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Folk trifft Jazz

Auf der Suche nach Akzeptanz und Verständnis: Haley Heynderickx

Mit "I Need to Start a Garden" hat die US-amerikanische Sängerin ein überzeugendes Debütalbum veröffentlicht.


Haley Heynderickx ist in einem religiösen Zuhause in Oregon, USA aufgewachsen, wo sie sich einerseits sehr mit ihren philippinischen Wurzeln identifiziert hat, andererseits aber einen Spagat zwischen verschiedenen kulturellen Identitäten macht
  • 4. April 2018, 05:37h, noch kein Kommentar

Es braucht eine gute Mischung an Geschick und Glück, um einen Garten zu pflegen, aber es ist unmöglich, dies ohne einen bestimmten Anteil an Liebe für die Sache zu tun. Während die zyklische Natur eines Gartens gegeben erscheint, ist Heynderickx in gewisser Weise erst am Anfang. Ihr Debütalbum "I Need to Start a Garden" entstand auf dieser Suche nach Ruhe inmitten von Wellen der Unsicherheit und Wirrungen und ist nun bei Mama Bird Recording Co. erschienen.

Die Gründe, warum diese emphatische Sängerin und Songwriterin so sehr nach Akzeptanz und Verständnis sucht, haben ihren Ursprung in einem Leben voller Paradoxen. Heynderickx ist in einem religiösen Zuhause in Oregon, USA aufgewachsen, wo sie sich einerseits sehr mit ihren philippinischen Wurzeln identifiziert hat, andererseits aber einen Spagat zwischen verschiedenen kulturellen Identitäten macht. Jetzt, wo sie in Portland lebt, ist ihr Glaube nicht offenkundig erkennbar, aber ihre Selbstreflektion und das andauernde Ringen um Selbstverwirklichung sind leicht erkennbar und zuzuordnen.

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Geistige Großzügigkeit als Konstante


Das Debütalbum "I Need to Start a Garden" von Haley Heynderickx ist am 29. März 2018 erschienen

Die Stücke auf "I Need to Start a Garden" reflektieren gleichermaßen diese unterschiedlichen Elemente. Durch das sanfte Zupfen auf einer Akustikgitarre und gekonnt akzentuiertes Aufseufzen einer Posaune erinnert Heynderickxs Musik an Folk aus den 60er- und 70er-Jahren gemischt mit der Liebe eines Jazzradios. Aber der Gesang von Heynderickx, der von sinnlich bis opernhaft reicht, widerlegt eine Beharrlichkeit ihrer Seele. Es ist eine Balance zwischen Selbstoffenbarung und Selbstschutz auf dem Album "I Need to Start a Garden". Heynderickx schwankt zwischen Machtlosigkeit (Eröffnungssong "No Face") und Ermächtigung (Leadsingle "Oom Sha La La").

Die geistige Großzügigkeit bleibt die Konstante das gesamte Album hindurch. Man kann die bemerkenswerte Sorgfalt in "Jo" hören, wenn sie flüstert "You tended your garden like heaven and hell / and you buildt the birds houses to see if it helped at all" (Du hast deinen Garten wie Himmel und Hölle gepflegt / und du hast die Vogelhäuser gebaut um zu sehen, ob es irgendetwas hilft). Im Bewusstsein für die Vögel, den Garten und jeden, der genau zuhört, dient Heynderickxs Musik als Einladung für alle, sich ihr anzuschließen. Denn die wahre Schönheit eines Gartens ist es, obwohl er oft aus sehr persönlichen Gründen angelegt wird, dass man seine Schätze am besten gemeinsam mit anderen genießt und diese teilt. (cw/pm)

Direktlink | Offizielles Video zu "Drinking Song" von Haley Heynderickx