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Berlin Zum ersten Mal haben in Berlin zwei Männer einen jüdischen Ehevertrag, eine so genannte Ketuba, unterzeichnet, berichtet der Berliner Landesdienst der dpa unter Berufung auf die "Jüdische Allgemeine". Sie sind damit unter den traditionellen jüdischen Traubaldachin, die Chuppa, getreten. Die Lebensgemeinschaft wurde dem Bericht zufolge von der Rabbinerin Elisa Klapheck gesegnet und in Anwesenheit von Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde unterzeichnet. Zwar schlossen die beiden Männer keine Ehe nach halachischen Regeln, dafür besiegelten sie aber den "Bund der Liebenden" mit einem verbindlichen Ehevertrag, em Kethubah. Mit ihrem Bekenntnis zu diesem Bund tauschte das Paar Ringe aus und zertrat nach alter jüdischer Tradition ein Glas. (nb/pm)



48 Kommentare

#1 queeryAnonym
  • 07.07.2005, 16:24h
  • vielleicht sollten sich einige politiker in diesem land mal ein beispiel daran nehmen...
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#2 andyAnonym
  • 07.07.2005, 16:26h
  • hi , bravo .die lebe hat gesiegt!. die liebe war immer mehr als alle gesetze der welt . wenn die gesetze radikal sind , sind nicht natürlich und das natürliche siegt immer wieder.dafür gibt es schon tausende beispiele .
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#3 JanAnonym
  • 07.07.2005, 17:25h
  • Da kann man richtig neidisch werden. Toll! Und dann auch noch mit "kirchlichem Segen".
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#4 gerdAnonym
  • 07.07.2005, 17:44h
  • Freut mich, dass die reformorientierte jüdische Gemeinde in Berlin diesen Weg geht.

    Segnungsgottesdienste durch die Kirche kann man aber auch in vielen evangelischen Landeskirchen der EKD erhalten (siehe huk.org).

    Und selbst in den USA gibt es auch reformorientierte Kirchen, die die Eheschliesung unterstützen, wie jetzt die United Church of Christ in America mit ihrem befürwortenden bundesweiten Synodenbeschluss zur Eheöffnung.

    In der katholischen Kirche aber sieht es immer noch mittelalterlich aus...dürfte wohl allgemein bekannt sein...
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#5 rudolfAnonym
  • 07.07.2005, 18:07h
  • Tja, Deutschland ist eben das Land der Reformation. Nicht nur der des Christentums im 16. Jahrhundert, sondern auch der des Judentums im 19. Jahrhundert. Frau Rabbinerin Klapheck beruft sich übrigens ausdrücklich auf die erste Rabbinerin überhaupt, Frl. Regina Jonas, die ebenfalls in Berlin lebte und von den Nazis ermordert wurde.

    Frauen in geistlichen Ämtern und die geistliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Liebe - in einem freiheitlichen Religionsverständnis fügt sich eben alles zueinander. Da kann Rom ruhig zetern...
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#6 pflanzen-freundAnonym
  • 07.07.2005, 18:43h
  • naja, da jetzt so einseitig auf die römlinge überzugreifen, finde ich jetzt ein bisschen unfair. es gibt genügend protestantische kirchen/gemeinschaften, die auch keine segnung zulassen.
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#7 rudolfAnonym
  • 07.07.2005, 19:27h
  • @pflanzen-freund

    Der Vorteil bei den Protestanten (ich meine die Gliedkirchen der EKD) ist, daß Probleme in den Synoden ausdiskutiert werden können - und dann wird demokratisch beschlossen. Und was da beschlossen wird, erfüllt vielleicht nicht immer jeden Wunsch, ist aber himmelweit von den vatikanischen Haßtiraden entfernt. Eine gute Übersicht verschafft die webside der HUK.
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#8 Max PowerAnonym
  • 08.07.2005, 02:05h
  • Wo Gott das sagen hat gibt es keine Demokratie! Gott allein ist das Gesetz! Jesus gab den ersten Priestern die Vollmacht zu binden und zu lösen, und wie es gebunden oder gelöst wird auf Erden, so soll es auch im Himmel gebunden oder gelöst sein! Deswegen gibt es keine Demokratie in der katholischen Kirche. Theologisch absolut richtig!

    Übrigens: Genauso wie Protestanten nicht die Vollmacht haben zu binden oder zu lösen, haben auch die jüdischen Protestanten die Vollmacht nicht. Fakt ist: Es wurde noch nie ein Gleichgeschlechtliches Paar gültig getraut.
    Nicht bei den Katholiken, nicht bei den Juden.
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#9 rudolfAnonym
  • 08.07.2005, 10:25h
  • @Max Power

    Schön, daß sich Radikalkatholen mal wieder als potentielle Verfassungsfeinde offenbaren..

    Aber hören wir mal die Hl. Schrift der Christen und Juden:

    "Und Jonatan schloß mit David einen Bund, weil er ihn wie sein eigenes Leben liebte." (1 Samuel 18,3)

    "Dann küßten sie einander, und beide weinten. David hörte nicht auf zu weinen." (1 Samuel 20, 41)

    "Es tut mir leid um dich, mein Bruder Jonatan, du warst mir so hold! Deine Liebe war mir köstlicher als Frauenliebe!" (2. Samuel 2, 26-27)

    Wir schließen unseren Bund vor Gott. Nicht irgendein Priester, der in der Hl. Schrift ohnehin nicht vorgesehen ist. Der Schriftgelehrte (egal ob jüd. oder christl.) gibt uns allein geistl. Beistand. Die Gültigkeit erhält der Bund durch unsere Liebe, in der sich das Gebot der Nächstenliebe verdichtet.

    So werden die Ehe zwischen Mann und Frau als 'weltliches Ding' (Luther) und der Bund zwischen Mann und Mann zu einer Verantwortung vor Gott, nicht durch eine absurde kath. Sakramentsmystik.
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#10 Max PowerAnonym
  • 08.07.2005, 16:27h
  • @Rudolf

    Bei allem Respekt, aber was du schreibst stimmt einfach nicht. Der Missionsauftrag Jesu ist die Geburt des Priesteramtes. Er selber gründet das Priestertum und nennt seine Aufgaben.

    Merkwürdig ist auch das du die Heilige Schrift zitierst. Ich weiß nicht recht was du damit aufzeigen möchtest. Niemand hat je behauptet das ein König, Prophet oder eine andere Person der Heiligen Schrift, keinen Homosex hatte. Es kann sehr gut sein, das es genau so war wie du es auslegst. Und was dann? Ist Jonatan etwa ohne Sünde, oder David? Hat nicht Petrus Jesus verleugnet? Hat Moses nicht getötet? Das ist doch alles bekannt und wird auch verurteilt. Ich weiß tatsächlich nicht was der Zweck deiner Übung war.

    Außerdem: Warum stellst du Luther über Jesus?
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