Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?30763

"M*A*S*H"-Schauspieler

David Ogden Stiers ist tot

Der offen schwule Schauspieler wurde als Major Charles Emerson Winchester III in der Sitcom "M*A*S*H" weltbekannt und spielte später in unzähligen TV-Produktionen mit.


In "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" spielte David Ogden Stiers den Alien-Arzt Doktor Timicin, der auf der Enterprise Asyl beantragt (Episode: "Die Auflösung") (Bild: Paramount Pictures)

David Ogden Stiers ist tot. Der amerikanische Schauspieler starb am Samstag im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Er sei "friedlich in seinem Haus in Newport (Oregon) nach einem mutigen Kampf gegen Blasenkrebs" gestorben, teilte die MKS Talent Agency via Twitter mit.

Der 1942 geborene Schauspieler wurde durch die Erfolgssitcom "M*A*S*H" weltbekannt, die von einem Feldlazarett während des Koreakrieges handelt und von 1972 bis 1983 im US-Sender CBS zu sehen war. Stiers stellte von 1977 bis zum Ende der Serie Major Charles Emerson Winchester III dar. Für diese Rolle erhielt er zwei Emmy-Nominierungen.

Im englischsprachigen Raum wurde er fortan bekannt als Sprecher in vielen Disney-Zeichentrickfilmen, etwa "Die Schöne und das Biest", "Der Glöckner von Notre Dame" oder "Lilo & Stitch". Außerdem war er als Gaststar in unzähligen Serien zu sehen, darunter "Alf", "Perry Mason", "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert", "Mord ist ihr Hobby", "Ally McBeal" oder "Stargate: Atlantis".

Coming-out als 66-Jähriger

2009 outete sich der Schauspieler im Alter von 66 Jahren als schwul (queer.de berichtete). Dem Blog gossip-boy.com sagte er damals, er sei, "sehr stolz, so zu sein." Er habe sich zuvor nicht zu einem Coming-out durchringen können, weil er befürchtete, dadurch keine Rollen mehr zu erhalten. Er verwies darauf, dass besonders Disney in seinen Kinderfilmen keinen Wert auf eine Kontroverse durch einen schwulen Schauspieler gelegt habe. So sei indirekt Druck ausgeübt worden, sich nicht zu outen, wenn man "Familienrollen" annehme.

Inzwischen haben Disney und andere amerikanische Filmproduktionsfirmen weniger Probleme mit homosexuellen Schauspielern oder Figuren. So gab es letztes Jahr das erste Coming-out in einer "Disney Channel"-Serie (queer.de berichtete). (dk)