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14 Festnahmen im In- und Ausland

Wien: "Familienbanden" nahmen Schwule aus

Eher zufällig stieß die Polizei auf eine größere Tätergruppe, die u.a. Freier erpresste und ausraubte.


Symbolbild: Nach mehreren Monaten Ermittlungen hat die Wiener Polizei 16 Haftbefehle erwirkt (Bild: Polizei Wien)

Den Ermittlern des Landeskriminalamtes Wien ist nach eigenen Angaben vom Mittwoch "ein großer Schlag gegen eine 16-köpfige Tätergruppe" gelungen, der bereits 19 Straftaten aus einer vermuteten hohen Anzahl von Gesamttaten vorgeworfen wird. Die Opfer waren zumeist schwule Männer.

Die Ermittlungen liefen demnach seit einem Überfall in einer Privatwohnung am 13. Mai 2017 auf Hochtouren. Drei unbekannte Täter hatten einen 78-Jährigen überfallen, während dieser in seiner Wohnung schlief, und Bargeld gefordert.

Die Ermittlungen führten zu einem 22-Jährigen. Laut Polizei stellte sich heraus, dass dieser "bereits in der Vergangenheit in der 'homosexuellen Stricherszene' auffällig" geworden sei. Nach einer Überprüfung weiterer Straftaten konnten die Ermittler feststellen, dass es in diesem Bereich und speziell im Schweizergarten zu einer auffälligen Anhäufung von Straftaten gekommen war.

Durch erweiterte Strukturermittlungen sowie gezielte Maßnahmen konnte festgestellt werden, dass in dieser Szene eine "kriminelle Organisation" aus "zwei bis drei Familienbanden" tätig war, die in wechselnder Zusammensetzung in Erscheinung trat. "Den Lebensunterhalt finanzierte sich die Gruppe zum Großteil durch Straftaten gegen das Eigentum sowie mit Prostitution im Homosexuellenmilieu", so die Polizei unter Verwendung eines diskriminierenden Begriffes.

Ermittler trafen auf schweigende Opfer

Bei den Opfern handelte es sich oftmals um die Kunden der jungen Männer, zumeist um Schwule zwischen 45 und 80 Jahren. "Oftmals drohten die Täter ihren Opfern, diese als homosexuell zu outen sowie deren wirtschaftliche oder auch private Existenz zu zerstören", so das LKA. "Aus diesem Grund wurde auch oftmals keine Anzeige bei der Polizei erstattet bzw. wurden zum Teil auch falsche Angaben gemacht".

Letztlich hätten die Ermittlungen sich als äußerst schwierig gestaltet und viele vertrauliche Gespräche umfasst. Dass die Verdächtigen falsche "Szenenamen" nutzten, habe die Ermittlungen weiter erschwert, so dass "vorerst nur einzelne Puzzleteile von Straftaten zusammengetragen" werden konnten.

Dennoch konnten im Zuge der Ermittlungen insgesamt 19 Straftaten geklärt sowie 16 europäische Haftbefehle bzw. Festnahmeanordnungen erwirkt werden. Davon seien bereits 14 Festnahmen vollzogen worden.

Im Bereich der Prostitution kommt es auch in den schwulen Szenen Deutschlands immer wieder zu Straftaten. So wird in Berlin diskutiert, wie man mit spezifischer Kriminalität vor allem im Fuggerkiez umgehen soll.



#1 Gerlinde24Profil
  • 21.02.2018, 13:05hBerlin
  • Das funktioniert bei älteren Schwulen aus zwei Gründen. Zum einen haben sie noch die Verfolgungen Nazideutschlands und der Adenauer-Ära im Kopf, und Angst, sich zu outen, und zum anderen, weil diese Drohung auch heute noch ihre Wirkung haben. Die Täter hingegen (sind es Österreicher mit oder ohne Migrationshintergrund?) gehen von der (falschen) Prämisse aus, dass Schwule sich "weibisch" verhalten, und sich nicht wehren. Mein Vorschlag: Bietet für ältere Schwule Kurse an, in denen ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird, z.B. durch Kampfsport, und installiert so etwas wie ein Notrufsignal, dass die Betroffenen bei sich tragen, und nur drücken brauchen.
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#2 schwulenaktivist
#3 olfwobAnonym
  • 21.02.2018, 13:59h
  • Antwort auf #1 von Gerlinde24
  • Mir schwebt schon lange eine Stiftung vor, in die Schwule - nach ihrem Tod - ihr Vermögen/Ersparnisse einbringen. Mir zum Beispiel geht es komplett gegen den Strich, dass mein Geld später "die bucklige Verwandschaft" erbt. Im Moment geht es an soziale Vereine, aber aus so einer Stiftung könnte dann gezielt eine Menge für ältere Schwule, junge Schwule die zuhause rausfliegen, Stipendien etc. getan werden.
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#4 ursus
#5 GeorgFalkenhagenProfil
#6 saltgay_nlProfil
  • 21.02.2018, 17:56hZutphen
  • Gegen Erpresser gibt es nur eins: sich nicht erpressen lassen. Alles andere ist ein wenig illegal und der Fantasie und Kreativität des Einzelnen überlassen.

    Es ist die mangelnde Solidarität der Schwulenszene, die solchen Straftaten Vorschub leistet. Man kann ja solchen "Erpressern" auch mal gemeinschaftlich unter die Arme greifen, falls sie unabsichtlich eine Treppe herunterfallen.

    Weiß man mehr über das Umfeld solcher Täter ist auch eine oPk, operative Personenkontrolle, sehr wirksam, da solche Leute ebenfalls erpressbar sind. Das wirkt auch ungemein.

    Auf ein ähnliche Art und Weise hatte man sich unter Barkeepern in Eindhoven (Niederlande) zu Einsatzgruppen verabredet und damit die Szene schnell ausgetrocknet.
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#7 AnonymAnonym
#8 TheDadProfil
#9 RobinAnonym
  • 22.02.2018, 10:29h
  • Ein weiterer Grund sich zu outen. Wer offen schwul ist, ist auch nicht erpressbar.

    Hoffentlich bekommen diese Verbrecher die härtestmögliche Strafe.
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#10 Miss TakeAnonym