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"Schwule an die Wand"

Homophobe Fangesänge: Vorwürfe gegen BVB-Fans

Fans von Borussia Dortmund sollen in Leipzig mit homophoben und rassistischen Äußerungen aufgefallen sein.


Fans von Borussia Dortmund stehen nach dem Spiel in Leipzig in der Kritik (Bild: Peter F. / flickr)

Das Samstagsspiel des Vereins Rasenballsport Leipzig gegen Borussia Dortmund soll von homophoben und rassistischen Fangesängen überschattet worden sein. Twitter-Nutzerin Ina Wiesner schrieb, dass sich BVB-Fans am Hauptbahnhof Leipzig übel daneben benommen hätten. Die Polizeibeamten seien nicht eingeschritten, sondern hätten ihr gesagt: "Ich müsse es in einer Demokratie aushalten, wenn Fans von @BVB 'Scheiß Asylanten', 'Deutschland den Deutschen' und 'Schwule an die Wand' grölen."

Die Bundespolizei Mitteldeutschland entschuldigte sich via Twitter: "Dass Sie diese Erfahrung machen mussten, tut uns ehrlich leid." Sie empfahl der Nutzerin, sich bei einer Polizeidienststelle oder online zu beschweren.

Twitter / bpol_pir

Nach Angaben der Leipziger Polizei sei den Beamten am Spieltag nichts aufgefallen: "Homophobe oder rassistische Fangesänge sind uns soweit unbekannt geblieben", so ein Polizeisprecher gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung". Man werde jedoch Hinweise aus der Bevölkerung prüfen.

Der harte Kern der BVB-Fans war beim Leipzig-Spiel nicht anwesend, weil die Anhänger gegen das Engagement von Red Bull beim einzigen sächsischen Bundesliga-Team protestieren wollten. Die meisten Fans in Schwarz-Gelb kamen offenbar aus der Region.

Immer wieder kommt es bei Spielen in den europäischen Profiligen zu homophoben Ausbrüchen. Im letzten Monat sorgten Fans des österreichischen Teams Rapid Wien mit wiederholten gegen Schwule gerichteten Fangesängen für Empörung (queer.de berichtete).

2012 waren BVB-Fans bereits bei einem Liga-Heimspiel mit einem homophoben Transparent aufgefallen, auf dem es hieß: "Lieber 'ne Gruppe in der Kritik als Lutschertum und Homofick" (queer.de berichtete). Das Team musste daraufhin 20.000 Euro Strafe wegen "unsportlichen Verhaltens" zahlen. Gegen die Verantwortlichen des Transparents verhängte der Verein daraufhin ein dreijähriges Stadionverbot. (dk)



#1 FelixAnonym
  • 07.03.2018, 11:55h
  • Es ist skandalös, dass im Fußball immer noch viel zu wenig gegen Homophobie und Rassismus getan wird. Da wird immer noch zu oft weggesehen oder zu lasch reagiert.

    Wenn der Fußball nicht ein Proleten-Image bekommen soll und nur noch Sportart für Rassisten, Homohasser und andere Faschisten sein will, muss endlich gehandelt werden. Und zwar nicht wieder auf irgendwann verschoben, sondern jetzt sofort.

    Und da Appelle und Argumente bei manchen Menschen offenbar nicht fruchten, müssen es halt Geldstrafen und Stadionverbote sein. Eine andere Sprache verstehen die leider nicht.
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#2 LorenProfil
  • 07.03.2018, 12:07hGreifswald
  • Antwort auf #1 von Felix
  • Um solche Begebenheiten aufzuklären, halte ich es mittlerweile auch für erforderlich, dass Polizistinnen und Polizisten mit einer deutlich erkennbaren Identifikationsnummer an der Uniform ausgestattet werden. Das wird die Qualität der Polizeiarbeit aus meiner Sicht nicht mindern.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 07.03.2018, 12:19h
  • Antwort auf #2 von Loren
  • Das gab es z.B. in Nordrhein-Westfalen. Und das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass man in Zweifelsfällen auch weiß, wer da beteiligt war.

    Aber das hat die neue NRW-Landesregierung gleich als erstes abgeschafft. Warum CDU und FDP der Meinung sind, dass Polizisten nicht identifizierbar sein sollen, konnten die bis heute nicht erklären.
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#4 AlexAnonym
#5 AmurPrideProfil
  • 08.03.2018, 01:14hKöln
  • Antwort auf #4 von Alex
  • ""..Fußball ist und bleibt ein Sport von Asis für Asis...""

    Deine Behauptung ist schon so - entschuldige bitte meine nachfolgende Wortwahl - blöd, das sie eigentlich nur noch auf Dich zurückfällt und ich mir jeglichen weiteren Kommentar sparen kann!
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#6 ImdruilAnonym
  • 08.03.2018, 09:51h
  • Antwort auf #4 von Alex
  • Das sehe ich ehrlicherweise ganz genauso.
    Ich denke es aber nur und spreche es nicht aus :)

    Aber einmal davon ab: Wir reden von Leipsch, mitten in einem AfD-Land namens Sachsen.
    Da wundert sich noch irgendwer?
    Lischt am Fahrrad, Lischt am Fahrrad, Dynamö!
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#7 LorenProfil
  • 08.03.2018, 14:03hGreifswald
  • Antwort auf #6 von Imdruil
  • Fußball eignet sich nach meiner Erfahrung sehr gut zur Sozialerziehung (wie andere Teamsportarten). Im Artikel wird 1 )übrigens das indiskutable Verhalten von Anhängern des Dortmunder Vereins thematisiert und 2) schaden auch erweiterte Kenntnisse über die politisch vielfältige politische Szene Leipzigs nicht.
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#8 small