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Gegen Tabuisierung

Patrick Lindner: So wichtig ist LGBTI-Aufklärung in der Schule

"Jugendliche denken ganz anders über Homosexualität, wenn sie mal im Unterricht zum Thema gemacht worden ist", erklärte der Schlagersänger in einem Zeitungsinterview.


Volksmusik- und Schlagersänger Patrick Lindner ist als schwuler Künstler erfolgreich in einem der konservativsten Entertainment-Sparten in Deutschland (Bild: Telamo)

In einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" hat sich der Schlager- und Volksmusiksänger Patrick Lindner für mehr LGBTI-Aufklärung in der Schule ausgesprochen. Dies sei zur Unterstützung queerer Jugendlicher und als Maßnahme gegen Mobbing notwendig, so der 57-Jährige, der sich selbst erst 1999 als schwul geoutet hat.

"Als ich festgestellt habe, dass ich sexuell anders orientiert bin, hatte ich niemanden, der mir geholfen hätte", sagte Lindner gegenüber der Regionalzeitung. "Das kommt natürlich auch heute noch oft vor, obwohl es mehr Anlaufstellen gibt. Aber die Selbstmordrate ist bei homosexuellen Jugendlichen noch immer viermal höher als bei den anderen."

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"Es geht um verschiedene Lebensweisen"

Dies sei ein Grund, warum er sich mit der Patrick-Lindner-Stiftung für LGBTI-Jugendliche engagiere, so der Künstler weiter: "Wir unterstützen ein Schulprojekt, das von manchen immer noch falsch verstanden wird. Da bekommt man dann oft zu hören: Wir wollen keinen Unterricht zur sexuellen Ausrichtung. Den Kritikern sagen wir dann, es geht um verschiedene Lebensweisen, die im Schulunterricht nie angesprochen werden." Heute wisse man auch: "Jugendliche denken ganz anders über Homosexualität, wenn sie mal im Unterricht zum Thema gemacht worden ist. Sie schreien dann nicht mehr so Sachen wie 'Du schwule Sau' über den Schulhof."

Homosexualität sei in unserer Gesellschaft "mit Sicherheit nicht" tabubefreit, meinte Lindner im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen". "Zwar gibt es viele Leute, die das behaupten. Man stellt aber immer wieder fest, dass dies oft nicht so ist, besonders wenn Homosexualität in der eigenen Familie vorkommt."

Die Patrick-Lindner-Stiftung hat 2013 ihre Arbeit aufgenommen und kooperiert eng mit der Münchner Regenbogenstiftung (queer.de berichtete). Das Startkapital in Höhe von 15.000 Euro stellte der Schlagersänger selbst zur Verfügung, außerdem brachte er 150.000 Euro erspielten Gewinn aus dem ZDF-Quiz "Rette die Million" ein. Auf der Website des Künstlers heißt es zum Engagement: "Aus eigener Erfahrung heraus möchte der Stifter Patrick Lindner mit der Patrick-Lindner-Stiftung junge Menschen in der Phase des Erwachsenwerdens und der Selbstfindung unterstützen und dazu beitragen, dass Jugendliche in diesem Lebensabschnitt eine akzeptierende und wertschätzende Umgebung vorfinden." (cw)



Patrick Lindner startet Stiftung für LGBT-Jugendliche

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Patrick Lindner erspielt 200.000 Euro für Regenbogen-Stiftung

In der ZDF-Quizshow "Rette die Million" hat Schlagersänger Patrick Lindner am Donnerstagabend 200.000 Euro gewonnen, die er für ein Jugendprojekt der Münchner Regenbogen-Stiftung spenden möchte
#1 PeerAnonym
  • 17.02.2018, 11:06h
  • Da hat er vollkommen recht.

    Aufklärung und Bildung sind der Schlüssel zu allem.

    Warum wollen wohl so viele Homohasser die künftigen Generationen dumm halten?! Um sie besser mit ihrem Hass vergiften zu können, sie besser manipulieren und lenken zu können.
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#2 Julian SAnonym
  • 17.02.2018, 11:27h
  • Fakt ist doch:
    Kinder und Jugendliche bekommen doch eh mit, dass es sowas wie Homosexualität und Transsexualität gibt. Entweder in der Familie oder bei Freunden der Eltern, bei Nachbarn, bei den Familien von Schulfreunden, auf der Straße, in den Medien, etc.

    Und da gibt es viel Unwissen und viel Horror-Stories die man sich zusammenspinnt und die sich wie Gerüchte weiterverbreiten.

    Oder die Jugendlichen suchen Infos im Internet und stoßen dann auf pornographische Inhalte.

