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Trotz homophober Äußerungen

Kramp-Karrenbauer wird CDU-Generalsekretärin

Mit der saarländischen Ministerpräsidentin holt die Kanzlerin eine erbitterte Gegnerin der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben nach Berlin.


Annegret Kramp-Karrenbauer ist seit 2011 Ministerpräsidentin des kleinsten deutschen Flächenlandes (Bild: Olaf Kosinsky, wiki commons, by sa 3.0)

Die 55-jährige CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer soll nach Berichten der "Süddeutschen Zeitung" und des "Spiegel" neue Generalsekretärin ihrer Partei werden. Die saarländische Regierungschefin wäre damit Nachfolgerin von Peter Tauber, der nach einer schweren Krankheit in den letzten Wochen kaum noch in der Öffentlichkeit präsent war. Kramp-Karrenbauer soll offenbar am 26. Februar beim CDU-Parteitag in Berlin, bei dem auch über den Koalitionsvertrag mit CSU und SPD abgestimmt wird, zur Generalsekretärin gewählt werden.

Zu den Aufgaben des Generalsekretärs gehört es, die politischen Standpunkte der eigenen Partei zugespitzt nach außen zu vertreten. Das hat die Merkel-Vertraute Kramp-Karrenbauer bereits in der Vergangenheit getan, wenn es um Rechte von sexuellen Minderheiten ging: Im Juli 2015 sorgte sie für Empörung unter vielen Schwulen und Lesben, als sie die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare mit der Begründung ablehnte, dass ein solcher Schritt auch zur Anerkennung von Viel- oder Verwandten-Ehen führen könne (queer.de berichtete).

Trotz heftiger Kritik auch aus der eigenen Partei und Rücktrittsforderungen aus den Reihen des sozialdemokratischen Koalitionspartners im Saarland hat sich die CDU-Politikerin bis heute nicht für diesen Vergleich entschuldigt. Stattdessen warf sie der LGBTI-Community eine schlechte Diskussionskultur vor. Von queer.de bekam die Ministerpräsidentin deshalb die "Homo-Gurke" verliehen. Später sprach sie sich in Interviews auch mehrfach gegen ein Adoptionsrecht für Homo-Paare aus – eine Podiumsdiskussion der Ministerpräsidentin mit dem LSVD änderte nichts an ihren Auffassungen (queer.de berichtete).

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Kramp-Karrenbauer warnt vor angeblich düsteren Folgen der Ehe-Öffnung

Als die Ehe für alle im letzten Sommer schließlich beschlossen wurde, kartete Kramp-Karrenbauer sogar nach. In einem Zeitungsinterview machte sie sich Sorgen um die angeblich negativen Folgen des Falls des Ehe-Verbots für Schwule und Lesben: "Man muss aber im Blick behalten, dass das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts dadurch nicht schleichend erodiert", so Kramp-Karrenbauer (queer.de berichtete).

Im Gespräch für die Nachfolge von Tauber war bis zuletzt auch der offen schwule CDU-Politiker Jens Spahn. Medien spekulierten, dass der 37-Jährige als Zeichen an die innerparteilichen Merkel-Kritiker den Job übernehmen könnte. Damit ist noch völlig offen, welchen neuen Posten der bisherige Finanzstaatssekretär in der möglichen neuen Großen Koalition erhalten wird. (dk)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 19.02.2018, 10:22h
  • Leute,

    CDU bleibt CDU und deshalb für jeden von uns, der von hier nach da denken kann, unwählbar.

    Nun ist der rechtsklerikale Rand, den Kramp-Karrenbauer repräsentiert, bestehend aus Evangelikalen und Kuby-Katholen, in Zeiten, in denen selbst österreichische Bistümer unsereinen ihren Segen geben wollen, als Wählerpontenzial eine überschaubare Größe.

    Ebenso überschaubar sind die strategischen und rhetorischen Fähigkeiten des Merkel-Klons von der Saar.

    Merkels Wahl zeigt also eher, dass Merkel wie immer Kritik nicht ertragen kann. Die Pastorentochter ist mit ihrer 'Agitation und Propaganda' am Ende. So oder so.
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#2 Sven100Anonym
  • 19.02.2018, 10:23h
  • Vieles deutet darauf hin, dass Kramp-Karrenbauer von Merkel als ihre Nachfolgerin aufgebaut wird.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 19.02.2018, 10:38h
  • Antwort auf #2 von Sven100
  • Kramp-Karrenbauer steht für die CDU als 'Partei des platten Landes'. Und zwar des westdeutsch-katholischen platten Landes.

