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Neue Werbekampagne

Düsseldorf: Diakonie sucht Homo-Paare als Pflegeeltern

Mit einer Plakatkampagne wirbt der evangelische Wohlfahrtsverband auf Großflächenplakaten und in anderen Medien dafür, dass auch gleichgeschlechtliche Paare ein Pflegekind aufnehmen.


Die Düsseldorfer werden beim Schlendern durch ihre Stadt häufiger auf diese zwei Männer treffen (Bild: nb)

"Sie möchten ein Leben verändern? Geben Sie einem Kind oder Jugendlichen ein neues Zuhause. Werden Sie Pflegeeltern!" Das ist die Aufforderung der Diakonie Düsseldorf in einer neuen Kampagne, die seit Montag auf Großflächenplakaten, Infoscreens in den U-Bahnhöfen, Postkarten und anderen Medien zu sehen ist. Auf einem von mehreren Bildern, die für die Kampagne verwendet werden, ist das gleichgeschlechtliche Paar Ben und Michael abgebildet. Das Paar kümmert sich seit laut einem Bericht der "WZ" seit anderthalb Jahren um einen traumatisierten Jungen, der in seiner alten Familie Gewalt erfahren hatte – der Fünfjährige spricht seine Pflegeeltern bereits als "Papas" an.

"Familie ist nicht nur dort, wo Vater, Mutter und Kinder sind, sondern kann sehr vielfältig aussehen", so begründet Rudolf Brune, Vorstand der Diakonie Düsseldorf, die gezielte Kampagne, die sich nicht nur an gleichgeschlechtliche Paare wendet, sondern auch an Singles, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund. Der evangelische Wohlfahrtsverband will so mit Vorurteilen aufräumen und Menschen ansprechen, die bislang nicht daran dachten, Pflegeeltern zu werden.

Der Grund für die Initiative: Die Zahl der Kinder, die Pflegeeltern benötigen, übersteigt bei weitem die Zahl der Pflegeeltern. Allein in Düsseldorf könnten derzeit jährlich mehr als 100 Kinder nicht vermittelt werden, die dringend eine Familie suchen.

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Pflegekinder verändern Leben

Das Motto der Kampagne lautet "Wir haben ein Leben verändert". Und tatsächlich sei dieser Slogan nicht zu hoch gegriffen, erklärte Boris Wellssow, der Düsseldorfer Abteilungsleiter für den Bereich Pflegekinder bei der Diakonie. "Wer die Aufgabe übernimmt, ein Kind in seine Familie aufzunehmen, das nicht bei seinen Eltern leben kann, verändert ein Leben", so Wellssow. "Und das eigene Leben verändert sich natürlich auch."

Darum begleite die Diakonie die Pflegeeltern sehr eng – von vorbereitenden Seminaren und Gesprächen über die ganze Zeit hinweg, in der Pflegekinder in der Familie sind. "Pflegeeltern können sich untereinander austauschen und jederzeit Rat und Hilfe bekommen. "Das ist sehr wichtig", sagte Wellssow. "Die Kinder bringen immer eine Geschichte mit und haben teilweise sehr belastende Erfahrungen gemacht bis hin zu Vernachlässigung oder Misshandlung. Deswegen ist die Aufgabe auch so verantwortungsvoll." (pm/dk)

Aktion "Werdet Pflegeeltern" bei der Diakonie Düsseldorf

Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich über die neue Internetseite www.werdet-pflegeeltern.de informieren.

Am den nächsten beiden Mittwochen (11. April und 18. April) gibt es jeweils um 18 Uhr einen Info-Abend beim Pflegekinderdienst der Diakonie (Stephanienstraße 34, Düsseldorf).

Am 12. und 13. April (Donnerstag und Freitag) ist zusätzlich eine Hotline geschaltet. Dann stehen Boris Wellssow und sein Team von 11 bis 14 Uhr für alle Fragen rund um Pflegeeltern direkt zur Verfügung: Telefon (0211) 60 10 11 61.


#1 DerStephanProfil
  • 10.04.2018, 15:09hNürnberg
  • Da werden einige nach dem Plakat aus der Kirche austreten. haha
    Ich finde das gut.
    Like von mir
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#2 goddamn liberalAnonym
#3 JuNiAnonym
  • 10.04.2018, 16:50h
  • Dafür sind Homos wieder gut genug. Aber eigene Kinder.... Pfui! Typisch Doppelmoral!
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#4 Tommy0607Profil
  • 10.04.2018, 16:51hEtzbach
  • Irgendwie schon komisch. Pflegeeltern können Homos werden : Da machen Christen "Werbung" . Aber Adoption nicht ?
    Sucht den Fehler!
    Ich verstehe es nicht!
    Amen !
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#5 herzesEhemaliges Profil
  • 10.04.2018, 17:09h
  • Die Diakonie ist Evangelisch.
    Daran sieht man, dass die längst keine Panik mehr um queere Menschen machen.
    In der ganzen Kinder- und Jugendhilfe, vom Jugendamt über die Diakonie und freie Träger sind homosexuelle Pflegefamilien schon seit langem kein Problem mehr.
    Es wurde bisher nur nicht offen Werbung gemacht.

    Das mit der Adoption ist Sache der Politik. Und da hat ja wohl die SPD schön mit der CDU mitgebremst.
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#6 LorenProfil
  • 10.04.2018, 17:55hGreifswald
  • Denjenigen, die sich Kindern oder Jugendlichen mit häufig sehr belastenden Erfahrungen annehmen, gebührt meinerseits großer Respekt. Da wird Verantwortung übernommen und gelebt, die ich mir nicht zutraue, obwohl ich auf Grund meiner beruflichen Biographie theoretisch dazu in der Lage sein sollte. Auch denjenigen, die beratend und/oder helfend zur Seite stehen, ist zu danken für ihre Arbeit.
    Dass die Diakonie in Düsseldorf auch Lesben und Schwule gezielt anspricht, zeugt von einem beachtlichen Wandel der Anschauungen in Kreisen der EKD.
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#7 herzesEhemaliges Profil
#8 Meleg29Profil
  • 10.04.2018, 18:26hCelle
  • Diakonie der Evangelischen (!) Kirche verdient ein grosses Lob!
    Ist halt nicht die staatliche Gesetzgebung...
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#9 MumbiAnonym
#10 LorenProfil
  • 10.04.2018, 18:43hGreifswald
  • Antwort auf #7 von herzes
  • Dass gerade die "Chaotenkids" oft massig und unverstellt zurückgeben, habe ich auch so erlebt. Eine beglückende Erfahrung, die in schwierigen beruflichen Zeiten die Motivation am Laufen hält.
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