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"Mit einem guten Gefühl"

Barbara Hendricks scheidet aus Bundesregierung aus

Die erste offen lesbische Bundesministerin wird der nächsten Regierung nicht mehr angehören.


Barbara Hendricks gibt nach vier Jahren die Leitung des Bundesumweltministeriums ab, bleibt aber Bundestagsabgeordnete (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Die SPD-Politikerin Barbara Hendricks wird in der neuen Bundesregierung kein Ministeramt mehr übernehmen. Das verriet die noch geschäftsführend tätige Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit auf ihrer Facebook-Seite. "Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Amt, weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben", so Hendricks. Als Beispiele nannte sie den boomenden Wohnungsbau sowie Fortschritte, "um die Klimakatastrophe doch noch abzuwenden" und "um mit den Sünden des atomaren Zeitalters umzugehen".

Ihrer Nachfolgerin oder ihrem Nachfolger wünschte sie Glück. Laut der "Rheinischen Post" wird die frühere NRW-Wissenschaftsministerin und derzeitige NRW-Generalsekretärin Svenja Schulze das Amt übernehmen. Auch dem niedersächischen SPD-Politiker Matthias Miersch, der als Stellvertreter im Kuratorium der Magnus-Hirschfeld-Stiftung sitzt und laut seiner Homepage in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, wird in den Medien als möglicher Nachfolger von Hendricks genannt.

"Meiner Partei wünsche ich, dass sie nun zu alter Stärke zurückfindet", so Hendricks. "Dieses Land braucht die Sozialdemokratie. In diesen Zeiten vielleicht mehr als je zuvor."

Hendricks wurde am 17. Dezember 2013 im dritten Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Bundesumweltministerin ernannt. Zwei Wochen später outete sie sich in einem Presse-Interview als lesbisch (queer.de berichtete).

Twitter / bmub

Auch Gabriel nimmt den Hut

Am Donnerstag gab der innerparteilich umstrittene Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) ebenfalls bekannt, dass er der neuen Bundesregierung nicht angehören wird. In einem Brief schrieb er, die designierte Parteichefin Andrea Nahles und der wahrscheinlich künftige Finanzminister Olaf Scholz hätten ihn darüber unterrichtet, dass er in der nächsten Großen Koalition keinen Ministerposten mehr haben werde.

Bislang haben nur CDU und CSU bekannt gegeben, welche Minister sie in die neue schwarz-rote Bundesregierung schicken werden. Die SPD will ihre Kabinettsmitglieder am Freitagmorgen benennen. Mit Jens Spahn wird dem Kabinett auch ein offen schwuler Christdemokrat angehören – der 37-jährige Merkel-Kritiker wird das Bundesgesundheitsministerium übernehmen (queer.de berichtete). (dk)



#1 Julian SAnonym
  • 08.03.2018, 13:26h
  • Es wird wohl jemand gesucht, der das deutsche Automobil-Betrüger-Kartell nicht zu stark kritisiert...

    Denn da ja in Deutschland offenbar selbst bei Gesundheitsschäden bei Tausenden Bürgern die Auto-Lobby die Politik diktiert und nicht etwa ein demokratisch gewähltes Parlament, passt zu viel Kritik da nicht hinein. (Wobei auch Frau Hendricks zwar viel geredet, aber wenig gehandelt hat. Aber das kennt man ja von der SPD.)
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#2 Carsten ACAnonym
  • 08.03.2018, 13:48h
  • Ich fand Frau Hendricks immer sehr sympathisch. Auch als ich noch nicht wusste, dass sie lesbisch ist. Und ich wünsche ihr für ihren weiteren Lebensweg von Herzen alles Gute.

    Aber letztlich war auch sie, genau wie alle anderen SPD-Minister, immer nur Schoßhündchen der Union und hat brav auf die Kommandos von Mutti Merkel gehört.
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#3 schwarzerkater
  • 08.03.2018, 14:04h
  • mir war frau hendricks überaus sympathisch. ich hielt sie für kompetent und glaubwürdig. ausserdem musste sie ein ziemlich dickes fell haben, denn ihr ministerium wurde von anderen ministerkollegen aus dem ehemaligen kabinett immer wieder brutal übergangen und ausgespielt.
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#4 FelixAnonym
  • 08.03.2018, 14:28h
  • Solange die SPD eine Bildungsministerin toleriert, die Schwule und Lesben als Gefahr für Kinder ansieht, kann die SPD aufstellen, wen sie will - es wird dennoch nicht besser.

    Die können genauso gut den Kasper, den Struwwelpeter und Hanni & Nanni zu Ministerm machen - es wäre kein Unterschied.

    (Mal ganz zu schweigen davon, dass die SPD auch ihre sämtlichen GLBTI-Wahlversprechen komplett aufgegeben hat. Von dieser Koalition haben wir NICHTS zu erwarten, egal wie das Personal heißt.)
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#5 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 08.03.2018, 14:41h
  • Schade, aber sie hat in ihrem Amt sicherlich einiges erreicht. Das Foto in ihrem post ist sehr sympathisch und hoffentlich konnte sie den (vielleicht letzten) leckeren Kaffee in ihrem Amtszimmer im Hintergrund genießen
    :-)

    Ich freue mich, dass sie noch Abgeordnete im Bundestag sein wird.
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#6 PierreAnonym
  • 08.03.2018, 14:46h
  • Antwort auf #2 von Carsten AC
  • Ich fand Frau Hendriks ja auch sympathisch. Aber bei allem Respekt für sie: bei Politikern sollte es nicht um Sympathie, Aussehen, o.ä. gehen, sondern nur um deren Handeln.

