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New York City

Hetero verklagt Fitnessstudio wegen onanierenden Schwulen

In der Sauna eines schwulenfreundlichen New Yorker Fitnessstudios machte ein Hetero-Mann eine "schockierende" Entdeckung – und rannte anschließend gleich zum Anwalt.


Obacht, Leute! Bitte erschreckt keine Heteros… (Bild: Steam Room Stories)

Ein heterosexueller Mann hat die Gym-Kette "Equinox Fitness" verklagt, weil er im letzten November in einer Filiale am New Yorker Broadway onanierende Schwule in der Dampfsauna des Fitnessclubs entdeckt hatte. Der allein stehende Vater hatte nach Angaben der "New York Post" zur Mittagszeit die Sauna besucht – und sei dann "schockiert" gewesen, als er dort drei Männer entdeckte, die ihn beobachteten und dabei mit ihrem besten Stück spielten.

"Ich ruhe mich aus, ich sitze in der Ecke, es ist alles sehr meditativ", erinnerte sich der Mann, der anonym bleiben will. Doch dann der Schock: "Ich schaue auf die andere Seite. Dieser Gentleman, der sehr nah sitzt, hat sein Handtuch geöffnet, seine Beine sind gespreizt und er starrt mich an. Und der Typ neben ihm reibt ihn am inneren Oberschenkel." Dann habe der "Gentleman" das Handtuch entfernt und sich selbst befriedigt. Daraufhin habe der Hetero auch noch einen dritten Mann entdeckt, der ebenfalls rubbelte. "Ich dachte – kein Ausweg. Ich werde gleich sexuell missbraucht", so der Kläger, der dann aber doch die Flucht ergreifen konnte.

Der Mann habe sich gleich nach dem Vorfall an die Rezeption des Fitnessstudios gewandt, dort habe er aber keine Hilfe erhalten. In den Gerichtsunterlagen wird Equinox beschuldigt, zehn Jahre von den gleichgeschlechtlichen Vergnügungen in seinen Saunen gewusst zu haben.

"Jedes Fitnessstudio in New York hat dieses Problem"

Die "Post" zitierte auch den Manager der entsprechenden Filiale, der erklärte: "Das ist ein Problem, das jedes Fitnessstudio in New York City hat, nicht nur Equinox." Eine Equinox-Sprecherin ergänzte gegenüber der Boulevardzeitung, man werde die Vorgänge untersuchen. Sie versicherte, dass es bei "ungebührlichem Verhalten" null Toleranz gebe.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich das auch unter Schwulen beliebte Equinox-Kette wegen sexueller Aktivitäten unter Männern einer Klage ausgesetzt sah. 2007 wollten sechs Hausmeister, die in mehreren Filialen in New York City gearbeitet hatten, Geld sehen. Der Grund: Sie mussten angeblich dauernd Körperflüssigkeiten in Toiletten oder Umkleidekabinen aufwischen, die offenbar von sexuell aktiven Männern hinterlassen worden waren. Es gibt keine Berichte darüber, ob es zu einem Verfahren gekommen ist oder ob sich die Kläger mit Equinox außergerichtlich geeinigt haben. (cw)



