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Vereinigte Staaten

Tödliche Paketbomben kamen von homophobem Blogger

Mark Conditt tötete in Texas mit Bomben zwei Menschen. Zuvor hatte er auf seiner Webseite unter anderem schwulen Sex als unnatürlich bezeichnet und LGBTI-Rechte abgelehnt.


Er hatte zwei Menschen getötet und anschließend sich selbst: Mark Conditt (Bild: Conditts Facebookseite)

In Austin im US-Bundesstaat Texas hat sich ein 23-Jähriger am Mittwoch selbst in die Luft gesprengt, als ihn die Polizei wegen der Verteilung mehrerer Paketbomben festnehmen wollte. Er hatte mit den Bomben zwei Menschen getötet. Anhand von Bildern der Überwachungskameras einer FedEx-Filiale konnte der Mann identifiziert werden.

Am Mittwoch gab die Polizei Einzelheiten bekannt, so heißt der Mann Mark Conditt. Er hatte sich erst eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, bei der er im Straßengraben landete. Als sich ihm dann mehrere Polizisten näherten, ließ der eine Bombe im Auto hochgehen. Auf seinem Handy sei ein 25-minütiges Video gefunden worden, auf dem er den Bau der Bomben erkläre. Die Aufnahme werde als Geständnis gewertet. Eine genaue Motivation für die Taten ist noch unklar. Allerdings wurde durch Recherchen bekannt, dass Conditt unter anderem ein leidenschaftlicher Homo-Hasser war.

Hasserfüllte Blog-Einträge

Conditt schrieb unter anderem das Blog "Defining my Stance" (meinen Standpunkt begründen), in dem er unter anderem gegen Schwangerschaftsabbruch und für die Todesstrafe plädierte. In einem Blogeintrag aus dem Jahr 2012 versuchte er zu begründen, wieso die Ehe für alle illegal sein sollte. Zwar solle die Regierung nicht bestimmen, wen man heiraten oder lieben könne. Doch Homosexualität sei "nicht natürlich. Schau dir einfach männliche und weibliche Körper an. Sie sind ganz offensichtlich gemacht, um sich zu paaren."

Hingegen sei es unnatürlich, wenn sich männliche mit männlichen Körpern und weibliche mit weiblichen Körpern paarten. "Das wäre wie zu versuchen, zwei Schrauben oder zwei Muttern zusammenzufügen und dann zu sagen: 'Sieh, es ist für sie natürlich zusammen zu sein'", heißt es im Blogeintrag.

Homosexuelle "haben keine Rechte"

Conditt meinte auch, dass politischer Schutz für sexuelle Minderheiten "lächerlich" sei. Er glaube nicht, dass es angemessen sei, Gesetze zu verabschieden, die besagen, dass Homosexuelle Rechte hätten. "Was ist mit Pädophilie oder Sex mit Tieren? Sollen diese Praktiken auch durch das Gesetz geschützt sein?"

Insgesamt baute Conditt sieben Paketbomben. Sechs davon detonierten im März in Austin, mit der siebten tötete er sich selbst. In seinem Video werde laut dem Polizei-Chef in Austin, Brian Manley, weder Hass noch Terrorismus erwähnt. Vielmehr sei die Botschaft "der Hilfeschrei eines herausgeforderten jungen Mannes, der über die Herausforderungen seines persönlichen Lebens spricht." Der Blog-Eintrag, in dem er die Ehe für alle ablehnt, ist der letzte auf seiner Webseite. (cw)



#1 randhalterAnonym
  • 22.03.2018, 13:54h
  • mit "Nüssen" sind wahrscheinlich eher englisch "Nuts" (Schraubenmuttern) gemeint, was die Symbolik noch ekelhafter macht.
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#2 anonymousAnonym
  • 22.03.2018, 14:17h
  • Hier scheint ein Übersezungsfehler zu sein. Screw and Nut im Englischen bedeutet (Gewinde-)Scraube und Mutter im Deutschen.
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#3 Beverly BluAnonym
  • 22.03.2018, 15:29h
  • Puh. Ich bin so froh, dass es kein Terrorist war, sondern nur ein verwirrter Weißer. *ironieoff*
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#4 von_hinten_genommenAnonym
#5 panzernashorn
  • 22.03.2018, 16:19h
  • Irgendwie klingt für mich das Ganze nach einem hohem Maß an Selbsthass im Inneren dieses zutiefst gestörten Menschen.

    Der hätte sicherlich schon ganz früh therapeutischer Hilfe bedurft - vielleicht wären diese entsetzlichen Taten dadurch zu vermeiden gewesen..........
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#6 felix-cgnAnonym
  • 22.03.2018, 18:12h
  • Antwort auf #3 von Beverly Blu
  • Ja, mit deiner Ironie scheinst du genau richtig zu liegen. Leider.

    Die Homophobie des Täters ist nur ein Aspekt. Sieht man die bisher durch ihn nachweislich zu Tode gekommenen Opfer an, so handelt es sich um zwei Schwarze.
    Studien haben ja bewiesen, dass rassistische Menschen auch wahrscheinlich homophober sind als andere.

    Stutzig machte mich gestern Abend die Berichterstattung in den Nachrichten der deutschen Leit- und Massenmedien, nach der das Motiv des Täters bislang nicht bekannt sei. Vielmehr wurde dann irgendeine daher gelaufene weiße, vermutliche heterosexuelle US-Frau im TV-Bericht interviewt, die ihre Angst zum besten geben durfte.
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#7 von_hinten_genommenAnonym
  • 22.03.2018, 18:19h
  • Antwort auf #5 von panzernashorn
  • Das wäre seine eigene Verantwortung gewesen, das zu tun. Da er aber eine kriminelle "Energie" hatte und Hass verspürte, hat er auf diese Verantwortung "gepfiffen."
    Es ist auch nicht jeder therapierbar, obwohl man davon ausgehen sollte. Manchmal gibt es Ausnahmen.
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#8 TimonAnonym
  • 22.03.2018, 23:00h
  • Das zeigt wieder mal, wie die Homohasser ticken und dass die nicht mal vor Gewalt zurückschrecken...
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#9 agneta
#10 von_hinten_genommenAnonym