Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?30926

Opfer erlitt Schädel-Hirn-Trauma

Gießen: Freiheitsstrafen für Überfall auf schwulen Frührentner

Drei junge Obdachlose müssen für 15 bzw. 27 Monate ins Gefängnis, weil sie einen schwulen Zechkumpanen, der nach Zuneigung gesucht hatte, zusammenschlugen und beraubten.


Die Angeklagten hatten ihr Opfer in Todesangst versetzt – jetzt müssen sie für die Tat büßen (Bild: Blogtrepreneur / flickr)

Das Gießener Amtsgericht hat drei junge Männer wegen eines Überfalls auf einen schwulen 55-Jähirgen zu Haftstrafen verurteilt. Wie die "Gießener Allgemeine" meldet, hatten die drei Angeklagten zugegeben, am 15. Juli 2017 den Mann in der siebtgrößten hessischen Gemeinde brutal verprügelt und ausgeraubt zu haben.

Die zum Tatzeitpunkt 19- und 20-jährigen Angeklagten erhielten ein Jahr und drei Monate Jugendstrafe, der 27-jährige Mittäter wurde zu zwei Jahren und drei Monaten hinter Gittern verurteilt.

Die drei Obdachlosen hatten ihr späteres Opfer in der nahe dem Bahnhof gelegenen Kneipe "Bierexpress" getroffen. Der 55-Jährige habe habe laut dem Zeitungsbericht "auf Zärtlichkeiten gehofft", während die drei jungen Männer versucht hätten, "die Nacht rumzubekommen". Als die vier Personen gemeinsam die Kneipe verließen, habe einer der Täter dem Opfer eine Jacke über den Kopf gestülpt, die anderen hätten dann auf den Mann eingeschlagen. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, Prellungen und einen Jochbeinbruch und musste für drei Tage stationär behandelt werden. Bei dem Überfall habe der Frührentner "Todesangst" gehabt.

Mit dem Urteil folgte die Richterin dem Antrag der Jugendgerichtshilfe. Für die beiden jüngeren Täter wurde wegen mangelnder Reife das Jugendstrafrecht angewandt – sie kämen aus schlechten Verhältnissen, hätten keinen Beruf gelernt und konsumierten regelmäßig Drogen. Der 27-Jährige sei durch den Tod des Vaters aus der Bahn geraten und seit fünf Jahren wohnsitzlos. Alle drei Angeklagten waren bereits in der Vergangenheit mit dem Gesetz in Konflikt gekommen.

Gemeinsam müssen die drei Täter dem Opfer auch Schmerzensgeld in Höhe von 3.000 Euro sowie Schadensersatz von 500 Euro zahlen, entschied das Gericht. (cw)



#1 RMMRAnonym
  • 04.04.2018, 18:03h
  • Gerade Obdachlosigkeit ist eine schwere Zeit wo man gelernt haben sollte Andersartigkeit zu respektieren. Die drei Täter haben womöglich nicht nur fehlende Reife sondern schlicht im Leben nichts gelernt.

    Schmunzeln... hört sich jetzt total doof an aber ich nutze diese etwas eigensinnige Gelegenheit um nicht nur dem Opfer mein Trost mitzuteilen sondern hätte an persönlichen Kontakt Interesse. Komme aus dem Bereich MR, 51m.

    Die Redaktion darf dem opfer meune Mailadresse weitergeben. Danke
  • Antworten » | Direktlink »