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SPD-Hoffnungsträger

Kevin Kühnert spricht erstmals über sein Schwulsein

Das Coming-out von Klaus Wowereit sei ein "Meilenstein" auch für ihn persönlich gewesen, verriet der Juso-Chef und GroKo-Gegner im Interview mit der Berliner "Siegessäule".


Kevin Kühnert, Jahrgang 1989, ist seit November 2017 Bundesvorsitzender der SPD-Nachwuchsorganisations Jusos (Bild: Jusos)

In einem Interview mit dem queeren Berliner Stadtmagazin "Siegessäule" wurde der Bundesvorsitzende der Jungsozialisten Kevin Kühnert erstmals auf seine Homosexualität angesprochen. Er habe bislang keine Diskriminierung erfahren, erklärte der 28-jährige Berliner – weder wegen seiner sexuellen Orientierung noch wegen seiner Körpergröße von 1,70 Meter.

Selbst die Worte von Alexander Dobrindt, der von einem "Zwergenaufstand" der Jusos sprach, hätten ihn nicht verletzt. "Ich bin ein Mensch mit einer guten Portion Humor und Selbstironie", sagte Kühnert. "Ich fühle mich da persönlich nicht angegriffen. So etwas Flaches fällt direkt auf die Person selbst und nicht auf mich zurück."

Klaus Wowereit als großes Vorbild

Das Coming-out von Klaus Wowereit im Jahr 2001 mit dem Spruch "Ich bin schwul und das ist auch gut so" sei ein "Meilenstein" für ihn gewesen, meinte der Juso-Chef zum Thema offen homosexuelle Politiker. "Obwohl das für mich persönlich ja ein paar Jahre zu früh kam. Ich war elf, als er das gesagt hat. Aber es hat definitiv einen großen Platz im kollektiven Gedächtnis."

Der ehemalige Regierende Bürgermeister Wowereit sei in dieser Hinsicht ein "ganz wichtiger Fixpunkt", so Kühnert, der aus einer Berliner Beamtenfamilie stammt. "Er hat etwas gemacht, was ich vorbildhaft finde: in die Offensive gehen. Wenn man mit sich selbst klar ist, fällt es auch viel leichter, Angriffe abzuwehren."

Kühnert soll "wichtige Rolle" in der SPD spielen

Seinen Kampf gegen eine Neuauflage der Großen Koalition hat Kevin Kühnert zwar verloren, allerdings sprachen sich führende SPD-Politiker schon während des Mitgliedervotums dafür aus, dass er bei der Erneuerung der Partei eine "wichtige Rolle" spielen soll.

Im Gespräch mit der "Siegessäule" ließ der Bezirksverordnete in Tempelhof-Schöneberg und hauptamtliche Mitarbeiter einer Berliner SPD-Abgeordneten seine Zukunft noch offen. Er könne sich zwar vorstellen, sein "Hobby zum Beruf zu machen, denn nichts mache ich lieber. Das müssen aber nicht irgendwelche Mandate oder Ministerposten sein". Im Moment sei die SPD "eher am kämpfen, dass unsere Partei in Zukunft überhaupt noch geile Jobs zu vergeben hat". (cw)



#1 6t3erghAnonym
#2 goddamn liberalAnonym
#3 JustbecauseAnonym
  • 06.03.2018, 08:12h
  • Als wenn ich es geahnt hätte.
    Kevin, mit weniger Presse- und Medienrummel wird die SPD sicher wieder eine Partei für das Volk.
    Sozusagen eine Arbeiterpartei.
    Mir persönlich is egal mit wem Du vögelst, aber wenn's die Welt jetzt weiss isses sicher gut so. Und wenn's dem mentalen und narzistischen Wohlbefinden förderlich ist; umso besser ( Achtung Satire: war das jetzt homophob? )
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#4 Gerlinde24Profil
#5 Gerlinde24Profil
#6 Patroklos
  • 06.03.2018, 09:08h
  • Hätte nicht gedacht, daß der mit seiner No-Groko-Bewegung auf ganzer Linie versagte aufmüpfige Kühnert schwul ist. Nachdem es jetzt doch zu einer Großen Koalition kommt, sollte er als Vorsitzender der Jusos zurücktreten, denn er hat nämlich noch ein weiteres Ziel nicht erreicht: die Menschen, die neu in die SPD eintraten und im Mitgliedervotum gegen die Große Koalition stimmen sollten, haben eher mehrheitlich dafür gestimmt und somit ist der Plan also nicht aufgegangen.
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#7 Rosa SoliAnonym
  • 06.03.2018, 09:21h
  • Antwort auf #3 von Justbecause
  • Was hat das mit Narzismus zu tun?
    Andere Politiker erklären doch auch ständig, dass sie verheiratet sind und drei Kinder haben und ihnen ihre Familie über alles geht. Zugleich verschweigen sie, dass sie wegen ihrer politischen Karriere maximal ein Wochenend-Papa sind und ihre Frau quasi alleinerziehend. Je mehr sie die Werte der Familie beschwören, desto weniger haben sie sich um ihre eigene gekümmert. Glaubt jemand ernsthaft, dass Herr Schäuble jemals eine Klassenpflegschaftsitzung oder den Elternsprechtag seiner Kinder besucht hat? Das ganze wird uns dann als Pflichtbewusstsein und als ein Akt persönlicher Aufopferung für das Vaterland verkauft, Herr Schäuble hat Deutschland gedient!

