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Mike Pompeo

LGBTI-Gegner wird neuer US-Außenminister

Mit Mike Pompeo soll ein erzkonservativer Tea-Party-Politiker Nachfolger des blassen Außenministers Rex Tillerson werden.


Hardliner Mike Pompeo soll künftig die Vereinigten Staaten diplomatisch im Ausland vertreten (Bild: Central Intelligence Agency / wikipedia)

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag die Entlassung von Außenminister Rex Tillerson bekannt gegeben. Nachfolger soll der bisherige CIA-Chef Mike Pompeo werden. Der 54-Jährige war vor seiner Ernennung zum Geheimdienstdirektor zwischen 2011 und 2017 republikanischer Kongressabgeordneter – das Tea-Party-Mitglied aus Kansas galt dabei als einer der konservativsten Stimmen im Parlament und lehnte auch regelmäßig die Gleichbehandlung von LGBTI ab.


Wie gewohnt kündigt Donald Trump die Entlassung Tillersons in seinem Lieblingsmedium Twitter an

Im Parlament brachte Pompeo beispielsweise gemeinsam mit mehreren anderen Politikern 2013 einen Gesetzentwurf ein, der Gegnern der gleichgeschlechtlichen Ehe ein Recht auf Diskriminierung von Homosexuellen einräumen sollte. Mit dem "Marriage and Religious Freedom Act" (Gesetz über die Ehe und Religionsfreiheit) sollte etwa festgelegt werden, dass Wohltätigkeitsorganisationen ihre Steuererleichterungen nicht verlieren würden, wenn sie Homosexuelle diskriminieren. Über den Gesetzentwurf wurde nie abgestimmt, allerdings brachten Republikaner im Senat erst vor wenigen Tagen einen ähnlichen Entwurf ein, dieses Mal unter dem Namen "First Amendment Defense Act" (queer.de berichtete).

Pompeo will Snowden töten lassen und verteidigt Folter

Auch bei weiteren Themen gab sich Pompeo als Hardliner: So forderte er die Auslieferung von Whistleblower Edward Snowden, damit dieser in den USA zum Tode verurteilt und hingerichtet werden könne. Außerdem hält er den Klimawandel für eine Lüge ("Manche Wissenschaftler denken, es wird wärmer, andere denken, es wird kühler"). Er machte sich außerdem für die in den USA bei Ausländern angewandte Foltermethode Waterboarding stark und behauptete, dabei handle es sich nicht um Folter.

Pompeo unterscheidet sich von seinem Vorgänger Rex Tillerson, der nicht aus der Politik ins Außenministerium gekommen war, sondern aus der Wirtschaft: Er war Chef des größten US-Energiekonzerns ExxonMobil. Seine LGBTI-Bilanz war im Vorfeld durchwachsen (queer.de berichtete). Im letzten Jahr blieb Tillerson bei LGBTI-Rechten wie die gesamte Trump-Regierung blass.

Zwischen Tillerson und Trump hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Auseinandersetzungen gegeben. So wurde vergangenen Herbst bekannt, dass Tillerson Trump intern einen "fucking moron" (verdammten Schwachkopf) genannt haben soll. Seine Ablösung steht offenbar im Zusammenhang mit Trumps Plan, den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un zu treffen. Der Präsident wolle dafür laut US-Analysten seine Mannschaft neu aufstellen. (dk)



#1 RobinAnonym
#2 goddamn liberalAnonym
  • 13.03.2018, 18:46h
  • "Im letzten Jahr blieb Tillerson bei LGBTI-Rechten wie die gesamte Trump-Regierung blass."

    Blass zu sein, ist doch in diesem vulgären und reaktionären Chaos fast schon ein Vorzug.

    LGTBI-Rechte sind wichtig, noch wichtiger ist, dass wir alle in diesem tobsüchtigen Gewurstel nicht untergehen, militärisch und auch wirtschaftlich.

