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Kommentare zu:
Dieter Nuhr und Jürgen von der Lippe wollen nicht homophob sein


#161 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 08.03.2018, 21:18h
  • Antwort auf #119 von TheDad
  • Nur bei dem Punkt "Treue" muss ich sagen, dass mir das persönlich definitiv wichtig ist. Und das sehe ich nicht als "Verdummbibelung" sondern das hat einen eher philosophischen Charakter. Untreue ist für mich unmoralisch. Und ich hab mit der Bibel nichts zu tun und auch nicht mit dem Christentum. Das ist einfach meine ethische Einstellung.

    Und heutzutage hast du schon eine Möglichkeit, jemanden zu finden, der für eine offene Beziehung bereit ist, wenn dir das eher zusagt.

    Mir ist eben Treue wichtig und noch weitere Faktoren und dementsprechend hab ich meine Partnerin gefunden, wo es an diesen und weiteren Punkten harmoniert.
    Für mich ist es nicht schwer, treu zu sein. Das funktioniert bei mir automatisch, und mit Liebe und Romantik fühlt sich das wunderbar an.
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#162 TheodorAdornoAnonym
  • 09.03.2018, 04:01h
  • Antwort auf #159 von AmurPride
  • ...schrieb in "Minima Moralia" 1951:

    "Eine emanzipierte Gesellschaft jedoch wäre kein Einheitsstaat, sondern die Verwirklichung des Allgemeinen in der Versöhnung der Differenzen. Politik [...] sollte deswegen die abstrakte Gleichheit der Menschen nicht einmal als Idee propagieren. Sie sollte statt dessen [...] den besseren Zustand aber denken als den, in dem man ohne Angst verschieden sein kann."

    kritischeperspektive.com/kp/2016-20-zitat-der-woche/

    Oder, wie Thomas Grossmann schrieb:
    "Schwul, na und?" (1981)

    Im Klartext: ein Mensch soll seine Existenzberechtigung als Gleichwertige_r nicht durch Gleichheit, Gleichmacherei, Nivellierung und "Normalisierung" erlangen, sondern durch vollständige Anerkennung der Verschiedenheit.

    Dann verschwindet auch die Angst vor dem Nicht-normal-sein. Weil eben von niemandem erwartet wird, irgendwie "normal" zu sein. Weil es nicht nur in Ordnung ist, verschieden zu sein - sondern weil es gut ist, verschieden und vielfältig zu sein. Das kann man dann auch entsprechend nach außen hin vertreten.

    Es liegt an uns selbst, uns dieses emanzipatorische Ziel anzueignen und entsprechend zu leben.

    Dass Homosexualität "krank" und "unnatürlich" sei, lässt sich übrigens wissenschaftlich sehr leicht widerlegen.

    Und wer im Nazijargon von Abartigkeit spricht, stellt ohnehin sich selbst mehr in Frage als die Person, über die er_sie spricht.

    Übrigens ist die Evolution immer dann vorangekommen, wenn Veränderungen entstanden und sich verbreiteten. Nicht durch Beibehaltung eines einheitlichen Status Quo. Wäre Letzteres so, wäre dieser Planet vielleicht nach wie vor nur von Amöben bevölkert.

    Letztlich ist dies übrigens auch eine der wichtigsten Thematiken der Marvel-Serie "X-Men": Anderssein mit Fähigkeiten und Chancen zu verknüpfen. Und nicht mit dem Wunsch nach Nivellierung und "Normalsein". Anerkennung und Würdigung von Verschiedenheit. In all ihrer Vielfalt. Selbstbewusst zu den Eigenheiten und Besonderheiten zu stehen, die man genetisch mitbekommen hat, auch wenn und gerade weil man "anders" ist.

    "Anders" ist nicht "schlechter".
    "Normal" ist nicht nötig.
    "Verschieden sein" ist positiv und bringt Vorteile.

    Wer Anderssein und Verschiedenheit negativ bewertet, ist von gestern. Wer Normativität für erstrebenswert hält, zumal nicht nur für sich selbst, sondern sich anmaßt, dies von Anderen zu verlangen, auch.
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#163 IvarDerKnochenloseAnonym
  • 09.03.2018, 07:14h
  • Antwort auf #162 von TheodorAdorno
  • "Besonderheiten zu stehen, die man genetisch mitbekommen hat, auch wenn und gerade weil man "anders" ist. "

    Man bekommt aber auch Dominanzverhalten, sexuell übergriffiges Verhalten, Aggression, Neigung zu Suchtverhalten und Eifersucht vererbt.

    Wie passt das in ihr Bild einer Freien Gesellschaft, in der jeder so sein darf, wie er genetisch geboren ist? Sollen sich diese mächtigen Individuen dann einfach gegen die anderen durchsetzen dürfen, oder werden sie aus dem Genpool ausradiert, zum "Wohle" der Allgemeinheit?

