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Betreutes Wohnen

Auch Friedrichshain erhält einen "Lebensort Vielfalt"

Eine betreute WG im lebhaften Kiez von Friedrichshain soll schwulen, trans oder intersexuellen Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe in der Gesellschaft ermöglichen.


Bereits jetzt gibt es einen "Lebensort Vielfalt" in Charlottenburg (Bild: Schwulenberatung Berlin)

  • 12. März 2018, 15:23h, noch kein Kommentar

Seit 2012 betreibt die Schwulenberatung Berlin das Mehrgenerationenhaus "Lebensort Vielfalt" in Berlin-Charlottenburg und seit 2016 eine Unterkunft für queere Geflüchtete in Berlin-Treptow. Wie die 1981 gegründete Organisation am Montag mitteilte, entsteht direkt am Bahnhof Ostkreuz in Berlin-Friedrichshain eine weiterer "Lebensort Vielfalt" mit vier betreuten Wohngemeinschaften mit je sieben Plätzen für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung mit und ohne Fluchthintergrund (schwul, trans oder inter).

Die Wohnungen und Zimmer sind zum Teil behinderten- und rollstuhlgerecht. Jedes Zimmer verfügt über einen französischen oder einen begehbaren Balkon. Die Schwulenberatung Berlin unterstützt die Bewohner vor Ort bei der alltäglichen Lebensführung.

"Durch die zunehmende Wohnungsnot in Berlin wird es für Menschen mit einer Beeinträchtigung immer schwieriger, Wohnraum zu finden", so begründete die Schwulenberatung die Initiative. "Die Lage mitten im angesagten und lebhaften Kiez von Friedrichshain ist ein sehr positiver Aspekt des Projekts – Menschen, die ohnehin schon mit Ausgrenzung und Benachteiligungen zu kämpfen haben, sollen möglichst nicht auch noch an den Stadtrand verdrängt werden." Die betreuten Menschen sollen in der neuen Einrichtung dabei unterstützt werden, am Leben in der Gesellschaft teilzuhaben. "Und das geht deutlich besser dort, wo das Leben vielfältig ist: modern, lebendig und divers!", erklärte die Schwulenberatung.

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Im Erdgeschoss des Hauses soll ein kleines Café/Bistro entstehen, das als Arbeits- und Beschäftigungsprojekt betrieben wird. Dort haben betreute Klienten der Schwulenberatung Berlin die Möglichkeit, mitzuarbeiten und sich selbst zu erproben – vor allem für Menschen mit Fluchthintergrund würden sich dabei viele Möglichkeiten ergeben, sich mit der Berliner Kultur vertraut zu machen. Im Erdgeschoss sollen außerdem Büro- und Beratungsräume für die Betreuungsarbeit entstehen.

Das Haus und die Einrichtung werden nicht mit öffentlichen Mitteln gefördert. Daher ist die Schwulenberatung Berlin für das Projekt am Ostkreuz auf der Suche nach Unterstützung. Benötigt werden beispielsweise noch Haushaltsgegenstände wie Einbauküchen, Waschmaschinen, Trockner, Kühlkombinationen sowie Stühle und Tische. Kontakt kann über schwulenberatungberlin.de aufgenommen werden. (pm/cw)