    Denn selbst sehr positive Aspekte ihrer Politik wie ihr Frankreich-Plan (Französisch als Zweitsprache an der Saar) sind wohl auf dem platten Land im Osten schwer vermittelbar.
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#4 Julian SAnonym
  • 19.02.2018, 10:54h
  • "holt die Kanzlerin eine erbitterte Gegnerin der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben"

    "Kramp-Karrenbauer warnt vor angeblich düsteren Folgen der Ehe-Öffnung"

    Eine der größten Homo-Hasserinnen der CDU soll jetzt also Generalsekretärin der Partei werden... Das zeigt wieder mal, dass die CDU bewusst am rechten Rand fischen will und bewusst einen Teil der Bürger ausgrenzt, um mit Rechtspopulismus Stimmen zu fangen.
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#5 No GroKoAnonym
  • 19.02.2018, 11:11h
  • Will die SPD wirklich mit so einer Partei auf Bundesebene koalieren?

    Ach ja, die SPD hat ja alle GLBTI-Wahlversprechen aufgegeben. Passt schon...
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 19.02.2018, 11:19h
  • Antwort auf #5 von No GroKo
  • Deutschland ist ein strukturkonservatives Land und im Bundestag sitzt 2018 eine rechte Mehrheit. Die GroKo ist die einzige Möglichkeit, jetzt noch Positionen der Mitte in die deutsche Politik einzubringen.

    Das sah nach der Wahl 2013 allerdings noch anders aus...
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#7 MausmakkiAnonym
  • 19.02.2018, 11:21h
  • Antwort auf #3 von goddamn liberal
  • So besonders ist der Plan mit Französisch als 2 Sprache im Saarland nicht.In Brandenburg oder Sachsen gibts Kitas in denen deutsch und polnisch unterrichtet wird.Dort macht Französisch sicher keinen Sinn wie es umgekehrt auch der Fall wäre.
    Zumal das Saarland sowieso an Bevölkerung verliert und das als einziges westdeutsches Bundesland. Trotz CDU Regierung.Trotz Fr. Krank-Kalauer.Und trotz Französisch als 2 Amtssprache. Vielleicht sollte sie Napoleon wiederbeleben.Bezweifle aber das dadurch mehr Deutsche in ihr heimeliges Ländle reisen und sich niederlassen wollen. Und Französisch als 2 Amtssprache ist nun mal für 99,9% der Deutschen kein notwendiges Kriterium sich gerade im Saarland nieder zu lassen. Und Franzosen stürmen das Saarland wahrscheinlich auch nur zum Einkaufen,nicht zum sesshaft werden. Sie hättes besser Spanisch oder Chinesisch genommen wenn es schon nicht Englisch sein durfte;) Hätte wirtschaftlich jedenfalls mehr Sinn gemacht. geografisch zwar nicht- aber für was braucht man im Saarland Französisch als 2 Amtssprache? Dann könnte man das auch in Hessen oder Hamburg einführen. Vermutlich ist Deutsch oder Englisch auch nicht 2 Amtssprache im Elsass, obwohl man das dann aus der Historie gesehen heraus auch so handhaben müsste meiner Meinung nach.
    FAZIT: CDU im SAARLAND taugt auch nichts!Homophober Schite wird auf französisch auch nicht besser.
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#8 Carsten ACAnonym
  • 19.02.2018, 11:23h
  • Kramp-Karrenbauer ist eine lupenreine Hetzerin:

    Im Juli 2015 hatte Kramp-Karrenbauer gewarnt, die Eheöffnung könne zu Inzest und Polygamie führen.

    Ich zitiere:
    """"""
    "Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen. Wollen wir das wirklich?"
    """"""""

    Quelle:

    www.queer.de/detail.php?article_id=23916

    Natürlich wie immer bei solchen Hetzern: ohne jede theoretische Begründung und ohne jeden empirischen Beleg. Einfach mal was behaupten, um Hass zu schüren.

    Nein, diese Personalie ist indiskutabel.

    Statt sich (wenigstens langsam) zu modernisieren, geht die CDU wieder stramm zurück.

