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Deutscher Bundestag

Jetzt hat auch die FDP-Fraktion einen "Sprecher für LSBTI"

Der neue schwule Abgeordnete Jens Brandenburg will "Sprachrohr derer sein, die nicht in das konservative Weltbild der künftigen Regierung passen".


Der Ökonom Jens Brandenburg, geboren 1986 in der Nordeifel, ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestags

Queer.de wirkt: Nachdem wir Anfang Februar berichtet hatten, dass nur die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und Linken queerpolitische Sprecher bestimmt haben, zog die FDP nun nach. Am Dienstag informierten die Liberalen in einer Pressemitteilung, dass der Abgeordnete Dr. Jens Brandenburg zu ihrem "Sprecher für LSBTI" gewählt wurde.

"Die ehemals große Koalition bleibt für LSBTI völlig ambitionslos. Umso wichtiger wird jetzt eine starke liberale Stimme aus der Opposition.", erklärte Brandenburg die Entscheidung der FDP-Fraktion. In der Pressemitteilung heißt es weiter: "Die Freien Demokraten wollen weiterhin Sprachrohr derer sein, die nicht in das konservative Weltbild der künftigen Regierung passen."

Parlamentarische Initiativen angekündigt

Brandenburg, der 2017 über Platz neun der Landesliste der FDP Baden-Württemberg erstmals in den Bundestag einzog, will sich unter anderem dafür einsetzen, das Familienrecht "endlich an die Lebenswirklichkeiten des 21. Jahrhunderts anzupassen". Parlamentarische Initiativen kündigte der 31-Jährige auch zur Erweiterung des Diskriminierungsschutzes des Grundgesetzes, für eine "tragbare Entschädigung" der Opfer des Paragrafen 175, für einen "funktionierenden Aktionsplan" gegen Homo- und Transphobie sowie für eine Erneuerung des Transsexuellengesetzes an.

Auf seiner Homepage outet sich Jens Brandenburg, der in der Nordeifel geboren wurde und mit zwei Brüdern im gastronomischen Familienbetrieb seiner Eltern aufwuchs, als schwul: "Seit 2006 bin ich mit meinem Lebenspartner in der Kurpfalz zuhause", heißt es dort. Der ehemalige Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Baden-Württemberg studierte Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Uni Mannheim. Nach der Promotion zum Dr. rer. soc. war er für eine internationale Unternehmensberatung tätig. Freizeit außerhalb der Politik verbringe er gerne mit Reisen und Lesen, heißt es auf seiner Homepage.

Union und AfD haben keine offiziellen LGBTI-Ansprechpartner

In der SPD-Fraktion ist der Hamburger Abgeordnete Johannes Kahrs weiterhin "Beauftragter für die Belange von Lesben und Schwulen". Queerpolitische Sprecherin der Linksfraktion ist Doris Achelwilm aus Bremen. Mit Sven Lehmann und Ulle Schauws, beide aus NRW, haben die Grünen als einzige Fraktion gleich zwei Ansprechpartner für LGBTI-Themen. Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und AfD haben keine Sprecher für queerpolitische Fragen bestimmt. (mize)



#1 kuesschen11Profil
  • 20.02.2018, 20:00hFrankfurt/Main
  • Das ist ein queer-politischer Lichtblick für die FDP-Fraktion.

    Da wünsche ich Herrn Brandenburg alles Gute.
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#2 herve64Profil
#3 Ralph
  • 20.02.2018, 21:13h
  • Ich erinnere mich nicht, dass Guido Westerwelle sich je öffentlichkeitswirksam für unsere belange eingesetzt hätte,und dass die FDP in der Opposition gerne Forderungen vertritt, die sie in der Regierung sofort fallen lässt, ist ja auch bekannt. Mir ist im Gedächtnis, dass die Aufnahme der sexuellen Orientierung in Art. 3 GG aus den Reihen der FDP mit dem "Argument" abgelehnt wurde, dann müsse man ja wohl auch Brillenträger vor Diskriminierung schützen. Der Dr. Brandenburg mag ja vielleicht aufrichtige Ambitionen hegen, was erreichen wird er aber in seiner Partei kaum. - Was hat die FDP noch mal alles in den Jamaika-Verhandlungen für uns gefordert? War da was?
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#4 Patroklos
#5 goddamn liberalAnonym
#6 LorenProfil
#7 goddamn liberalAnonym
  • 21.02.2018, 08:26h
  • Antwort auf #6 von Loren
  • Heheh...

    Mir kommt das Szenario irgendwie iranisch vor.

    Wobei sich die Frauen im Iran schwarz verschleiern müssen.

    AKK tut es freiwillig, um ihrem heiligen Vater Ratzinger zu huldigen.
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#8 LorenProfil
  • 21.02.2018, 08:55hGreifswald
  • Antwort auf #7 von goddamn liberal
  • Ist mir klar. Wenn das die Hoffnungsträgerin einer sich erneuernden CDU sein soll, dann gehts gewaltig (hoffentlich nicht gewalttätig) back to the roots. Da sehe ich mich glatt vor meinem geistigen Auge wieder als Kleinkind im katholischen Gottesdienst irgendwann Anfang der 1960er auf hartem Holz knien, eine Übung, die mir damals nicht nur wegen meiner spitzen Knie missfiel.
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#9 Frank VTSMAnonym
  • 21.02.2018, 09:16h
  • Dann hoffen wir, vom VTSM e.V., dass dieser "Sprecher für LSBTI" die geschichtliche Bedeutung seine Parteikollegen Wolfgramm und Kleinert und deren Engagement für Menschen mit Transsexualität kennt.
    Und das ihm auch folgendes Zitat aus einer Antwort der FDP Niedersachsens an den VTSM e.v.:
    "Die FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen teilt Ihre Auffassung, dass das originär transsexuelle Phänomen als eigenständiges Phänomen anzuerkennen ist und auch in der Öffentlichkeit stärker zu benennen ist."
    nicht unbekannt ist.

    Frank Gommert
    Vereinigung-TransSexuelle-Menschen e.V.
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#10 TheDadProfil