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"Unerwartetes Abenteuer"

Stephen Fry hat Prostata-Krebs

Der britische Schauspieler und Autor nutzte eine Video-Botschaft, um andere Männer dazu aufzurufen, sich auf Krebs testen zu lassen.


Fry nahm sich ordentlich Zeit, um seine Follower in sozialen Netzwerken über seine plötzlichen Erfahrungen mit dem Krebs zu informieren

Der britische Schauspieler, Autor, Komiker und Moderator Stephen Fry hat am Freitag mit einem Video in sozialen Netzwerken bekannt gegeben, dass er an Prostata-Krebs erkrankt ist. Der schwule 60-Jährige, der in Großbritannien als "National Treasure" gilt, berichtet in dem Video, dass der Krebs kurz vor Weihnachten diagnostiziert worden sei.

Anfang des Jahres wurden bei einem medizinischen Eingriff die Prostata und mehrere Lymphknoten entfernt, seitdem erhole er sich im Kreis der Familie, so Fry in dem 13-minütigen Video. Die Diagnose sei nach einer Grippeimpfung zufällig erfolgt, nachdem der Arzt auffällige Werte bei allgemeinen Tests fand.

Direktlink | Die Ankündigung Frys

Der Krebs, ein "kleiner aggressiver Scheißkerl", scheint sich nicht im Körper ausgebreitet zu haben, so Fry: "Im Moment bin ich fit, gesund und glücklich." Er entschuldigte sich bei Twitter dafür, sich erst jetzt mit dem Bericht über das "unwillkommene und unerwartete Abenteuer" an die Öffentlichkeit zu wenden, und nutzte den Schritt zugleich, um Männer "eines gewissen Alters" daran zu erinnern, Routine-Untersuchungen zu machen. Krebs könne jeden treffen.

Ein Talent wie kein anderes

Fry gilt als eines der größten Talente Großbritanniens. Seine Karriere begann mit der Uni-Komikertruppe Cambridge Footlights an der Seite von Emma Thompson und Hugh Laurie, mit dem er später ein erfolgreiches TV-Duo bildete. Als Schauspieler wurde er international u.a. durch "Blackadder" oder seine Titelrolle in (Oscar) "Wilde" bekannt.

Für die BBC drehte er mehrere Dokumentationen, etwa über seinen Kampf mit Depressionen oder mit "Out There" über Homosexualität weltweit – nach einem Interview mit dem ugandischen Ethikminister für die Sendung unternahm er einen Suizidversuch (queer.de berichtete). In Russland sorgte sein Treffen mit dem St. Petersburger Stadtrat und Homo-Hasser Witali Milonow für Schlagzeiln – noch heute unterstützt Fry u.a. das St. Petersburger Filmfestival "Side by Side".

Direktlink | Teil 1 der Reihe "Stephen Fry: Out There"

Er selbst hatte sich in den Neunzigern geoutet; 2015 heiratete er den jüngeren Schauspieler Elliott Spencer (queer.de berichtete). Der Autor von Erfolgsromanen wie "Der Lügner" hatte sich zuletzt ein wenig zurückgezogen: Die Moderation der populären BBC-Panel-Show "QI" gab er ebenso ab wie die der Bafta-Preisverleihung. (nb)

Twitter / stephenfry | Frys Reaktion auf die Ehe-Öffnung in Deutschland. In "QI" hatte er einst mit einem deutsch-österreichischen Akzent unterhalten. Teile seiner Vorfahren stammen aus Österreich und Ungarn und wurden in Auschwitz ermordet, zeigte die Reihe "Who Do You Think You Are".



#1 niccinicciAnonym
#2 RobinAnonym
#3 David JacobAnonym
  • 24.02.2018, 14:12h
  • Neben der Schauspielerei auch ein toller Schriftsteller.

    Er hat es schon nicht leicht gehabt in seinem Leben. Erst diese fucking Depressionen, die in einem Suizidversuch gipfelten und jetzt auch noch das. Alles, alles Gute, Stephen Fry.
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#4 FennekAnonym
  • 24.02.2018, 19:16h
  • Auch ich wünsche ihm von ganzem Herzen gute Genesung.

    Man sollte viel mehr Geld in die Erforschung und Bekämpfung von Krebs, HIV, Hepatitis, Alzheimer, Parkinson, etc. stecken.

    Da wäre das Geld besser aufgehoben statt in Kriegen.
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#5 VorsorgeAnonym
  • 24.02.2018, 20:03h
  • Auch wenn Krebs-Vorsorge-Untersuchungen etwas sind, mit dem sich niemand gerne beschäftigt, so sollte man das durchaus regelmäßig in Anspruch nehmen.

    Da geht es schließlich ums eigene Leben...
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