    Das groteske Endspiel des alten heterosexuellen weißen Mannes soll nicht zum Weltende führen.
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#3 Patroklos
  • 13.03.2018, 20:36h
  • Trump beweist seine politische Unfähigkeit wieder einmal. Er lebt immer noch in der Parallelwelt, die USA seien eine Firma, in dem man jeden entlassen kann, wann man gerade lustig dazu ist. Hoffentlich sind die Amis bei den nächsten Wahlen schlauer und bereiten dem Spuk ein Ende, so daß wieder ein Demokrat US-Präsident wird.
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#4 Gerlinde24Profil
  • 14.03.2018, 03:16hBerlin
  • Das, was Pompeo am meisten auszeichnet, zumindest für Trump ist, dass er absolut loyal zu ihm ist, Das er also Trump in den A*** kriecht, um seinem Meister zu gefallen, und selbst was von dessen Macht abzubekommen. Denn als CIA-Chef war er so geeignet, wie Hape Kerkeling als 007.
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#5 Gerlinde24Profil
  • 14.03.2018, 03:18hBerlin
  • Antwort auf #1 von Robin
  • Er will wiedergewählt werden, er will nicht verlieren, denn das ist für ihn die größte Schande. Und darum umgibt er sich mit denen, und macht deren Politik, die ihm nach seiner Meinung die Wiederwahl sichern: Das ultrakonservative, waffenliebende, frauenfeindliche, rassistische, homophobe amerikanische Volk, dass sich als "christlich" bezeichnet.
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#6 Gerlinde24Profil
  • 14.03.2018, 03:21hBerlin
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • Dazu müssten sie einen Kandidaten, eine Kandidatin haben, die auch die gemäßigten Republikaner überzeugt, und danach sieht es momentan nicht aus, weil diese Warren und Sanders als Kommunisten wahrnehmen, auch, weil die republikanische Spitze dieses verbreitet.
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#7 Homonklin44Profil
  • 14.03.2018, 22:29hTauroa Point
  • ""So wurde vergangenen Herbst bekannt, dass Tillerson Trump intern einen "fucking moron" (verdammten Schwachkopf) genannt haben soll.""

    So weit ist das in den USA heute schon. Man verliert seinen Job, wenn man die Wahrheit sagt.

    Dabei schafft sich TheDonald ein Gruselkabinett bestehend aus bloody morons! Es zieht ihn wohl zum eigenen Gesindel hin.

    Zu LGBTIQ*-Themen blass zu bleiben, ist hier noch das, was LGBTIQ* glimpflich davon kommen ließe.
    Man stelle sich diese Hardliner-Vögel nur mal in Aktion vor. Ich denke, dann hat das Land of the free nichts mehr zu lachen. Besonders nicht the Free. Und der Religiotismus gewinnt an Einfluss.
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#8 EU-Fan WienAnonym
  • 15.03.2018, 13:16h
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • >>>Trump beweist seine politische Unfähigkeit wieder einmal.
    ***Nein, er beweist seine Fähigkeit, rücksichtslos das zu machen, was er will, um seine egoistischen Ziele zu erreichen.

    >>>Er lebt immer noch in der Parallelwelt, die USA seien eine Firma, in dem man jeden entlassen kann, wann man gerade lustig dazu ist.
    ***Das kann er als Präsident, wie du ja siehst.

    >>>Hoffentlich sind die Amis bei den nächsten Wahlen schlauer
    ***Das waren sie schon diesmal, denn Clinton hat die Mehrheit der vom Wahlvolk abgegebenen Stimmen erhalten, aber das antiquierte Wahlmänner- und -frauen-System hat den erklärten Willen der Amerikaner verfälscht.

    >>>und bereiten dem Spuk ein Ende, so daß wieder ein Demokrat US-Präsident wird.
    ***Oder dass eine Demokratin US-Präsidentin wird.
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