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Lagos Im westafrikanischen Staat Nigeria ist ein schwuler Mann zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. Nach Auskunft der Vereinten Nationen sei der den Medien gegenüber nicht bekannt gegebene Mann wegen "Sodomie" vor Gericht erschienen, die Beweise reichten für eine Verurteilung jedoch nicht aus. Als der Scharia-Richter jedoch fragte, ob der Mann Sex mit einem anderen Mann gehabt habe, habe dieser "Ja" gesagt. Philip Alston, ein Gesandter der UN, hat die Regierung Nigerias aufgerufen, den Fall zu überprüfen. Alston hatte den Verurteilten eher zufällig in einer Todeszelle eines Gefängnisses in Karo im Norden des Landes getroffen. (nb)



#1 madridEUAnonym
  • 11.07.2005, 15:58h
  • Da können wir nur hoffen, dass sich amnesty international ebenso für einen Schwulen einsetzt, wie sie es bei drohender Steinigung von Heteros tut.
    Habt Ihr schon einmal einen Film über diese Hinrichtungsart gesehen ? Das ist an Grauenhaftigkeit nicht zu überbieten !
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#2 VollkornmannAnonym
  • 11.07.2005, 16:39h
  • Wenn diese Anmerkung jetzt unterstellen sollte, daß sich ai für Schwule womöglich weniger einsetzt als für Heteros, dann ist sie gründlich mißglückt.
    Es gibt nämlich sogar eine eigene Amnesty-Untergruppe »MERSI – Menschenrechte und sexuelle Identität« www.mersi-amnesty.de, die sich eben gerade um Fälle kümmert, in denen Menschen wegen ihrer Homosexualität staatlicher Gewalt ausgesetzt sind.
    Sollte man eigentlich wissen...
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#3 queeryAnonym
  • 11.07.2005, 17:32h
  • danke für den link.... aber trotzdem, wäre es nicht besser, solchen staaten die entwicklungshilfe zu streichen??
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#4 madridEUAnonym
  • 11.07.2005, 17:57h
  • Von dieser Untergruppe bei A.I. hören wir demnächst sicher mehr von diesem Fall.
    Ich erinnere mich, dass wir bei drohender Steinigung einer Frau in Afrika halfen, indem wir unzählige e-mails als Bittbriefe an die Regierung des entsprechenden Landes schickten.
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#5 Yasmin de TunisieAnonym
  • 12.07.2005, 01:09h
  • Der Präsident von Nigeria war als Repräsendant der Afrikanischen Union soeben mit Vertretern der führenden Industriestaaten und Russland zusammen - ein bedeutendes Rock-Konzert-Aids für Africa- fand statt - aber solche Faschisten wie dieser Monsieur- darf sich in seinem bunten Gewand generieren -
    steinigt ihn-------nicht diesen armen schwulen Nigerianer und auch Mugabe, den Schwulenhasser von Simbabve!
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#6 Stefan K.Anonym
  • 12.07.2005, 07:01h
  • @queery: Bist du dir sicher, dass wir solchen Ländern die Entwicklungshilfe wegen solchen Kleinigkeiten streichen sollen. Nicht alle in Nigeria sind so bescheuert drauf wie die Politiker, die dieses Gesetz entworfen haben. Es ist schon Schwachsinn, dass Menschen, nur weil sie anders sind, gleich umgebracht werden. Man könnte bei solchen Ereignissen von "sexuellem Rassismus" reden. Wenn ich meinen Atlas zu Hause anschaue, dann sehe ich, dass das Land Nigeria, was es die Religion angeht, zum Teil islamisch (im Norden), ev. christlich (im Süden) und auch teilweise den Naturreligionen angehört. Aber noch mals zum Thema zurückzukommen, wir können diesen Ländern nicht die Entwicklungshilfe streichen. Damit würden wir unseren gleichgesinnten Freunden in Nigeria genauso wenig helfen, als wenn wir tatenlos zusehen würden. Wenn MERSI wirklich eingreifen sollte, könnte es evtl. besser klappen.
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#7 FinnAnonym
  • 12.07.2005, 12:54h
  • Diese BARBAREN!!!

    Ermorden einen Menschen auf grausame Art und Weise, weil er geliebt hat und sind dann auch noch so arrogant, dumm und religiös verblendet, dass sie das auch noch als moralisch verkaufen wollen! PACK!
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#8 reneAnonym
  • 12.07.2005, 14:05h
  • Zum Thema Entwicklungshilfe streichen gab es letzte Woche ein sehr interessantes Interview mit dem kenianischen Wirtschaftsexperten James Shikwati über die schädlichen Folgen der westlichen Entwicklungspolitik (bei Spiegel Online). Ist leider schon im Archiv verschwunden... aber wenn man ihm glauben schenken darf, wäre es das beste, sofort JEGLICHE Entwicklungshilfe für afrikanische Regierungen zu streichen, da diese Hilfen in der Vergangenheit genau das Gegenteil von dem erreicht haben, was sie sollten.

    Also können sich einige hier beruhigt zurücklehnen: anscheinend haben die Afrikaner ihre "gerechte Strafe" durch die zugesagte Erhöhung der Entwicklungshilfe auf dem G8-Gipfel schon erhalten!
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