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"Reflexionen arabischer Männlichkeiten"

Queere Filme beim Arabischen Filmfestival Berlin

Als Auftaktfilm der Nebenreihe "Spotlight" wird der Film "Room For A Man" von Regisseur Anthony Chidiac gezeigt.


Anthony Chidiac wird für die Vorführung seines Films "Room For A Man" nach Berlin kommen (Bild: c.cam production)

Beim Arabischen Filmfestival in Berlin wird mit der libanesisch-amerikanischen Dokumentation "Room For A Man" ein queerer Film die Nebenfilmreihe "Spotlight" eröffnen. "Spotlight" steht dieses Jahr unter dem Thema "Reflections on Arab Masculinities" (Reflexionen arabischer Männlichkeiten). Auch in weiteren Filmen spielen sexuelle oder geschlechtliche Identitäten eine Rolle.

Das Festival wird vom 11. bis 18. April an verschiedenen Spielstätten in der Bundeshauptstadt stattfinden. Es wird seit 2009 jährlich von makan – Zentrum für arabische Filmkunst und Kultur e.V. organisiert. Neben der "Official Selection" greift die Nebenreihe "Spotlight", die zuletzt alle zwei Jahre stattfand, anhand zeitgenössischer und historischer arabischer Filme genreübergreifend gesellschaftlich relevante Themen auf. In den letzten Jahren lauteten die Themen "Palästinensisches Kino" (2009), "Migration" (2010), "Humor im arabischen Film" (2011), "Jugendkultur und politischer Wandel" (2012), "Aus Fleisch und Licht – der Körper im arabischen Film" (2014) und "Cousins/Cousinen. Jüdisch-arabische Identitäten" (2016). Die "Spotlight"-Reihe wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Der einleitende Film "Room For A Man" von Nachwuchsregisseur Anthony Chidiac handelt von einer autobiografischen Erkundung von Konzepten der Männlichkeit und Zugehörigkeit in einer konservativen Familie. Zwischen einer dominanten Mutter, einem abwesenden Vater und den syrischen Bauarbeitern, die Chidiacs Jugendzimmer renovieren, beginnt die Rekonstruktion einer queeren Identität zwischen Argentinien und dem Libanon. Der Film wird in Anwesenheit des Regisseurs gezeigt.

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Außerdem stehen in dem Doublefeature "Majnounak" und "Cinema Fouad" männliche Sexualität und Transsexualität im Mittelpunkt: In "Majounak: On Men, Sex and the City" von Akram Zaatari (Libanon 1997/2016) bat der Filmemacher in den Neunzigerjahren verschiedene Männer entlang der Küste Beiruts, von einem spezifischen sexuellen Erlebnis ausführlich zu berichten. Die so entstandenen Porträts wurden 2016 neu arrangiert und technisch überarbeitet. "Cinema Fouad" (Mohammed Soueid, Libanon 1994) ist ein intimes Porträt des syrischen Transsexuellen Khaled El Kurdi, das einen Bogen von Alltagsszenen hin zu El Kurdis Arbeit als Tänzer in einem Beiruter Nachtclub und seiner Beteiligung als Kämpfer im libanesischen Bürgerkrieg schlägt.

Außerdem finden verschiedene weitere Events zum Thema "Arabische Männlichkeiten" statt. So hält Kuratorin Rasha Salti einen Vortrag über die "Spotlight"-Reihe. In einer Podiumsdiskussion stellen sich Merzak Allouache, Mohammad Hammad, Mohamed Soueid und Eliane Raheb.

Das komplette Festivalprogramm mit ausführlichen Informationen wird ab dem 26. März auf www.alfilm.de veröffentlicht. (dk)