    Menschen organisieren sich automatisch in Macht-basierten Gesellschaftsstrukturen, einfach weil gewisse Unterscheide von Natur aus bestehen. Unterschiede in der Lebenserfahrung(Alter) in der Körperlichen Leistungsfähigkeit(z.B. Geschlecht, Größe, angeborenes Herz-Kreislaufsystem, Lungenvolumen) unterschiedliche Soziale Fähigkeiten(Geschlecht), künstlerische Begabung und soziale Dominanz, sexuelle Attraktivität, Fähigkeit Gewalt auszuhalten (z.B. Bei Soldaten, Jägern, Schlachter). Diese Variationen führen automatisch dazu, das Menschen sich in Hierarchien einordnen und Stände/Kasten mit unterschiedlichen Privilegien und Pflichten ausbilden.

    Wie soll das bitte überbrückt werden? Etwa alla Ernest Borneman, also man züchtet mit modernster Technik die Unterscheide einfach weg und verlegt die Fortpflanzung auf eine künstliche Gebärmutter?
    Wie stellen Sie sich den Mensch der Zukunft vor, bisexuell, einheitlich in Größe und Kraft genormt, vom Charakter friedlich, jedoch frei von jeglicher Variation im Aussehen oder gar dem Streben nach Dominanz und Selbstbehauptung, Übertrumpfung der anderen?

    X-Men ist Phantasie, diese Fähigkeiten könnten in der Realität niemals existieren, diese Geschichten sind pädagogisch genau so wertvoll, wie die Bibel oder Glücksbärchies.
    In der Realität gewinnen leider meist nicht die Guten, sondern die Listigen, Starken oder die, die in der Überzahl sind, die technisch und ökonomisch Überlegenen.
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#164 TheodorAdornoAnonym
  • 09.03.2018, 08:37h
  • Antwort auf #163 von IvarDerKnochenlose
  • Und das alles ist jetzt ein Grund, sich fürs Anderssein als queere Person zu schämen oder queere Menschen wegen ihres Andersseins zu unterdrücken, weil?

    Dass auch Aggression etc. schlichtweg vererbte Verhaltensweisen seien, die man angeblich nicht mit Hilfe angelernten Sozialverhaltens zügeln könne, ist dann Ihr Argument dafür, Homosexualität etc. eben doch mit aufoktroyiertem Sozialverhalten zu unterdrücken? Bei sich selbst bzw. bei Anderen? So wie es z.B. die Katholische Kirche seit 2000 Jahren ihren Schäflein predigt?

    Außerdem, warum sollte gerade ich mir den Menschen der Zukunft mit "weggezüchteten Unterschieden" vorstellen wollen? Sie scheinen mein Plädoyer für Verschiedenheit bewusst gründlich missverstanden zu haben und setzen ein sozialdarwinistisches Horrorszenario als "natürliches" Gegenmodell dagegen.

    Ich kann und will Ihnen da nicht folgen und lege auch keinerlei Wert auf eine weitere derart verstiegene Diskussion. Darauf werde ich mich nicht einlassen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #163 springen »
#165 IvarDerKnochenloseAnonym
  • 09.03.2018, 09:04h
  • Antwort auf #164 von TheodorAdorno
  • "Und das alles ist jetzt ein Grund, sich fürs Anderssein als queere Person zu schämen oder queere Menschen wegen ihres Andersseins zu unterdrücken, weil? "

    Nein.

    Ebenfalls habe ich mich überhaupt nicht zu Homosexualität geäußert, sondern lediglich genetische Fakten benannt, die aus der Verbrechensforschung stammen. Ihre Argumentation war ja, jeder sollte so leben, wie es genetisch vorgegeben sei. Ich warf ein, dass das nicht immer reibungslos möglich ist.

    Ihre Utopie, man müsse Menschen einfach nur machen lassen, was sie wollen, stößt mir sauer auf, denn die Realität zeigt, dass das nicht immer möglich ist und nicht alles was angeboren ist, auch sozial ist. Das gilt z.B. auch für Straftäter, die Homosexuelle töten. Finden sie, diese Menschen sollen ihre angeborene Gewaltbereitschaft und niedrige Hemmschwellen, gegen wen auch immer, ausleben dürfen?

    Ich finde nicht! Und daher braucht es gesellschaftliche Mechanismen, die diese Menschen eben unterdrücken. Die meisten lassen sich nämlich nicht, oder nur im geringen Maße, umerziehen.

    Wegen dieser nun mal leider realen Gegebenheiten, ist eine Gesellschaft ohne Maßregelung, ohne Moral, Werte und unterdrückerische Gesetze, die bestimmte Bereichen der individuellen Freiheit unterbinden, wenn dies dem Wohl der Allgemeinheit dient, unumgänglich.