    Ist es dann nicht besser, wenn pädagogische Experten den Kindern und Jugendlichen altersgerecht und didaktisch fundiert die wirklichen Fakten erklären?!
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#3 johannbAnonym
  • 17.02.2018, 11:45h
  • Richtiger weise trennt die Stiftung von Patrick Lindner die Notwenigkeit der LGBTI-Aufklärung in zwei Bereiche: Unterstützung queerer Jugendlicher UND Maßnahmen gegen Mobbing !
    Es wird also mit der LGBTI-Aufklärung weiter mehr Menschen geholfen, als lediglich den queeren Jugendlichen.
    Es sind nämlich alle Jugendlichen, die unter Mobbing ("du schwule Sau") leiden - aufgrund der noch nicht aureichenden Aufklärung zum Thema!
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#4 PierreAnonym
  • 17.02.2018, 12:06h
  • Aufklärung an der Schule ist immens wichtig.

    Erstens ist Bildung ja schon ein Grundwert an sich.

    Zweitens hat Schule die Aufgabe, den Schülern etwas über die Realität beizubringen. Und verschiedene sexuelle Orientierungen sind mal Teil der Realität.

    Drittens ist homo- und transphobes Mobbing immer noch Alltag an Schulen. Und die Selbstmordrate unter LGBTI-Jugendlichen ist 5-7 mal höher als bei Hetero-Jugendlichen.

    Und viertens profitieren auch die Hetero-Jugendlichen davon, wenn sie nicht vom Hass zerfressen durchs Leben gehen.
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#5 kuesschen11Profil
  • 17.02.2018, 12:28hFrankfurt/Main
  • Vielen Dank an Patrick Lindner für sein vorbildliches Engagement für Aufklärung über LGBTTIQ'S in Schulen.
    Schön, dass er eine Stiftung gegründet hat.
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#6 herve64Profil
  • 17.02.2018, 15:17hMünchen
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Wobei der Hass auf Nichtheterosexuelle auch nur dazu dient, einen vermeintlichen "Sündenbock" zu schaffen.

    Das wirkliche Ziel der Homohasser íst es, Kinder ein Leben lang in einem geistig-moralischen Abhängigkeitsverhältnis zu halten, weil man die Kinder, die man hervor gebracht hat, als so etwas wie Privatbesitz ansieht anstelle als selbständig denkende und handelnde Individuen zu erziehen.

    Da mögen sie Gottesfürchtigkeit und Moral noch so sehr vorschieben wie sie wollen, letztendlich ist die Triebfeder für ihr Verhalten der pure, machtgeile Egoismus, um sich als (Familien-)Tyrann produzieren zu können.
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#7 TimonAnonym
  • 17.02.2018, 17:16h
  • Jeder, der sich das Lehrmaterial ansieht, erkennt sofort, dass das sehr gut auf die jeweilige Altersklasse der Schülerinnen und Schüler abgestimmt ist. Anders würde das auch niemals genehmigt werden.

    Jeder, der da etwas von angeblicher "Frühsexualisierung" phantasiert, zeigt damit nur, dass er entweder bewusst lügt oder selbst die perversen Phantasien hat...
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#8 Tommy0607Profil
  • 17.02.2018, 18:13hEtzbach
  • Da hat er Vollkommen Recht . Denn die Gesellschaft braucht Aufklärung; und am Besten früh genug anfangen.
    Es gibt nämlich zu viele "Erzkonservative , besorgte Bürger , Intolerante " :
    Die überhaupt keine Toleranz und Akzeptanz haben ; und nur Rassismus sowie Homophobie kennen .
    Nebenbei : Er und sein Ex-Mann haben ja auch Erfahrung mit Kindererziehung.
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#9 herve64Profil
#10 Carsten ACAnonym
  • 17.02.2018, 18:36h
  • Antwort auf #7 von Timon
  • Und solche Leute behaupten dann oft auch noch, es ginge ihnen ums Kindeswohl.

    Dabei ist das Gegenteil der Fall: sie schaden Kindern und instrumentalisieren sie, um auf Kosten der Kinder Hass zu verbreiten.

    Denn Aufklärung ist nicht nur für LGBTI-Jugendliche wichtig, damit sie sehen, dass sie gleich wertvoll und völlig normal sind und damit auch das Mobbing gegen sie zurückgeht. Sondern es ist auch für die Hetero-Jugendlichen wichtig, die ganze Welt in ihrer Vielfalt zu kennen, nicht nur mit Hass durchs Leben zu gehen und z.B. auch im Berufsleben keine Probleme zu bekommen, weil man mit LGBTI-Kollegen nicht klarkommt.
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