    Wollen wahrscheinlich die AfD nachäffen und vergessen dabei, dass die Leute, die AfD wählen, schon ihre Partei haben.
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#9 Paulus46Anonym
  • 19.02.2018, 11:25h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • "Leute,

    CDU bleibt CDU und deshalb für jeden von uns, der von hier nach da denken kann, unwählbar."

    ---> Vor 20 Jahren hätte ich dies auch so beantwortet.

    Aber ich erkenne an, das die CDU sich in TEILEN verändert hat. Es kommt daher darauf an.
    Bei Kommunalwahlen sind auch CDU-Politiker wählbar, wenn von Ihnen bekannt ist, das sie LGBTI-freundlich sind und sich beispielsweise positiv zur Ehe für alle geäußert haben.

    Bei Landtagswahlen: die CDU ist dort in den allermeisten Bundesländern wählbar. Führende CDU-Landespolitiker wie Ingo Senfleben (Vorsitzender der CDU Brandenburg), Monika Grütters aus Berlin (Vorsitzende der CDU Berlin), Roland Heintze (Vorsitzender der CDU Hamburg), Thomas Strobl (Vorsitzender der CDU Baden-Württemberg), Mike Mohring (Vorsitzender der CDU Thüringen) oder auch Daniel Günther (CDU Vorsitzender Schleswig-Holstein) hatten sich letztes Jahre befürwortend zur Ehe für alle ausgesprochen und dies unterstützt.

    Die Haltungen von Vincent Kokert (Vorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern), Volker Bouffier (CDU Hessen) oder Jörg Kastendiek (Vorsitzender der CDU Bremen) kenne ich nicht "wirklich"; ich habe Sie aber nicht negativ in Erinnerung, was die Ehe für alle angeht.

    Dagegen und negativ aufgefallen waren mir "nur" Kramp-Karrenbauer (CDU Vorsitzende Saarland), Julia Klöckner (CDU Vorsitzende Rheinland-Pfalz) und Armin Laschet (CDU Vorsitzender Nordrhein-Westfalen).

    Fazit: So wie bei der Abstimmung zur Ehe für alle über ein Viertel der CDU/CSU Abgeordneten zugestimmt haben wie Peter Altmaier, Ursula von der Leyen, Peter Tauber, Kristina Schröder, Ole Schröder, Bernd Fabritius, usw. UNTERSCHEIDE ich mittlerweile sehr differenziert, welcher CDU-Politiker dort zur Wahl steht und lehne nicht mehr wie vor 20 Jahren die CDU generell ab.

    LGBTI-Freundlich bewerte ich generell SPD, Grüne/Bündnis90, Piratenpartei, FDP, Linkspartei, Satirepartei "Die Partei", Freie Wähler, Partei "Die Urbane", Ökologische Volspartei (ÖvP), Tierschutzpartei sowie Partei der Veränderung, Vegetarier und Veganer sowie auch bedeutende TEILE der CDU/CSU.

    Bei der CDU "geht" ein Riss zwischen LGBT-freundlichen Politikern und eher LGBT-unfreundlichen Politikern. Ich würde aber nicht mehr die CDU per se als LGBTI-unfreundlich einstufen, dazu hat sich die CDU in den letzten 20 Jahren zu sehr positiv verändert.
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#10 sanscapote
  • 19.02.2018, 11:26h
  • Antwort auf #5 von No GroKo
  • Fuer den Machterhalt wueder die SPD sogar mit dem "Teufel" koalieren oder tut sie es bereits?
    Die Umfragewerte der SPD mittlerweile um die 15% mit Drall nach unten. Sozial war einmal, als wichtiges z.G. der Bevoelkerung noch angesagt war. Dann traten die Hasardeure und Egoisten auf die Bildflaeche, denen das Volk und das soziale Gewissen egal waren.
    Dazu kommt, dass durch das LPG die sich die LGBTIQs trauen, um ihrer Rechte zu kaempfen. Jedoch verschliessen die machtgeilen Politiker die Augen und schliessen wieder wichtige Teile der Bevoelkerung aus.
    Hat die SPD noch immer nicht bemerkt, welche Macht wir LGBTIQ mit unserer Stimme haben?
    Auch die Schwarzen werden diesen Weg gehen. Weshalb erstarkt die AfD? Weil bestimmte Bevoelkerungsschichten den leeren Versprechungen der grossen Parteien keinen Glauben mehr und daher auch keine Stimme mehr schenken.
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