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Warnung vor türkischen Soap-Stars

Imam: Sex-Fantasien führen zu homosexuellen Babys

Warum wird jemand homosexuell geboren? Ein Geistlicher aus Usbekistan hat so seine ganz eigene Theorie.


Rahmatulloh Saifutdinow rät Eheleuten, beim Sex nicht zu sehr die Gedanken schweifen zu lassen (Bild: mehrob.uz)

Ein erzkonservativer Imam aus Usbekistan sorgt mit einer gewagten These weltweit für Schlagzeilen: Rahmatulloh Saifutdinow, der Chef der Mirso-Yusuf-Moschee in der usbekischen Hauptstadt Taschkent, erklärte Anfang März bei einer Predigt, Homosexualität sei eine "Krankheit, die die Weltgemeinschaft beunruhigt". Es gebe aber ein Mittel, wie man ein heterosexuelles Kind gebären kann: Sowohl Mann als auch Frau dürften beim Sex nicht aus Wollust an andere Personen denken, so der Rat des Imams.

Saifutdinow behauptete laut Agenturmeldungen, dass usbekische Frauen beim Sex mit ihrem Ehemann oft an fremde Männer denken würden. "Frauen fantasieren zum Beispiel über gut aussehende türkische Seifenoperstars. In sozialen Netzwerken wimmelt es von derartigen Kommentaren von verheirateten Frauen", so Saifutdinow. "Das ist so, als ob drei Menschen beim Sex teilnehmen würden." Denke die Frau an einen anderen Mann sei es wahrscheinlich, dass männlicher Nachwuchs schwul werde.

Anlass für die Äußerung war offenbar die Absetzung der türkischen Serie "Kara Sevda" (Schwarze Liebe) in Usbekistan. Die melodramatische Sendung handelt vom (heterosexuellen) Liebesleben von Mittzwanzigern in Istanbul. Muslimische Aktivisten hatten den ausstrahlenden Sender mit einer Protestwelle überzogen, weil das gezeigte lockere Beziehungsgeflecht islamischen Werten widerspreche. Der Sender gab schließlich den protestierenden Zuschauern nach.

Fantasierende Männer führen zu lesbischen Töchtern

Nicht nur Ehefrauen, auch Ehemänner müssten sich beherrschen, erklärte der Imam weiter: "Männer dürfen auch nicht an schöne Frauen denken, wenn sie sexuelle Beziehungen mit ihren Ehefrauen haben, weil das zu einem lesbischen Kind führen könnte." Warum bisexuelle Kinder zur Welt kommen, verriet der Imam nicht.

Saifutdinow, der auch als Religionsprofessor am Islamischen Institut Imam al-Buchārī arbeitet, hat bereits wiederholt mit eigenartigen Thesen für Schlagzeilen gesorgt. Letztes Jahr sagte er etwa, dass usbekische Männer nicht Geburtshilfe studieren sollten, "weil es sich für einen männlichen Muslim nicht ziemt, ein Geburtshelfer zu sein".

Usbekistan ist ein zentralasiatisches Land mit fast 30 Millionen Einwohnern, von denen rund 90 Prozent sunnitische Muslime sind. Der Binnenstaat ist neben Turkmenistan die einzige Ex-Sowjetrepublik, die am Verbot von homosexuellen Handlungen unter Männern festhält – bei einem Verstoß gegen das Gesetz drohen Haftstrafen von bis zu drei Jahren. (cw)



#1 Alexander_FAnonym
  • 12.03.2018, 16:23h
  • Warnung: Religion gefährdet Ihre geistige Gesundheit und kann zu Halluzinationen, Wahnvorstellungen und dauerhafter Einschränkungen der Wahrnehmungs- und Denkfähigkeit führen.

    Sprechen Sie noch heute mit einem Arzt Ihres Vertrauens. Es ist nie zu spät! Glaube ist heilbar!
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#2 AndreasKAProfil
  • 12.03.2018, 16:32hKarlsruhe
  • ... wenn es nicht so ernst wäre und das Leben von Menschen nicht nur in Usbekistan auf grauenhafte Weise beeinflussen würde, wäre das ein skurriler, absurder Comedy-Knaller.

    Mir bleibt echt die Spucke weg, bei solchen Äußerungen. Es steht zu befürchten, dass dieser Imam selbst von seinen Äußerungen überzeugt ist.

    Es ist eine Schande, dass Religioten weltweit immer wieder so ein abstruses Zeug verbreiten und denen immer noch geglaubt wird - damit ein Leben auch wirklich gottgefällig geführt werden kann.

    Es muss echt alles daran gesetzt werden, dass wir uns von Religionen lösen und diese reine Privatsache werden - nur so werden die Moral-Prediger ihren Einfluss verlieren.

