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Kult-Show

Deutsche Serie nach "Queer Eye"-Vorbild geplant

Offenbar wird nun eine deutsche Serie gedreht, bei der fünf schwule Männer in jeder Folge einen Hetero zu Mode und Lifestyle beraten dürfen.


Das sind die "Fab Five" in der ersten Staffel des neuen "Queer Eye" im Jahr 2018 (Bild: Netflix)

Die Reality-Show "Queer Eye" des Streamingportals Netflix bekommt offenbar einen deutschen Ableger. Die Produktionsfirma ITV Studios sucht derzeit "selbstbewusst, offen schwul lebende Männer, die mit beiden Beinen im Leben stehen". In einer Suchanfrage auf Facebook heißt es, dass die Kölner Firma "stilsichere Experten" suche. Das berichtet "Chip".

In dem Aufruf heißt es: "Wenn du Lust hast, jemanden mit deiner Expertise zu einem optimierten Lifestyle zu verhelfen, dann bist du für eine neu geplante Show genau der Richtige für uns." ITV Studios sucht vorzugsweise schwule Männer. Experten für die deutsche Ausgabe können sich unter Tel. (0221) 492 048 236 oder per E-Mail unter stilsicher@itvstudios.de melden.

Die Fernsehserie spielt mit dem Stereotyp, dass sich schwule Männer besser in Fragen von Mode, Körperpflege, Ernährung, Innenausstattung von Wohnungen und in der Kultur auskennen. In jeder Folge widmet sich eine Gruppe von fünf schwulen Männern (die "Fab Five") einer Person, gewöhnlich ein heterosexueller Mann, indem sie dessen Garderobe erneuern, seine Wohnungseinrichtung umgestalten oder Ratschläge zu Lifestyle, Ernährung oder Haarpflege zu geben. Sie haben dafür eine Woche Zeit. Die Zuschauer blicken dabei hinter die Kulissen.

Es geht dabei jedoch nicht nur um das spaßige Umstyling, sondern auch um gesellschaftliche Themen. Kritiker bemängeln, dass die Serie zu viele Stereotype verwende. Liebhaber der Show schätzen jedoch, dass die Klischees so dekonstruiert werden.

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Direktlink | Der Trailer der ersten Staffel des neuen "Queer Eye", das seit Februar zu sehen ist.

"Die Serie weckt sämtliche Emotionen von Lachanfällen bis hin zu Freudentränen – das ist Queer Eye", sagt Netflix-Sprecherin Bela Bajaria. Der Streamingdienst hatte das Format im Januar 2017 wiederaufleben lassen (queer.de berichtete). Die erste Staffel war am 7. Februar veröffentlicht worden (queer.de berichtete). Erst in dieser Woche kündigte Netflix an, eine zweite Staffel der amerikanischen Serie produzieren zu wollen. Es wird erwartet, dass alle Experten der ersten Staffel erneut antreten. (mk)



#1 herzesAnonym
  • 29.03.2018, 14:31h
  • Na wenn da mal keine Klischees bedient werden.
    Von diesen Brüdern fühle ich mich klar verraten.
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#2 lollipopAnonym
  • 29.03.2018, 15:03h
  • Lifestyle Beratung kann ich auch machen. Ist die Frage, ob mein Lifestyle die Erwartungen der Macher und der Gestylten erfüllt. :D
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#3 BEARAnonym
  • 29.03.2018, 15:50h
  • Mode und Lifestyle ist ja offenbar auch alles, was Schwule können. Dadurch werden wir also bestens repräsentiert. Schöne neue Welt.
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#4 JarJarProfil
  • 29.03.2018, 16:08hKiel
  • Es gab doch schon mal einen deutschen Ableger der Sendung auf RTL2 mit dem Titel 'Schwul macht cool'.
    Queer Eye hab ich bei Netflix gesehen, fand ich zum Teil relativ grenzwertig wie die sich benommen haben mit fremden Eigentum, natürlich sah es auch recht gestellt aus, aber das ist in diesen Formaten halt so.
    Außerdem werden da Klischees bedient, die Typen müssen natürlich tuckig sein, wobei bei Queer Eye von 5 Typen 'nur' drei dieses Klischee bedienen.
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#5 ursus
  • 29.03.2018, 16:10h
  • ich habe die amerikanische serie nicht gesehen, nur ein paar recht enthusiastische reviews (auch in queeren und/oder liberalen) medien gelesen. dem tenor dieser berichte nach ging es in der zweiten staffel wirklich nicht mehr so sehr um eine exotisierende und voyeuristische darstellung schwuler stereotype, sondern um grundsätzlich wohlwollende, zum teils überraschend selbstverständliche annäherungen zwischen den "fab five" und z.b. dem "redneck" oder dem "conservative cop", um sensibilität im umgang mit dem "ganz anderen", die in oft herzerweichenden szenen inszeniert wurde. wenn das so ist, kann das doch eigentlich auch positive effekte haben.

    was die kölner firma daraus machen wird, bleibt natürlich abzuwarten.

    www.nytimes.com/2018/02/07/arts/television/queer-eye-netflix
    -review.html
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#6 herzesAnonym
#7 OlliAnonym
  • 29.03.2018, 17:41h
  • Ganz ganz toll. Ich weiß schon jetzt wie das ablaufen wird: Gekreische, Getucke, affektiertes Verhalten, alle Klischees der Heteros werden zu 100 Prozent bedient. Die Heteros sind dann vermutlich dumm, wohnen in einer schrecklich eingerichteten Wohnung, ziehen sich entsetzlich an und haben mit Sicherheit ziemliches Übergewicht. Was soll das für eine Unterhaltung sein? Auf netflix habe ich nicht mal eine Folge ausgehalten. Aber schön, dass sich die comunity daran ergötzt, wie Schwule sich vor allem für Heteros zum Affen machen. Für Akzeptanz sorgt das nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Widerlich!
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#8 MarcAnonym
  • 29.03.2018, 19:17h
  • Man fürchtet sich jetzt schon davor, welche grenzdebilen C-Promis oder Möchtegern-Boxenluder dafür gecastet werden und wie unterirdisch klischeegeil die deutsche Version der Serie dann wird. Bisher hatte deutsches Fernsehen nicht gerade ein glückliches Händchen bei der Adaption solcher Vorlagen...
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#9 olfwobAnonym
  • 29.03.2018, 21:16h
  • Antwort auf #7 von Olli
  • Ich habe die gleiche Befürchtung. Die entsprechenden Gestalten sind wahrscheinlich die üblichen Verdächtigen, die immer gecasted werden wenn Deutschland sämtliche Klischees sehen soll.
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#10 Von_Vorne_BedientAnonym
  • 30.03.2018, 11:10h
  • Antwort auf #8 von Marc
  • Du hast vielleicht Vorstellungen von TV-Shows! Das geht doch darum, daß gestandene schwule Männer Heteros aufhübschen sollen. Hier in Deutschland gibt es einige schwule prominente Modedesigner und Visagisten, wie z. B. Harald Glööckler, Michael Michalsky, Karl Lagerfeld und René Koch (Träger des Bundesverdienstkreuztes).
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