    Wenn sie eine bessere Lösung haben, sagen sie Bescheid.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #164 springen »
#166 stromboliProfil
  • 09.03.2018, 09:31hberlin
  • Antwort auf #160 von BuntesUSchoenes
  • "Sexuelle Identität und das Bedürfnis sich binden zu wollen, sind zwei verschiedene Paar Stiefel :-)
    Es ist für dich vielleicht absurd, aber das ist Tatsache. "

    Kanns du diese behauptung, abegesehen von deinem bauchgefühl, auch inhaltlich und wissenschaftlich fundiert belegen?

    Ansonsten bleibt es bei gelebtem gläubigem bauchgefühl.
    Und davon haben wir doch schon mehr als uns lieb sein kann wenn wir mal so unsere politischen und lebenskonzeptplanungen anschauen...
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#167 BEARAnonym
  • 09.03.2018, 09:33h
  • Antwort auf #165 von IvarDerKnochenlose
  • Du setzt hier, ich denke eher bewusst als unbewusst, Homosexualität mit unerwünschtem Sozialverhalten und "Fakten aus der Verbrechensforschung" gleich, derentwegen es nötig sei, "unterdrückerische Gesetze" zu pflegen.

    Dass von einer "Utopie, man müsse Menschen einfach nur machen lassen, was sie wollen" die Rede gewesen sein soll, kann ich nirgends erkennen. Ganz abgesehen davon, dass schwul SEIN keine Frage des WOLLENS ist.

    Magst Du Dich nicht einfach trollen?

    Dass hier einer keine Lust hat, diese absurde Diskussion weiterzuführen, kann ich bestens nachvollziehen.
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#168 IvarDerKnochenloseAnonym
  • 09.03.2018, 10:04h
  • Antwort auf #167 von BEAR
  • Nein, weil es sehr wohl diskutiert werden darf, das es auch Abweichungen von der Norm gibt, die schädlich oder problematisch sind, und "Anders" nicht immer positiv ist.

    Bei diesem "Jeder soll so leben wie er/sie will" Gedöns, wird der gesellschaftliche Zusammenhang jedes einzelnen Individuums völlig außer Acht gelassen, was überhaupt ein gravierendes Problem in modernen Linken Diskursen ist.

    Andersartigkeit wird nur dann als eine solche gesehen und unterstützt, wenn sie in das eigene Bild passt, wenn sie er eigenen Agenda und dem eigenen Wohlbefinden widerspricht, wird sie als krank, rückständig oder abartig gesehen, oder gar als Mangel an Bildung, Verstand oder Erziehung.

    Andersartigkeit ist nur dann gesellschaftlich akzeptabel, wenn sie keinen Schaden Verursacht, oder so in die Mehrheit integriert werden kann, das kein Schaden entsteht.

    Für Homosexualität ist das definitiv der Fall, für den homophoben Mörder wohl aber nicht.

    Linke würden jetzt einwenden, die Normalität sei doch erst der Täter und der Verursachen des Mordes, aber dabei wird ignoriert, das auch die persönliche angeborene! Tendenz zur Gewalt des Gewalttäters eine Rolle spielt, und nicht einfach ignoriert werden darf, da sie unabhängig von seiner Erziehung besteht.

    Ein anderes Beispiel: Jemand ist schwer geistig behindert, und muss davon abgehalten werden, das Haus zu verlassen und im Straßenverkehr umzukommen. In dem Fall kann der Person ja auch kein volles Recht auf Bewegungsfreiheit garantiert werden, denn für die Mehrheit der Menschen, würde das zu gravierenden Problemen im Alltag führen, so wie zu tödlichen Unfällen.
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#169 TheDadProfil
#170 TheDadProfil
  • 09.03.2018, 11:11hHannover
  • Antwort auf #160 von BuntesUSchoenes
  • ""Das ist eine individuelle persönliche Eigenschaft und hat mit der individuellen sexuellen Identität nichts zu tun.""..

    Ach ?
    Wenn Hetero-Menschen über die Heteronormativität lernen es sei "normal" sich lebenslang zu binden, und vor allem dann auch noch nur so erwünscht, und LGBTTIQ*-Menschen lernen sie seien per se gar nicht "längerfristig bindungs-fähig", und die so genannte Hetero-Gesellschaft dann auch alles tut um solche Bindungen zu verhindern, sei es über Ehe-Verbote oder andere funktionelle Störungen der Lebenswege von LGBTTIQ*-Menschen, wie Diskriminierungen, Homo-und Transphobie, dann hat das also nichts mit der Sexuellen Identität zu tun, sondern "nur" mit einer "persönlichen Eigenschaft" ?

    Die sich dann aus was heraus entwickelt ?
    Einen luftleerem Raum im Nichts heraus ?

    ""Sexuelle Identität und das Bedürfnis sich binden zu wollen, sind zwei verschiedene Paar Stiefel :-)""..

    ALLE Deine Handlungen und Entscheidungen stehen in einem direktem Kontext zu Deiner Sexuellen Identität..
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