    Jeder der jetzt und hier damit anfängt, kritisch zu denken (... und zu reden! ... und sich einzubringen! ... und zu handeln!), Kirchen und Religionen auf ihre Tauglichkeit zu Menschenrechten sehr eingehend zu prüfen und den Schluss zieht, ihnen den Rücken zu kehren hilft mit, die Priesterkasten jedweder Couleur zu entmachten.

    Oder wie man im Rheinland so sagt:
    "Nit quaake - maake!"

    www.kirchenaustritt.de

    www.giordano-bruno-stiftung.de
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#3 easykeyProfil
  • 12.03.2018, 17:10hLudwigsburg
  • Antwort auf #2 von AndreasKA
  • >>>... wenn es nicht so ernst wäre und das Leben von Menschen nicht nur in Usbekistan auf grauenhafte Weise beeinflussen würde, wäre das ein skurriler, absurder Comedy-Knaller.<<<

    Es wird immer abstruser, welches halbwegs gesunde Hirn kann sich so einen Sche..ss ausdenken?
    Prakmatisch gedacht: Kann ich die Nummer kaufen und als Comedy vermarkten???
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#4 Alex AndersAnonym
  • 12.03.2018, 17:10h
  • Sexualität ist eine noch stärkere Triebfeder des Menschen als Spiritualität. Das sieht man m. E. beispielsweise an den ganzen katholischen Priestern, die Kinder vergewaltigen. Kein Wunder also, dass religiöse Führer aller Richtungen immer wider versuchen, ihre Anhänger dadurch in Schach zu halten, dass sie deren individuelle Sexualität verteufeln und bestrafen. Dieses Muster findet sich immer und immer wieder bei etlichen Religionen.
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#5 schwarzerkater
  • 12.03.2018, 17:51h
  • leider habe ich keine beweise dafür, dass sich unter dem kopfputz von "Rahmatulloh Saifutdinow" eine riesengrosse delle befindet, so groß, dass sein eigentliches hirn nicht größer sein kann als eine erdnuss.
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#6 ReligionIstWieFeuerAnonym
  • 12.03.2018, 18:07h
  • Antwort auf #4 von Alex Anders
  • Also das Sexualität stärker als Spiritualität ist, denke ich ganz und gar nicht. Man überlege nur, wie viele Leute in Asien sich Kastrieren und den Penis abschneiden lassen, um Askese zu üben, sich einem Gott oder einer Göttin, einer spirituellen Gemeinschaft zu opfern.
    Im Westen haben Leute in den 60ger 70 und 80ger Jahren sich Kastrieren und die Gebärmutter entfernen lassen, weil Gurus das ihnen geraten haben.

    Hijras glauben z.B. ähnlich wie viele westliche Transsexuelle, das indem sie ihre Genitalien abschneiden, die Männlichkeit aus ihrem Körper herausfließt, sie Opfern ihre Sexualität einer wütenden Göttin.
    Manche Transsexuelle glauben z.B. auch wie Hijras, das sie dann einen zweiten Geburtstag hätten.
    Hijra sein sei Karma, man könne sich nicht dagegen wehren.

    Manche bisexuelle Menschen glauben auch, das sie ihre Bisexualität unterdrücken müssten, um so gegen die sog. Heteronormativität zu protestieren, und so den Schwulen oder Lesbischen Spirit verraten würden. Heteronormativität = Satan/Sünde, in ihrem Weltbild.

    Ähnliches kennt man auch von schwulen und lesbischen Christen, die für Jehova eine Heteroehe führen.

    Nur weil man Glaube und die Religiosität bei sich selbst nicht sieht, heißt es nicht, das man ihr nicht verfallen würde. Man sieht, das der stärkste Trieb, die Arterhaltung, auch von Spiritualität unterdrückt werden kann, ja bei Selbstmordattentätern sogar der Selbsterhaltungstrieb.
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#7 AndreasKAProfil
  • 12.03.2018, 18:31hKarlsruhe
  • Nachtrag: Hier finden Muslime, die aus ihrer Religion aussteigen wollen Rat und Hilfe:

    exmuslime.com

    Für Menschen die sich von der dritten großen monotheistischen Religion in die sie hineingeboren und -sozialisiert wurden, dem Judentum, habe ich auf die Schnelle keine Anlaufstelle gefunden. Vielleicht weiß jemand hier mehr als ich ...
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#8 AndreasKAProfil
  • 12.03.2018, 18:35hKarlsruhe
  • ... sorry war unkonzentriert; kleine Korrektur für meinen Eintrag eben:

    >> Für Menschen die sich von der dritten großen monotheistischen Religion in die sie hineingeboren und -sozialisiert wurden, dem Judentum, distanzieren wollen, habe ich auf die Schnelle keine Anlaufstelle gefunden. Vielleicht weiß jemand hier mehr als ich ...<
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#10 Ich KoelleAnonym
  • 12.03.2018, 18:56h
  • Dann müsste er ja der König der Schwulen sein.
    oder
    Er kann froh sein das seine Eltern Fantasielose Individuen waren bzw sind.
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