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Polizeimeldung

Berlin: Transfrau beleidigt und bedroht

Die Frau wurde in der Kohlfurter Straße angepöbelt, bedroht und mit volksverhetzenden Äußerungen überzogen.


Die Berliner Polzei informiert in ihren Polizeiberichten regelmäßig über Homo- oder Transfeindlichkeit als mögliche Hintergründe der Taten (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Laut einer Meldung der Berliner Polizei vom Sonntag hat am Samstagabend eine Transfrau die Behörden über einen Vorfall in Kreuzberg alarmiert. Die 37-Jährige zeigte an, dass sie kurz zuvor, gegen 18.10 Uhr, zu Fuß in der Kohlfurter Straße unterwegs gewesen sei, als sie zwei Männern begegnete. Einer der beiden habe sie dann, vermutlich wegen ihres Erscheinungsbildes, beleidigt und volksverhetzende Äußerungen hinzugefügt.

Als sie eine Erklärung von dem Pöbler verlangt habe, soll er sie auch noch bedroht haben, so die Polizei weiter. Anschließend sei der Tatverdächtige mit seinem Begleiter geflüchtet. Eine Absuche der näheren Umgebung durch die alarmierte Funkstreife verlief ohne Erfolg.

Wie bei Taten mit mutmaßlichem transphoben Hintergrund üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Vorwürfe lauten derzeit Volkverhetzung, Beleidigung und Bedrohung. Ebenfalls wie bei ersten Meldungen üblich machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben zu Tätern und Opfer. Der Vorfall ereignete sich am internationalen Tag der Sichtbarkeit von Trans-Personen (International Transgender Day of Visibility), der jährlich am 31. März begangen wird.

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Laut einer vorläufigen Statistik wurden den Beamten in Berlin 2017 insgesamt 161 Vorfälle im Bereich "sexuelle Orientierung" gemeldet – die Statistik umfasst u.a. auch Beleidigungen und Propagandadelikte. Im Vorjahr waren es 164 Vorfälle, darunter 44 Gewalttaten (2015: 105/38, 2014: 80/26, 2013: 132/46). Die Tatorte lagen vorwiegend in den Bezirken Mitte, Schöneberg und Neukölln. Untersuchungen der Fälle zeigten sehr unterschiedliche Motive.

Im März waren drei junge Männer wegen eines eines aus Homo- und Transphobie begangenen Übergriffs auf eine Transfrau in einer U-Bahn von einem Berliner Jugendgericht zu vier Wochen Arrest und Anti-Gewalt-Kursen verurteilt worden (queer.de berichtete). (nb/pm)



#1 PeerAnonym
  • 01.04.2018, 11:34h
  • Wir brauchen endlich mehr Aufklärung und mehr Förderung von Diversity an Schulen.

    Und wir brauchen endlich volle rechtliche Gleichstellung, die zwar nicht automatisch gesellschaftliche Gleichstellung bringt, die aber notwendige Voraussetzung dafür ist.

    Jede Partei, die dies verzögert, abschwächt oder gar komplett blockiert, ist keine demokratische Partei und ist nicht mehr wählbar.

    Aktuell trifft dies auf CDU, CSU, SPD, AfD und FDP zu.

    Die einzigen Parteien, die volle rechtliche Gleichstellung und mehr Aufklärung an Schulen wollen, sind aktuell Grüne und Linke.
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#2 Angry_GayAnonym
  • 01.04.2018, 12:27h
  • Berlin hat sich wieder für die LGBTI-Community mit dieser Aktion disqualifiziert und der Berliner Senat tut rein gar nichts dagegen, homo- und transphobe Gewalt in die Schranken zu weisen.
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#3 TheDadProfil
  • 01.04.2018, 13:10hHannover
  • Antwort auf #2 von Angry_Gay
  • ""Berlin hat sich wieder für die LGBTI-Community mit dieser Aktion disqualifiziert""..

    "Berlin" hat damit gar nichts zu tun, denn "Berlin" ist nur die Stadt, nur der Ort wo Menschen verfolgt und durch Teile der Bevölkerung gefährdet werden..

    So kann sich "Berlin" auch nicht ""für die LGBTI-Community"" irgendwie ""disqualifiziert"", denn diese "Aktion" ging nicht und geht nicht "von Berlin" aus, sondern eben von Teilen der Bewohner..

    Es ist zum Teil auch Unsinn dem "Berliner Senat" hier die "Aktion" in die Schuhe schieben zu wollen, denn der Senat ist bestenfalls am Rande dafür verantwortlich wie sich die Bevölkerung verhält..
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#4 AnnikaRaffaela
  • 01.04.2018, 16:10h
  • Genau aus diesem Grund meide ich Berlin so gut es geht.Ich hatte selbst schon Übergriffe in Berlin und fahre wenn überhaupt nur noch mit dem Auto nach Berlin.Ich bin richtig froh daß ich bald wieder in meiner Heimat Österreich bin. Ich weiß in Wien ist auch nicht alles in Ordnung aber dort wo ich her komme (Stockerau) kann man doch einigermaßen sicher leben. Ich wünsche der Dame von ganzen Herzen alles Liebe und Gute und das sie sich schnell wieder erholt von diesem Schock. Liebe herzliche Grüße Annika Raffaela.
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#5 Carsten ACAnonym
  • 01.04.2018, 17:44h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Viel von LGBTI-Rechten reden tun ja auch SPD und FDP. Nur beweisen diese beiden Parteien leider immer und immer wieder, dass sie das auch bereitwillig und mit fliegenden Fahnen aufgeben, wenn es opportun ist und sich damit noch ein paar Pöstchen mehr rausholen lassen.

    SPD und FDP drehen ihr Fähnlein gerne nach dem Wind: wenn es ihnen gerade einen Vorteil bringt, sich für LGBTI-Rechte einzusetzen, tun sie das. Aber wenn es gerade vorteilhaft für sie ist, z.B. auf die homo- und transphobe Linie der Union einzuschwenken, tun sie das genauso bereitwillig.
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#6 ursus
  • 01.04.2018, 19:04h
  • Antwort auf #5 von Carsten AC
  • zur ganzen wahrheit gehört, dass auch die grüne partei nur einen millimeter davon entfernt war, die forderung nach der eheöffnung zugunsten der koalitions-option aufzugeben. ohne volker beck hätte die parteispitze diese forderung über bord geschmissen.
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