#1 Sukram712Anonym
  • 12.04.2018, 18:29h
  • Der arme Mann bekommt sicher 100 Millionen Dollar Schmerzensgeld für das erlittene seelische Leid.... :)
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#2 necnecAnonym
  • 12.04.2018, 18:44h
  • Ich kann den Mann verstehen. Ich finde es auch unangebracht, egal ob hetero, oder homo!
    Stelle man sich das in einer gemischten Sauna mit drei Männern und einer Frau vor.
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#3 TraumzerstörerinAnonym
#4 HalloAnonym
  • 12.04.2018, 19:25h
  • HALLO? Wenn einem das stört, soll er es den Wichsern sofort sagen und fertig. Was können die Betreiber für das Verhalten der Besucher?
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#5 IchMalWiederAnonym
  • 12.04.2018, 19:32h
  • Ach - und wenn ich jetzt als Schwuler in' Puff geh - kann ich dann auch die Tanten verklagen, die mich mit Ihren wackelnden Brüsten seelisch traumatisiert haben? Was'n Trottel, hat von Eigenverantwortung wohl auch noch nie was gehört... 'N Fitnessstudio voller Schwuler - und die machen mich an? Welch Überraschung - da sind natürlich die schuld... Böse böse Schwule, armer armer Hetero. Wie immer. Kotz!
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#6 Anon4Anonym
  • 12.04.2018, 19:46h
  • Antwort auf #4 von Hallo
  • Das liegt man Rechtssystem der USA. In Deutschland könnte er die Männer wegen Exhibitionismus anzeigen, aber in den Vereinigten Staaten wird nunmal viel mit privatrechtlichen Klagen geregelt. Das ist aus europäischer Sicht oft erstmal unverständlich, aber so ist das halt.
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#7 Patroklos
  • 12.04.2018, 20:25h
  • Was für ein Spießer! Er hätte ja auch an sein bestes Stück Hand anlegen können, dann hätten alle ihren Spaß gehabt!
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#8 seb1983
  • 12.04.2018, 21:30h
  • Ein Mann soll sich halt nicht so anstellen wenn er belästigt wird, Top Einstellung.

    Im örtlichen Hallenbad ist so ein Mist so weit gegangen dass die Besucher wegblieben. Es musste ein Aufpasser für Umkleide und Wellnessbereich abgestellt werden, Hausverbote aussprechen bis sich die Leute wieder benommen haben.

    Auch in meinem Fitness gab es auch schon Verwarnungen für Schwule die sich neu angemeldet hatten und meinten das wäre eine Cruising Area...
    Fairerweise gab es aber auch schon für eine Frau Hausverbot die den Wellnessbereich unsicher gemacht hat und sich breitbeinig über die Hitze in der Sauna ausgelassen hat, die war aber auch nicht mehr so knusprig xD
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#9 AlexAnonym
  • 12.04.2018, 23:14h
  • Antwort auf #2 von necnec
  • Ich weiß, warum ich in keine Sauna gehe!

    Ansonsten kann ich über die Nachricht nur lachen. Ich weiß noch wie ein Hetero mit seiner Freundin in eine Schwulenbar kam, aber keine Ahnung hatte, wo er war. Als er es dann merkte, ergriff er ängstlich ihre Hand ganz fest und rannte mit ihr raus.

    Man kann ich ja im Zeitalter des Internets informieren, in welche Einrichtung man dort geht.
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#10 AnonymAnonym
  • 12.04.2018, 23:39h
  • Zur Rechtslage:

    Es könnte für eine psychische Misshandlung mit sexueller Komponente genau dann ausreichen, wenn der Gast wie geschildert auch einen Übergriff dieser Weise auch nur als unmittelbar bevorstehend befürchten muss. Dessen Schilderung zufolge könnte genau dann der Tatbestand nach US-Recht erfülllt sein. Schon ganz alleine dadurch, dass masturbierende Mitbesucher ihre erigierten Penisse direkt und auffordernd und ohne klares Einverständnis aller zeigen. Der Rechfertigungsgrund würde insofern fehlen, als dass es sich eben nicht ausdrücklich um einen auch dafür vorgesehenen schwulen Laden handelt.

    Warum sollte also ein Gast in einem Fitnessstudio im Staat New York bei alleine dieser Rechtslage auch damit rechnen müssen? Das müsste man einem arglosen heterosexuellen Besucher zugestehen.

    Gleiches gilt in den USA im Übrigen auch für öffentliche Toiletten, während es die Rechtsprechung im britischen Recht, dort kommt es auf das zumindest konkludente Einverständnis an, genau deshalb anders sieht.

    Nachdenken, bevor man übers Frischfleisch herfallen will.
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