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Nachfrage bei Standesämtern

Ehe für alle: Das sind die Zahlen aus dem Süden!

Vor allem in den Landeshauptstädten haben viele lesbische und schwule Paare seit Oktober 2017 neu geheiratet bzw. ihre Lebenspartnerschaft "upgraden" lassen.


Seit dem 1. Oktober 2017 gibt es in Deutschland die Ehe für alle

Dank einer Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bei zahlreichen Standesämtern liegen nun erstmals Zahlen zu gleichgeschlechtlichen Eheschließungen aus dem Süden der Republik vor. Demnach haben selbst in Saarbrücken, der Hauptstadt des kleinsten deutschen Flächenlandes, seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres 19 schwule und lesbische Paare neu geheiratet sowie 60 ihre Lebenspartnerschaft "upgraden" lassen.

In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz wurden zehn gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen und 57 Lebenspartnerschaften in Ehen umgewandelt. Aus Koblenz meldete das Standesamt sechs neue Hochzeiten und 31 Umwandlungen. In Trier gaben sich sieben homosexuelle Paare erstmals das Ja-Wort, 37 Lebenspartnerschaften wurden umgeschrieben.

Die Zahlen variieren von Stadt zu Stadt: So ließen sich in Kaiserslautern neun gleichgeschlechtliche Paare trauen und zehn "upgraden", während es in Ludwigshafen vier Hochzeiten und 36 Umwandlungen gab.

Zahlen auch aus Baden-Württemberg und Berlin

Bereits im Februar hatte die dpa Zahlen aus Baden-Württemberg veröffentlicht. Demnach gingen in der Landeshauptstadt Stuttgart bis Jahresende 33 homosexuelle Paare eine neue Ehe ein, 135 Paare ließen ihre eingetragene Partnerschaft umschreiben. Aus Mannheim wurden 16 gleichgeschlechtliche Hochzeiten und 119 Upgrades gemeldet.

Besonders viele Neu-Eheschließungen gab es in Freiburg: Dort traten bis Ende Februar 46 schwule und lesbische Paare vor das Standesamt. Dagegen gab es in Tübingen bis Ende letzen Jahres nur fünf Eheschließungen und elf Umwandlungen.

Durch eine Kleine Anfrage der Grünen liegen seit Februar auch Zahlen aus Berlin vor. Demnach wurden vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2017 in der Hauptstadt 680 gleichgeschlechtlichen Ehen geschlossen, darunter 466 Upgrades (queer.de berichtete). Schwule scheinen dabei deutlich heiratslustiger zu sein als Lesben: 449 Männerpaaren stehen nur 231 Frauenpaare gegenüber. (cw)



#1 Patroklos
#2 PeerAnonym
  • 26.03.2018, 09:50h
  • Das zeigt zweierlei:

    1. Die Eheöffnung ist ein voller Erfolg und es gibt mehr als genug Bedarf dafür.

    2. Es geht immer noch jeden Morgen die Sonne auf. All die Märchen der Homohasser, die den Menschen Angst machen sollten, das würde wirtschaftliche Schaden verursachen, zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen, etc. sind selbstverständlich nicht eingetreten... Solche Behauptungen entspringen nur deren Wahn und deren Wunschdenken...
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#3 Homonklin44Profil
  • 26.03.2018, 17:15hTauroa Point
  • Wäre jetzt mal interessant gewesen, auch zu zählen, wie viele Geschwister, Kinder, Polygame ihren Harem und Objektophile seither ihr Lieblingsgebäude geheiratet haben, wo überall Heuschreckenschwärme einfielen, Feuer vom Himmel kam und der leibhaftige Satan sich einen feuchten Kehrricht in die Nase zug, oder wie das richtig heißt.
    Das kann, glaube ich, nur der Bundeslurch beantworten.
    Was sollte nicht alles an Unheil über uns herein stürzen. Anscheinend waren bei den Quellen der Kritiker dann doch die Katastrophen alle. ;o)

