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Statistik

Berlin: 680 Homo-Paare haben geheiratet

Bis zum Jahreswechsel nutzten 449 schwule und 231 lesbische Paare die neue Möglichkeit, endlich eine Ehe eingehen zu können.


Hochzeitstorten für gleichgeschlechtliche Paare gehören in Berlin zum Bäcker-Alltag (Bild: Amaury / flickr / by-nd 2.0)

In den ersten drei Monaten nach der Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare haben sich in Berlin 680 von ihnen standesamtlich trauen lassen. Das ergab eine Antwort von Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD) auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Anja Kofbinger und Sebastian Walter.

Die Ehe für alle war im letzten Sommer im Bundestag beschlossen worden und zum 1. Oktober in Kraft getreten. Zwischen diesem Stichtag und dem 31. Dezember wurden in der Hauptstadt insgesamt 3.700 neue Ehen geschlossen. Von den 680 gleichgeschlechtlichen Ehen entfielen 449 auf Männerpaare und 231 auf Frauen. 466 der gleichgeschlechtlichen Paare ließen durch die Eheschließung ihre Lebenspartnerschaft upgraden.

Die meisten gleichgeschlechtlichen Ehen gab es in Tempelhof-Schöneberg (181), Charlottenburg-Wilmersdorf (100) und Friedrichshain-Kreuzberg (97). Die Antwort des Senats (PDF) enthält eine umfassende Aufschlüsselung nach Monaten und Orten.

Über 10.000 Lebenspartnerschaften abgeschlossen

Mit der Öffnung der Ehe entfiel das bisherige Rechtsinstitut der Lebenspartnerschaft: Bestehende Lebenspartnerschaften bleiben beibehalten und können in eine Ehe umgewandelt werden, es können aber keine neuen eingegangen werden.

Die Antwort von Akmann enthält auch viele Details zu ihnen: So waren zum 30. September in Berlin 17.003 Personen gemeldet, die in einer Lebenspartnerschaft lebten. In der Stadt selbst waren seit der Einführung des Rechtsinstituts bis zum Stopp von Neueintragungen 10.460 Lebenspartnerschaften geschlossen worden, 2016 etwa noch von 821 Paaren.

In den letzten Jahren hatten Berliner Amtsgerichte pro Jahr ca. 150 bis 170 Lebenspartnerschaften wieder aufgehoben, also geschieden. Das umfasst auch Paare, die sich anderswo ihr ursprüngliches Ja-Wort gegeben hatten. (nb)



#1 Patroklos
#2 MarkKerzmanProfil
  • 22.02.2018, 07:33hVenice Beach
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • >>> eine positive Nachricht <<<
    Eine positive Nachricht? Ich würde eher sagen, eine überaus enttäuschende Nachricht. Jahrelange Kämpfe um Gleichstellung, und dann, nach der Freigabe, solch eine Mickerquote! Who knew? In U.S.A. haben in der ersten Woche nach der Freigabe angeblich ca. 9500 Schwule geheiratet (bei einer Gesamteinwohner-Relation von 85 Mil.[Deutsche] zu 330 Mil. [Amerikaner]).
    Immerhin: die Gleichstellung der Ehe ist erreicht, man kann, wenn man will, aber offenbar will man nicht. Sollte das etwa heißen: einem Prinzip (Gleichstellung) zuliebe auf die Pauke geschlagen, und wenns zum Tanzen geht, Nööö!, also ein nothing burger? Wie gesagt: enttäuschend!
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#3 Patroklos
#4 TheDadProfil
  • 22.02.2018, 09:47hHannover
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • ""da Berlin ja leider einmal wieder in den letzten Tagen""..

    Daran zeigt sich jetzt nur die Aufmerksamkeitsspanne die Dir offenbar zur Verfügung steht..

    Denn gerade "in den letzten Tagen", also seit letzten Sonntag, gab es gar keine Meldung dazu..
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#5 RobinAnonym
  • 22.02.2018, 10:14h
  • Herzlichen Glückwunsch allen Paaren.

    Und das nur schon in Berlin und nur schon in den ersten 3 Monaten. Das zeigt, dass es durchaus einen Bedarf dafür gibt.

    Jetzt wird es Zeit, die weiteren rechtlichen Diskriminierungen abzuschaffen. Daran wird sich jede kommende Regierung messen lassen müssen.

    Und da die SPD alle LGBTI-Forderungen für die neue Groko aufgegeben hat, muss sie auch die Konsequenzen tragen.
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#6 Sven100Anonym
#7 Patroklos
#8 PeerAnonym
  • 22.02.2018, 12:23h
  • Antwort auf #6 von Sven100
  • "Welche weiteren rechtlichen Diskriminierungen gibt es noch?"

    - Ergänzung Art. 3 GG um die Merkmale "geschlechtliche Identität" und "sexuelle Orientierung"

    - Anpassung des Abstammungsrechts, wo Lesben seit der Eheöffnung schlechter gestellt sind als Schwule

    - Reform des AGG, so dass dort keine Erlaubnis mehr zur Diskriminierung von Homo- und Transsexuellen gegeben ist

    - Reform des Transsexuellen-Gesetzes

    - Neufassung der gesetzlichen Regeln für Intersexuelle

    - Verbot sogenannter "Konversionstherapien", die schwerste psychische Schäden verursachen und bis zum Selbstmord führen können

    - Asylrecht für verfolgte Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuelle

    Um nur mal die wichtigsten Punkte zu nennen.

    Vieles davon hatte die SPD auch vor der letzten Wahl versprochen, aber dann wieder mal komplett aufgegeben.
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#9 Julian SAnonym
#10 Patroklos