    Und wenn sich Kevin in einem größeren Rahmen erstmals als schwul outet, dann ist das ein Akt von Narzismus, der dem mentalen Wohlbefinden dient. Jo, alles klar.
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#8 PfuiAnonym
  • 06.03.2018, 09:22h
  • Antwort auf #6 von Patroklos
  • Kevin hat demokratisch gegen eine GroKo gekämpft, die sowohl in der SPD als auch in der Bevölkerung höchst umstritten ist.
    Innerhalb der JuSos überwiegt die Ablehnung der GroKo .
    Warum sollte er also als JuSo Vorsitzender zurücktreten nur weil ein Mehrheit sich anders entschieden hat
    Die SPD ist nicht die KP in China beim Volkskongress.
    Hier sind andere Meinungen erlaubt
    Und woher willst Du wissen ob die Neumitgieder NICHT in Überzahl GEGEN die GroKo gestimmt haben.
    Bei 66 % Gesamtzustimmungsrate ist das nämlich durchaus möglich.
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#9 RobinAnonym
  • 06.03.2018, 09:22h
  • Hätte die Partei mal auf ihn gehört. Dann hätte sie nach Jahren wenigstens mal ein einziges mal Wort gehalten und Vertrauen zurückgewinnen können.

    Stattdessen haben zwei Drittel der SPD dem erneuten Wortbruch zugestimmt. Damit ist die Glaubwürdigkeit der SPD endgültig und dauerhaft ruiniert. Wie soll man denen nochmal ein einziges mal vertrauen können...

    Und sie haben ja nicht nur ihr Wort, keine erneute Groko einzugehen, gebrochen, sondern auch ihre Wahlversprechen, z.B. keine Regierung ohne Bürgerversicherung und ohne komplettes Ende der sachgrundlosen Befristung einzugehen (O-Ton Lauterbach u.a.), etc. Von den komplett aufgegebenen LGBTI-Versprechen mal ganz zu schweigen.

    Wenn die SPD sich selbst in den Ruin fahren will, ist das deren Ding, aber das schlimme ist, dass die ganz Deutschland schaden. Weil es jetzt mit der schlechten Politik weitergeht.

    Oder wie der Spiegel so treffend schreibt:

    "Die SPD hätte Nein sagen müssen - nicht aus Sorge um die Partei, sondern aus Sorge um Deutschland. Jetzt macht eine Regierung weiter, die es schon in der Vergangenheit nicht konnte."

    Quelle:

    www.spiegel.de/politik/deutschland/grosse-koalition-die-spd-
    haette-nein-sagen-muessen-kolumne-a-1196507.html
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#10 AFD-WatchAnonym
  • 06.03.2018, 09:33h
  • Antwort auf #6 von Patroklos
  • War ja klar, dass du wieder deinen blöden Senf dazu gibst! Er hat immerhin eine notwendige Diskussion angeregt und einen Prozess in Gang gebracht. Hast DU dagegen irgendetwas bewegt?Er gehört als junger Vertreter zur nächsten Generation, denn das ist die, die in 4 Jahren und danach den Scherbenhaufen wegfegen muss, wenn der Trend anhält: Nämlich, dass die SPD nach jeder Koalition mit Merkel dezimiert "ausgespuckt" wird und noch schlechter als vorher dasteht.

    Nach deiner Logik dürfte die SPD genausowenig in die Koalition eintreten, denn sie hat nur 20% erreicht. Das ist weniger als das Lager der Nein-Sager mit ihren 33%.
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