Anderthalb Milliarden Menschen saßen seinerzeit gebannt vor ihren Fernsehern – 2005 sollen es über zwei Milliarden gewesen sein. 1985 gab es aber nur zwei Austragungsorte: London und Philadelphia. Mit der limitierten Premierenversion "20 Years Ago Today" feiert man nun den 20-jährigen Geburtstag des Megaevents. Bereits im letzten Jahr erschien eine 4-DVD-Box. Auf dieser findet sich auch eine Dokumentation zu dem Großereignis. Auf der neuen Einzel-DVD gibt es unter anderem die Schwulen-Ikonen Patti Labelle, Queen, Elton John, George Michael, Tina Turner und David Bowie zu sehen. Am Ende gibt es auch das legendäre Finale mit "Do They Know It's Christmas?".

4. Juli 2005