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  • 07. Juli 2005, noch kein Kommentar

"Eine wie keine!" - Ein Programm, eine CD: Die witzige Vielfalt einer Künstlerin zwischen Hawaii, Ukulele und Kakadu-Gegacker.

Von Jan Gebauer

Bei den "Sommernachtsfrauen" am 24. Juni 2005 im Kölner Maritim-Hotel gehörte Coco Camelle zu den unbestrittenen Höhepunkten. Mit ihren "Shakenden Mädchen" hatte sie die Lacher auf ihrer Seite. Ich muss zugeben, ich wusste nicht viel über Coco Camelle und war bei ihrem trashigen Namen eher abgeschreckt. Beim Benefiz im Maritim wurde ich allerdings eines Besseren belehrt. Die Frau hat eine ausdrucksstarke Stimme und kann damit wunderbar "spielen". Lustige Texte wie im Hawaii-angehauchten Lied "Shakende Mädchen" interpretiert Camelle ebenso wie ernsthafte Chansons (das ergreifend-dramatische "Märmusik") oder eigenwillige Cover-Versionen. So bekommt Gittes "Ich will alles" durch Camelles düsteren Anstrich einen völlig anderen Dreh, ebenso wie die deutsche Fassung von Gloria Gaynors "I Will Survive" - "Ich überleb's". Diese Fassung stammt im deutschen Original übrigens von Deutschlands prominentester Sonnenbank-Überlebenden und Jugo-Folkloristin Dunja Rajter. Dieser ist Coco Camelle mit ihrer Interpretation von "Ich überleb's" – ohne den eigentümlichen Akzent – um Einiges voraus.

Die besagten Lieder finden sich in der Studio- oder Live-Fassung auf der CD "Eine wie keine!" – so heißt auch ihr aktuelles Programm. 18 Lieder sind sich auf dem Album, darunter sogar ein deutschsprachiger Rap-Song namens "Pim". Doch keine Sorge, auch diesen verpackt die Camelle mit Witz und Ironie, schließlich geht es um ein kleines Vögelchen, das von einer Katze verputzt wird. In "Brust-OP" jodelt sich die vielseitige Künstlerin durch einen im bayerischen Dialekt gehaltenen Text, der sich um "dicke Bomber" dreht – auch hier stellt man unweigerlich lauter. Doch auch als Instrumentalistin ist Camelle talentiert. Sie spielt wunderbar Klavier ("Klavierduett", "Nikotin") und verblüfft immer wieder mit Ukulele und Rasseln. Bei den "Shakenden Mädchen" gibt sie zudem noch ungewöhnliche Laute aus ihrem Mundwerk, die ungefähr wie ein Kakadu klingen – irre, was die Lady alles drauf hat!

Ab September gibt es ein neues Programm der Entertainerin: "Kurkonzert – Songs für die Volksgesundheit".

Fazit: Eine facettenreiche, manchmal aberwitzige Angelegenheit – von einer unglaublich lebendigen Künstlerin, die man am besten live sieht und hört. Und jetzt alle: "Brust-OP, jodrilihiii, Brust-OP, ....!"

Anspieltipps: "Shakende Mädchen", "Märmusik", "Brust-OP", "Nikotin", "Sing Maschin" (Achtung: ABBA!)

Coco auf Tour:

14.08. Hildesheim, Chansonfestival (EwK)
17.09. Grasellenbad (Kk) Vorpremiere
21.09. Eschweiler Talbahnhof (Kk) Vorpremiere
23.09. Remscheid , Rotationstheater (Kurkonzert - Songs für die Volksgesundheit, Premiere)
24.09. Neuss, Theater am Schlachthof (Kk)
07.10. Wetter, Lichtburg (Kk)
08.10.. Neuss , Theater am Schlachthof (Kk)
11.10. Merzig, Stadthalle (EwK)
14.10. Pulheim, Walzwerk (Kk)
21.10. Wesseling , Kulturamt (Kk)
4.-6.11.Köln , Senftöpfchen (Kk)
12.11. Neuss, Theater am Schlachthof (Kk)
13.11. Bönen, Alte Mühle (Kk)
18.11. Paderborn, Kulturwerkstatt (Kk)
19.11. Berlin, Grüner Salon (Kk)
25.11. Hagen, Hasper Hammer (Kk)
06.01. Neuss, Theater am Schlachthof (Kk)
15.01. Neuss , Theater am Schlachthof (Kk)
21.01. Aachen, Jakobshof (Kk)

Kk: Programm "Kurkonzert", Ewk: Programm "Eine wie keine!"

7. Juli 2005