    Den Paaren sei alles Glück der Welt gewünscht und lange, harmonische Jahre zusammen.
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#4 herve64Profil
  • 26.03.2018, 21:38hMünchen
  • Eine Berichtigung habe ich trotzdem vorzutragen: das sind nicht die Zahlen aus dem "Süden", sondern die aus dem "Südwesten". Was ist mit dem Rest, sprich: Bayern, Hessen, Thüringen?
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#5 MarcAnonym
  • 27.03.2018, 07:38h
  • Und wenn ab November/Dezember 2018 (!) endlich das unerhört aufwendige und ungeheuer komplizierte Software-Update vorliegt, können sich die Paare sogar als "Frau... und Frau..." bzw. "Herr... und Herr..." eintragen lassen und müssen sich nicht mehr entscheiden, wer als Mann und wer als Frau in die Stammrolle eingetragen wird.
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#6 StandesbeamterAnonym
  • 27.03.2018, 07:53h
  • Antwort auf #5 von Marc
  • Auch wir Standesbeamte können nur bedingt nachvollziehen, warum die Änderungen des bundesweit benutzten Programms zur Anmeldung der Eheschließungen sooo lange dauern. Das ist ärgerlich und unbefriedigend.

    Allerdings stimmt es nicht, dass gleichgeschlechtliche Paare bei der Anmeldung der Eheschließung oder Umwandlung der Lebenspartnerschaft in die Ehe entscheiden müssen, wer Mann oder Frau ist. Auf den seit dem 01.10.2017 ausgegebenen Eheurkunden für gleichgeschlechtliche Paare steht weder Mann noch Frau oder (wie früher) LebenspartnerIn 1 und 2. Stattdessen wird im oberen Teil der Urkunde von Ehegatten gesprochen, dann folgen nacheinander (meist alphabetisch) die Namen der Ehemänner oder Ehefrauen.
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#8 Ralph
  • 28.03.2018, 00:16h
  • Antwort auf #6 von Standesbeamter
  • Für die Urkunden ist das richtig. Bei der Anmeldung zur Eheschließung wurde mein Mann aber auf dem Vordruck als Mann und ich als Frau registriert. Der Standesbeamte hat die vorgegebenen Geschlechtsangaben dann unaufgefordert handschriftlich gestrichen, musste sie aber wohl falsch in die EDV eingeben.
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#9 StandesbeamterAnonym
  • 28.03.2018, 14:28h
  • Antwort auf #8 von Ralph
  • Es gab tatsächlich eine Phase, in der das so gehandhabt wurde bzw. werden musste. Dies war ab dem 28.07.2017 so, also ab dem Moment, in dem der Bundespräsident das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlich hat. Ich habe dies in der täglichen praktischen Arbeit ebenfalls von Hand korrigiert.

    Am 30.09.2017 gab es ein technisches Update des zur Anmeldung von Eheschließungen zu verwendenden Programms. Seitdem haben wir bereits auf dem Startbildschirm der Eingabemaske verschiedene Auswahlmöglichkeiten und können darüber die Formulierungen auf den Formularen steuern.

    Ich gehe daher davon aus, dass ihr bei eurer Anmeldung zeitlich genau in diese Zwischenphase gefallen seid. Solltet ihr eure Anmeldung nach dem 01.10.2017 gemacht haben und so behandelt worden sein, solltet ihr euch bei der Standesamtsleitung eures Wohnortes beschweren
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#10 ursus
  • 28.03.2018, 15:53h
  • es ist ja nett, dass das mal jemand recherchiert hat, aber mit den bloßen zahlen kann ich nicht viel anfangen. mir fehlt hier die einordnung in irgendeinen bezugsrahmen. sind das mehr als verpartnerungen in den vorjahren, gleich viele, weniger? wievielen heterosexuellen eheschließungen stehen diese zahlen gegenüber?
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