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Ansfelden

Anwohner wehren sich gegen schwulen Cruising-Club

In einem Vorort von Linz wollen Nachbarn, "Kronenzeitung" und FPÖ die Eröffnung des "Club OZ" mit Darkroom und Privatkabinen verhindern.


Cruisingbars für schwule und bisexuelle Männer gibt es in vielen Städten Europas

Der "Club OZ", kurz für "Ohne Zwang", sollte ein "neuer, sicherer Ort für die Community in Linz-Ansfelden" werden, hieß es auf der mittlerweile abgeschalteten Homepage. Doch die Eröffnung der Gay-Cruisingbar mit Privatkabinen und Darkroom in der Schenterstraße 2 in der Ortschaft Freindorf wird immer unwahrscheinlicher.

In der vergangenen Woche hatte die Kronenzeitung unter der Überschrift "'Homo-Treff' sorgt für Wirbel in Freindorf" erstmals darüber berichtet, dass "mitten im Wohngebiet" und "direkt neben einer Einfamilienhaussiedlung nun ein derartiges Etablissement eröffnen soll". "Entsetzte" Anwohner, die im Artikel allerdings anonym blieben, wurden mit den Worten zitiert: "Wir sind bei der Verhandlung vom Hauseigentümer eindeutig getäuscht worden und über die eigentlich geplante Verwendung der Räumlichkeiten wurde kein Wort verloren."

Betriebserlaubnis beantragt, aber bislang nicht erteilt

Hinter dem "Club OZ" steckt ein Unternehmer aus Kirchberg ob der Donau, der bei den Behörden ordnungsgemäß eine Betriebserlaubnis für ein Lokal für 30 Personen beantragt hat. Ansfeldens Vizebürgermeister Christian Partoll von der FPÖ sprach sich jedoch bereits gegen eine Lizenz aus: "Wir brauchen in Freindorf weitere Nahversorger und andere Betriebsansiedelungen", erklärte er laut "Kronenzeitung". "Eine solche Verwendung ist abzulehnen und darf keine Genehmigung bekommen!"

Die Facebook-Fans des Boulevardblatts reagierten gelassener auf das Cruisingbar-Projekt. "Ich wohne 1 Straße weiter… und mich hat niemand gefragt… hätte aber nix dagegen… Leben und leben lassen würd ich sagen! Ich glaub eher, dass es ein Parkplatzproblem geben wird", heißt es in einem Kommentar unter dem geposteten Artikel. Ein anderer User schrieb: "Schwule Männer ab 18. Sehr Gut, dass es für uns dann wieder Treffpunkte in OÖ gibt." Eine Leserin meinte sarkastisch: "Aber bei an 'normalen' Puff würdens wahrscheinli 'hier' schrein." (cw)



#1 easykeyProfil
  • 11.03.2018, 14:23hLudwigsburg
  • Mich wundert die Aufregung und Ablehnung nicht, handelt es sich doch um eine der ganz braunen Ecken von Österreich.
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#2 Gerlinde24Profil
  • 11.03.2018, 14:29hBerlin
  • Vor was haben die Anwohner Angst? Das ihre Söhne schwul werden? Oder, dass "Perverse" in der Nachbarschaft sind, die ein österreichisch-katholisches Herz nicht ertragen kann, weil alles sauber, hinter Kirchenmauern passieren soll?
    Soviel Heuchelei und Doppelmoral ertrag ich nicht! Ich besauf mich mit Cola!
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#3 konsumAnonym
  • 11.03.2018, 17:00h
  • Ich meine, dass weder ein Darkroom mit(Kabinenräumen noch ein Bordell in ein Wohngebiet gehören. Solche Läden sollten wie eine Disco in Rand- oder Partygegenden liegen.
    Eine schwule Bar hätte ich gerne an jeder Ecke.
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#4 AFD-WatchAnonym
  • 11.03.2018, 17:15h
  • Vorschlag:
    Die Betreiber verzichten den Einwohnern zuliebe auf den Club. Umgekehrt haben die Einwohner selbstverständlich nichts dagegen, wenn im Park gecruist wird, man draußen rummacht und mann sich in der Dorfkneipe trifft und abschleppt/abschleppen läßt. Einverstanden? Oder etwa doch nicht?
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#5 konsumAnonym
  • 11.03.2018, 17:38h
  • Ich weiß, dass meine Meinung evtl. Aufschreie hervorruft und ich zum schwulen Spießer ernannt werde.... ich finde Geschlechtsverkehr ist Privatsache und gehört weder im großen Stil in Parks noch in Wohngebiete.
    "Anmache und Abschleppen" in Kneipem ist doch was völlig anderes. Das geht dann meist in eine Wohnung oder Hotel.

    Ich meine damit nicht, das Schwulsein nicht in die Öffentlichkeit gehört. Ich würde gerne mehr Pärchen sehen, die sich klar in der Öffentlichkeitkeit zeigen. Aber viel zu oft bleibts beim neutralen Nebeneinander.
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#6 Ralph
  • 11.03.2018, 18:11h
  • Nehmen wir als Beispiel meine Münchner Residenz, die Deutsche Eiche. Im Hintergebäude befindet sich Europas berühmteste und angeblich größte schwule Sauna. Ziemlich genau so ein Laden, wie er jetzt in Linz zur Debatte steht, nur größer. Die umliegenden Gebäude haben im Erdgeschoss geschäftliche Nutzung, meist Läden verschiedener Branchen vom Lebensmittelmarkt bis zur Luxusboutique, vom Sexshop bis zur Apotheke, vom Eiscafé bis zur Buchhandlung, und darüber befinden sich überall Wohnungen, ausnahmsweise auch ein paar Büros. Das ist überhaupt kein Problem. Rücksichtnahme wird großgeschrieben. So wird die Dachterrasse der Eiche mit fabelhaftem Blick über München stets um 22 Uhr geschlossen, um Lärmbelästigung der Nachbarschaft zu vermeiden, und wer nicht wüsste, dass es die Sauna mit ihren monatlich bis zu etwa 11 000 Gästen gibt, würde es gar nicht merken. Sie liegt übrigens in einem Innenhof und von den umgebenden Wohnhäusern auf allen Seiten im wahrsten Sinne des Wortes zum Greifen nah. Die Nachbarn sitzen auf ihren Balkonen, während wenige Meter von ihnen entfernt und für sie nicht wahrnehmbar die Post abgeht. Warum soll das in Linz nicht auch möglich sein? Oder reden wir gerade über den Unterschied zwischen Weltstadt und Provinzmief?
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#7 BEARAnonym
#8 Tom das PferdAnonym
  • 11.03.2018, 20:04h
  • Was für verlogene Heuchler und Hetzer.
    Und was ist mit den ganzen Heten-Puffs in Linz und drumherum? Stehen diese im Niemansland? Deren Geld ist 'anständiger'? Das ist natürlich was ganz anders und moralisch kein Problem...was für ein 'Pack'- die drehen es hin wie sie es brauchen die 'besorgten Bürger und die braune Politik'...
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#9 konsumAnonym
#10 andreAnonym
  • 11.03.2018, 20:26h
  • Das ist ja ganz gegen den Trend, daß ein Cruising-Club aufmacht. In den letzten Jahren, habe ich nur von Schließungen gehört. Vermutlich wegen der, fast bedingungslosen, Anpassung an die heterosexuelle Lebensart und natürlich wegen Internet. Aber sehr gut, daß es das, in dem Fall vielleicht, noch gibt.
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