    Und da muss man leider sagen, dass auch Frau Hendriks es z.B. nicht geschafft hat, betrügerische Auto-Konzerne zu Nachrüstungen zu verpflichten. Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass man Produkte, die nicht den Zusagen entsprechen entweder nachrüstet oder umtauscht oder den Kaufpreis zurückgibt.

    Das wird umso dramatischer, da es tausende Menschenleben kostet und viele andere schwer krank macht.

    Erst heute hat z.B. eine neue Studie des Umweltbundesamtes gewarnt, dass durch zu hohe Abgaswerte 50.000 Lebensjahre verloren gehen:

    www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/deutschland-50-000-verlor
    ene-lebensjahre-durch-stickstoffdioxid-a-1197050.html
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#7 PierreAnonym
#8 Petrus48Anonym
  • 08.03.2018, 16:11h
  • Antwort auf #6 von Pierre
  • Mir hat Frau Hendricks in Ihrem Amt gut gefallen, das hat Sie gut gemanagt.

    Gleichwohl "tritt" Deutschland beim Klimaschutz, bei der Einführung der umweltfreundlicheren Antriebsarten (Wasserstoffauto;Elektroauto) auf der Stelle. Wir waren/sind noch in der Forschung und an den Universitäten führend und die ersten, die diese Technologie vorangebracht haben.

    ABER zur Serienreife und Markteinführung "pennt" die deutsche Bundesregierung und andere Länder wie Japan/Südkorea und China werden uns dort bei der Produktion dieser neuen Fahrzeuge überholen.

    Das wirkt alles auf mich, wie der technologische Rückschlag der Briten Ende des 19. Jahrhunderts, als dort die Industrie zu lange an der Dampfkraft als Britische Erfindung festhielt; genauso ergeht es nunmehr zu Beginn des 21. Jahrhunderts den Deutschen mit dem Benzin/Dieselverbrennungsmotor. Die deutsche Industrie blockiert und bremst, wo sie nur kann, und die Politik macht "Nichts".

    Und so werden wir unsere führende Rolle in der Automobilwirtschaft an Ostasien verlieren. Denn auch die Chinesen/Japaner/Südkoreaner haben ein massives Interesse hier die Deutschen zu überholen, denn es hilft nicht nur der Umwelt und Gesundheit, schafft Arbeitsplätze dort sondern vor allem auch Japan/China und Südkorea haben KEIN Erdöl und müssen es teuer importieren.
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#9 Carsten ACAnonym
  • 08.03.2018, 16:17h
  • Antwort auf #8 von Petrus48
  • Es geht nicht nur um die Forschung und die Wende zur E-Mobilität.

    Die Luftqualität in den Städten würde dramatisch besser, wenn man die Autohersteller zwingen würde, dass deren Motoren die Normen erfüllen, die sie versprechen. Die müssten gezwungen werden, die entsprechenden Motoren entsprechend nachzurüsten, was ja technisch durchaus machbar wäre. Und mehrere Studien haben gezeigt, dass damit die Grenzwerte eingehalten würden.
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#10 Petrus48Anonym
  • 08.03.2018, 16:30h
  • Antwort auf #9 von Carsten AC
  • @Carsten AC
    "Es geht nicht nur um die Forschung und die Wende zur E-Mobilität."

    --> Doch es "geht" genau darum, das wir endlich die serielle Einführung von E-Autos und Wasserstoff betriebenen Autos bekommen. Diese Fahrzeuge sind serienreif und brauchen nur noch in Masse hergestellt werden, damit die Kosten für den einzelnen Pkw runtergehen, denn derzeit sind diese Autos zu teuer, weil so wenige produziert werden bzw. nur aus dem Ausland lieferbar sind.

    Norwegen zeigt wie es geht. Dort brauchen Norweger auf solche Autos beim Kauf keine Steuern zahlen, sie können kostenlos öffentliche Parkplätze nutzen und dürfen die Busspur nutzen.

    Die Technologie ist marktreif und Norwegen und andere Länder zeigen, dass diese Autos die technischen Problemlösungen erreicht haben. Sie müssen NUR noch seriell produziert und verkauft werden.

    ABER Deutschland schafft es nicht einmal ausreichend viele Wasserstofftankstellen/E-Tankstellen zu errichten, weil die deutsche Automobilwirtschaft viel lieber an der deutschen Erfindung, den Verbrennungsmotor, festhalten will.

    ABER wir haben KEIN Erdöl und werden NIE Erdöl haben; das müssen wir Teuer aus dem Nahen Osten einkaufen, und ist gesamtvolkswirtschaftlich ein immensr Geldabfluss aus Europa.

    Und das werfe ich weniger Frau Hendricks vor, aber ich werfe es schon Ihrer Partei der SPD sowie auch der CDU/CSU vor, dass KEIN politischer Wille vorhanden ist, den Sprung in die neuen Antriebstechnologien voranzubringen. DAS wird sich noch "böse" auf Dauer in diesem Jhd. dann auswirken, wenn die E-Autos/Wasserstoffautos in Ostasien produziert werden.

    ABER es solle bloss kEIN Deutscher kommen und sich dann beklagen: es haben ALLE gewusst !!!
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