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  • 07. Juli 2005, noch kein Kommentar

Die Band Kana macht französischsprachigen Reggae und räumt in der Heimat von Jacques Chirac bereits ordentlich ab.

Von Jan Gebauer

Dass die Reggae-Szene nicht unbedingt homofreundlich ist, haben wir spätestens durch den Hass-Sänger Buju Banton erfahren müssen, der schon in den 90er Jahren mit Songs wie "Boom Boom Bye Bye" zum Mord an Schwulen aufrief. Das bedeutet natürlich nicht, dass alle Reggae-Musiker so ticken. Bei der in Frankreich ansässigen Gruppe Kana ist es bislang noch offen, aber jedenfalls klingt ihr sonniger und fröhlicher Reggae überhaupt nicht nach Mord und Gewalt. Vielmehr denkt man an Sonne und Strand – eben "Sunshine Reggae", wenn auch nicht ganz so poppig wie uns in den 80s Laid Back weismachen wollten. Außerdem ist Frankreich im Vergleich zu Jamaika ein wahres Homo-Paradies. Und die Jungs von Kana haben dort auch bereits erste Erfolge gefeiert. Die Single "Planation" war ein satter Hit und verkaufte sich bislang über 300.000 mal. Doch nicht nur typische Reggae-Klänge kommen auf dem dazugehörigen Album "Entre frères..." zum Zuge, sondern auch Weltmusik-Farbtupfer aus Afrika – ein Mix der sich als äußerst authentisch entpuppt. Entstanden ist die CD übrigens nicht in der Karibik, sondern im Senegal. In der Hauptstadt Dakar, die zu den vielfältigsten Musikszenen Afrikas gehört, liegt das Xippi Studio von Youssou N'Dour. Nach den guten Erfahrungen beim Einspielen und Abmischen ihres Hits "Plantation", kehrte die Gruppe 2003 gerne wieder dahin zurück, um diesmal einen ganzen Monat lang ein komplettes Album aufzunehmen: "Entre frères...".

Fazit: Reggae auf Französisch – mal was anderes! Sonnig!

Anspieltipps: "Plantation", "Pirogue", "Pas de Problèmes", "Entre Frères"