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Texas

Unter Buhrufen: Transmann erneut Ringer-"Meisterin"

Mack Beggs würde lieber gegen Jungs kämpfen, das wurde ihn aber im konservativen Texas verboten.


Mack Beggs wird dafür angefeindet, Schulsport machen zu wollen

Zum zweiten Mal in Folge hat der 18-jährige Transmann Mack Beggs am Samstag die texanische Ringer-Meisterschaft der Schülerinnen in der Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm gewonnen. Der Zwölftklässler, der bereits 2015 mit seiner Geschlechtsanpassung begonnen hatte, schlug bei der Landesjugendmeisterschaft in Cypress bei Houston im Finale wie schon im Vorjahr seine Kontrahentin Chelsea Sanchez.

Der Sieger wurde von den Zuschauern wegen seiner Geschlechtsidentität ausgebuht. Bereits bei seinen Kämpfen zuvor waren immer wieder Buh-Rufe aus dem Publikum zu hören.

Twitter / HowertonNews | Nach dem Sieg von Mack Beggs zeigt das Publikum seine Transphobie

Schon im letzten Jahr war die Teilnahme des Transmannes kontrovers. Eltern von Konkurrentinnen hatten gegen Beggs mobil gemacht und wollten ihn sogar per Klage aus dem Wettbewerb entfernen (queer.de berichtete). Ihre Argumentation: Transsexuelle Sportler sollten, wenn sie Hormone einnehmen, grundsätzlich von sportlichen Wettbewerben ausgeschlossen werden.

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Beggs würde lieber mit Jungs ringen

Beggs selbst sagte immer wieder, er wäre lieber bei den Jungs angetreten. Das widerspricht allerdings den Regularien des Wettbewerbs, das den Eintrag in der Geburtsurkunde als entscheidendes Kriterium für die Zuordnung zum Geschlecht macht. Der Veranstalter des Events, die University Interscholastic League, wollte für Beggs keine Ausnahme machen.

Gegenüber den "Dallas Morning News" beklagte Beggs, dass seine sportliche Leistung nicht ernst genommen werde. "Ich wollte nicht in diese Position gebracht werden und lieber mit Jungs ringen, aber ich musste mit Mädchen ringen", so Beggs. "Was kann ich sagen? Ich kann das texanische Parlament auffordern, die Regeln zu ändern, aber das geht nicht so schnell. Ich kann jetzt nur hoffen, dass die irgendwann mal merken, wie dumm die Regeln im Augenblick sind und dass man sie ändern muss, um Menschen in meiner Position Rechnung zu tragen."

Einige Gegnerinnen griffen Beggs persönlich an und warfen ihm vor, sich wegen seiner Hormontherapie Vorteile verschafft zu haben. So erklärte seine Halbfinalgegnerin Kayla Fitts, dass ihr Duell mit Beggs unfair gewesen sei. "Ich verstehe ja, wenn man sein Geschlecht ändern will, aber es gibt einen Ort und eine Zeit für alles. Man kann das nach der Highschool tun. Oder wenn man es tut, sollte man mit Sport aufhören." Eine andere Gegnerin weigerte sich sogar, gegen den 18-Jährigen anzutreten – angeblich aus Angst vor Verletzungen. (dk)

Direktlink | Die Zeitung "Dallas Morning News" interviewt Mack Beggs



#1 TackAnonym
  • 26.02.2018, 13:15h
  • Ich versteh den Frust der gegnerinnen. Er ist durch seine hormone im Vorteil. Aber die Schuld ist hier beim Veranstalter zu suchen, nicht bei ihm.
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#2 EulenspiegelAnonym
  • 26.02.2018, 13:36h
  • Antwort auf #1 von Tack
  • Ja, der Veranstalter gehört getreten.

    Nicht umsonst ist Testo auf der Dopingliste - also entweder bei den Männern antreten oder gar nicht. Und wenn bei den Männern wird er auch seinen Testo-Pegel mehr als ein normaler Transmann monitoren müssen.

    So ist das einfach nur Unfair für die Teilnehmrerinnen.

    Ich kenne Transmänner in einem normalen Hobby-Sportverein. Die liegen von der Kraft her im ganz normalen "Jungs"-Bereich, eine Frau müßte dafür Mengen trainieren wenn sie überhaupt so weit kommt.
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#3 Stefan84Anonym
  • 26.02.2018, 15:45h
  • Das Schöne ist halt die Heuchlerei dieser Hinterwälder. Texas geht seit Jahren bis zum Äußersten um legale Geschlechtsumwandlungen zu verhindern. Jedesmal wird in Gerichtsprozesse eingegriffen um Menschen zu diskriminieren. Diese Episode gäbe es ohne diesen Hass nicht.
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#4 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 26.02.2018, 19:58h
  • Puh, das ist grundsätzlich ein Problem und dass er das in Texas verstärkt erlebt, ist nicht verwunderlich, da Texas zu eine der Hochburgen der Republikaner zählt :-/

    Stay strong, Mack Beggs.
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#5 Gerlinde24Profil
  • 27.02.2018, 03:27hBerlin
  • Göttin, schmeiß Hirn runter. Nicht nur in Washington DC, sondern auch in Texas wird grad ne Menge davon gebraucht!
    Ich kenne die Regeln in den USA nicht, ab wann man da als Transmann als Mann gilt (einschließlich Änderung der Geburtsurkunde), ist vermutlich von Staat zu Staat verschieden. Darum sollte er lieber aus dem piefigen Texas fort gehen, um woanders sein Glück suchen.
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#6 Tommy0607Profil
  • 27.02.2018, 17:09hEtzbach
  • Er ist ein Mann und Punkt!
    Das sollten man "einige, liebe" Menschen verstehen lernen.
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#7 queergayProfil
  • 27.02.2018, 22:19hNürnberg
  • Der Transmann soll allen seinen Gegner zeigen, was eine Harke ist. Aufrecht gehen - aufrecht stehen. Am besten noch in die Politik gehen oder auch Rechtsanwalt werden.
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#8 mausmops53Anonym